Bevor wir den Pfingstmontag abschaffen …

… möchte ich doch mal darauf hinweisen, daß dieses einer der wenigen Feiertage ist, den wir hier oben haben (neben Ostern, Christi Himmelfahrt, 1.Mai, 3. Oktober und Weihnachten).

Bevor wir *damit* anfangen den zu streichen, kenne ich eine größere Anzahl von Feiertagen weiter unten in Deutschland, die man erst mal streichen könnte – Augsburg mit seinem Städtefeiertag ganz vorne an.

Und erzähle mir jetzt bitte keiner in dieser heutigen Zeit, daß er darauf nicht verzichten kann, weil er oder sie ja der Religion nachgehen würde – das kann gerne festgeschrieben werden: An all diesen Tagen darf ein Urlaubsgesuch aus Religionsausübungswünschen nicht verwehrt werden, klappt mit anderen Religionen doch auch.]

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

9 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich warte ja nach wie vor auf eine fundierte Analyse, nach der ein Arbeitstag mehr im Jahr das Wirtschaftswachstum auf 27.3% hebt und Vollbeschäftigung herbeiführt. Mich wundert nur, dass die Forderung dieses Jahr nicht von einem der Regionalpolitiker stammt, die offensichtlich mit allem, nur nicht mit sinnhaltigen Aussagen Medienpräsenz erlangen können.

  2. „Zu meiner Zeit“[tm] bekamen die Katholen am Aschermittwoch beim Messebesuch ein Aschekreuz auf die Stirn (und für den Besuch die ersten zwei Schulstunden frei). Wer nachweisen kann, daß er den Tag wirklich zur Religionsausübung nutzt (und nicht am „Herrentag“ besoffen unterm Tisch liegt), sollte den Tag auch frei bekommen – die anderen dürfen ruhig arbeiten.
    @dreamer: Afaik gibt es Untersuchungen, nachdem man mit 5 Tagen Arbeit/Woche effektiver ist als mit 7 Tagen. Fraglich ist natürlich, ob man mit 1 Std. Arbeit/Woche dann am effektivsten ist bzw wo der break-even-point ist 🙂

  3. Für 2004 wurde ein zusätzliches Wirtschaftswachstum von 0,5% vorhergesagt, weil ein paar Feiertage (rechnerisch 4,3 Tage) auf Wochenenden fielen.
    Das Ergebnis für 2004 war, nach einem Stern-Bericht, nun +1,7% gegenüber dem Vorjahr: „Wird der ‚Kalendereffekt‘ herausgerechnet, lag das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr nur bei 1,1 Prozent. Zusätzlich hat sich der auf einem historisch niedrigen Niveau liegende Krankenstand positiv auf die Arbeitsproduktivität ausgewirkt.“
    http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/535083.html?nv=cp_L1_aa
    Allerdings müsste man dann nach dieser Logik den Urlaub (30 Tage) abschaffen, dann haben wir 4% zusätzliches Wachstum. So einfach wird es aber nicht sein, denn wie bekannt haben andere Länder besseres Wachstum und mehr Feiertage.
    Meiner Meinung sind die Feiertage aber wichtig, den viele Arbeitnehmer können nicht wirklich Urlaub nehmen wann sie wollen. Und da ist so ein Feiertag schon was wert. Denn da hat man mal einen Tag frei, ohne dass man darum „betteln“ muss.

  4. Ein Vergleich, ob es etwas bringt oder nicht, kann nur durch Vergleich geschaffen werden – wir erleben ein Jahr aber nur einmal und nicht mehrfach.

  5. Moin moin erstmal!
    Gerade unter Berücksichtigung der Aussage diverser schwarzer Politiker, wonach die Arbeitslosigkeit in ihren Regionen geringer sei, als im Norden, brächte die Abschaffung eines Feiertages einfach nichts. 🙂

  6. Willkommen im Land der Mikroökonomie:
    Mehr Arbeitsstunden erhöhen zunächst das Ergebnis (positiver Grenznutzen), irgendwann ist jedoch der Grenznutzen Null, zusätzliche Arbeitsstunden bringen keinen Produktionsgewinn. Danach kann der Grenznutzen sogar negativ werden, in den nächsten zusätzlichen Arbeitsstunden machen Menschen mehr Fehler, so daß am Ende weniger brauchbare Güter erzeugt werden. Soweit die Theorie.
    Und dummerweise folgt das richtige Leben nicht immer dem Lehrbuch der (Mikro-)Ökonomen. In der Praxis zählt oftmals nicht so sehr, wieviele Stunden gearbeitet wird sondern was in Arbeitsstunden tatsächlich erreicht wird.
    Ich mißtraue monokausalen Erklärungsversuchen und glaube nicht, daß man Wachstum von einem Feiertag mehr oder weniger abhängig machen kann.
    Und entscheidend ist nicht das „Wachstum“ an sich, entscheidend sind seine Auswirkungen auf Beschäftigung und Einkommen.

  7. dreamers These halte ich für richtig, und versuche sie mal zu erweitern…
    Mehr Arbeit bei gleichem Gehalt sorgt für weniger Kaufkraft, weniger Arbeitplätze und kurzfristig mehr Geld für die Wirtschaft.
    Haben die Menschen mehr Geld in der Tasche ((und weniger Gründe zum sparen (zB. ANGST vor Arbeitslosigkeit) )), dann geben sie auch mehr aus und fördern damit die Wirtschaft.
    @Nik: Danke! Manchmal pflegen wir zu vergessen, daß ein jedes System dem Menschen dienen soll, und nicht der Mensch dem System.

  8. Hab ich das richtig verstanden? Mein Beitrag war unerwünscht und wurde gelöscht?

  9. a) (war schon) Weniger Feiertage = mehr Arbeotslosigkeit, BW und BAY haben die meisten Feirtage und …
    b) weniger Feiertage = wneiger Umsatz für die Freizeitbranche, Wellness etc.
    Und unpopulär isses auch.