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Bei Jake Ludington stolperte ich über die neuen AIM-Bedingungen:

This sets a frightening precedent. What this means, as far as I can tell, is that anything you say using an AIM client is usable by AOL in any capacity they see fit. If you post a creative work of any kind to an AIM affiliated product, AOL can sell that creative work, re-publish that creative work or generally use that creative work in any way they see fit.

It’s safe to assume they are logging every IM conversation taking place on the AIM network. Use video chat and the video clip might show up somewhere later. Share a file and the file potentially shows up somewhere else. Using AIM is wholesale forfeiture of your rights to anything taking place within AIM.

Und zieht die korrekte Schlußfolgerung:

It’s high time to replace the standard IM clients with something encrypted so the companies providing service can’t see what’s being said.

Tja. Datamining ist eine ganz eigene, sehr erfolgreiche Industrie. Ich frage mich dabei, inwieweit diese Bedingungen nach deutschem Gesetz überhaupt zuläßig wären, oder gebe ich meine Rechte auf, weil ich einen Server in Amerika nutze?

Nachdem ich neulich vergeblich aus Versuchszwecken versucht habe MSN Messenger zu nutzen, fällt es mir nicht schwer, wieder zu den althergebrachten CLients zurückzukehren, vorzugsweise IRC und meinetwegen auch noch ICQ – so denn die Bedingungen dort nicht auch geändert werden sollen.

Jabber existiert, ja. Irc auch. Aber wer wird das nutzen? Ich würde ja sagen ‚wehret den Anfängen‘, aber wenn ich mir ansehe, wie begeistert ‚die Jugend‘ Dienste wie zum Beispiel im MSN nutzt, wird mir schlecht.

Nicht der Staat ist der Feind (weil zu ineffektiv und wenig durchschlagkräftig), sondern die modernen Unternehmen wie AOL und Co? Das Massenpublikum scheint sich nicht für Datenschutz oder Privatsphäre zu interessieren, sondern für Yahoo Heuler, bunte Hintergrundbilder und – ja. Und Klingeltöne. Was soll man davon schon erwarten? Oder dagegen tun?

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde generell, dass IRC ’ne Recht gute Plattform ist und für’s Chatten vollkommen genügt. Ich brauch‘ keine Extras, bunten Smilies oder sonstwas. Dafür hab ich ja noch Skype. *duck* 😛

  2. Jabber ist ein ganz wunderbarer Ersatz für diese ganzen Instant Messenger, der ihnen in nichts nachsteht, außer darin, daß er nicht zentral kontrolliert wird und man sich auch beim ersten Einstieg schon Gedanken darüber machen muß, welchen Client man an welchem Server einsetzen will. Für Leute, die das Denken abgenommen haben wollen, ist das natürlich nix, aber denen werden in ihrer Ignoranz auch die Geschäftsbedingungen von AOL egal sein.

  3. „Optionen > Sofortnachrichthinweise“ und dort einfach den Haken bei „Zeige Emoticons“ rausmachen. 😉

  4. Der Skype-Server loggt offenbar alle Diskussionen mit: Ich war ganz erstaunt als heute bei mir die Worte auftauchten, die ich letzte Woche an einem anderen Rechner als Skype-Kurznachricht eingegeben habe. Datamining ist hier also auch möglich oder gar vorprogrammiert.
    Bei Jabber von „principiis obsta!“ zu sprechen, finde ich falsch: Was spricht dagegen? Open Source ist da doch die beste Alternative. Verschlüsseln kann man mit „SecureIM“-Plugins, allerdings sollte dort mal ein (de-facto-)Standard her, denn wenn jede Software etwas anderes spricht, wird das nie was.

  5. Jup, kann man immer wieder sehen, wenn jemand wieder online geht und man Nachrichten später erhält :o)
    Nicole