Auch Wörterbücher verdienen Rezensionen

Unter dem Titel „Kein schöner Anblick – Die Reform der Reform nimmt Gestalt an“ finden wir auf „Vorsicht Starke Worte“ eine Rezension des neuen Dudens.

Ungeschickterweise war die neue Version nämlich fertiggestellt, bevor das ganze Sommertheater über das Thema RSR hereinbrach. Christian Dörner gibt uns eine zwar trockene, aber dennoch lesenswerte Rezension und schließt mit:

Fazit und Konsequenzen

Der neue Duden ändert die Orthographie mehrerer tausend deutscher Wörter. Mit „Präzisierungen und Ergänzungen“ hat dies nichts zu tun. Es handelt sich vielmehr um eine (erste offizielle) Reform der Reform. Somit ist es unmöglich, noch von einer „neuen Rechtschreibung“ zu sprechen. Die Schüler müssen jetzt umlernen, und ihre Schulbücher müssen neu gedruckt werden, so oder so. […]

Während sich die bewährte Orthographie in den letzten 100 Jahren auch im Duden nur unmerklich veränderte, kann von Einheitlichkeit bei der neuen Rechtschreibung nicht mehr die Rede sein. […] Eines macht der neue Duden unmißverständlich klar: Einen Kompromiß auf Basis des von seinen Urhebern demolierten Reformwerks kann es nicht geben. Und wie kann eine Rechtschreibung einheitlich sein, wenn sich jeder selbst aussucht, welche Neuregelungen im einzelnen akzeptabel und welche verwerflich sind? Was läge also näher als eine Besinnung auf das, was uns 100 Jahre eine leserfreundliche, einheitliche und nicht allzu schwierige Orthographie sicherte: die „alte“, in Wirklichkeit jedoch bewährte und moderne Rechtschreibung.

Was mir wieder die Aussage in Erinnerung brachte: „die Schüler haben die neue, gültige Rechtschreibung gelernt und Änderungen sind ihnen nicht zumuten“. Wenn alleine dieser Duden wieder diverse Änderungen erfährt erklärt das auch, warum wir nie den Satz „haben einmal die neue, gültige gelernt“ hören …

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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