Black Ribbon

Wer heute auf Orkut Communities oder Freundesprofile besucht, findet bei vielen statt eines Profil-Bildes diese Schleife und den Link auf die Community Terrorismo en Madrid.

Es ist absolut irrelevant, ob es ETA oder eine andere Organisation war, ob es bewußt zum ’11. September Europas‘ gemacht werden sollte: Gestern habe ich mich noch darüber unterhalten, wie vernetzt wir geworden sind; die Menschen anderer Kontinente sind zum Greifen da, warum eigentlich nicht auch die Europas? Tolle, spannende, bereichernde Gedanken.

Und heute zeigt mir die Welt: Ja, wir sind vernetzt, verbunden. Im Guten wie im Schlechten. Heute Spanien, und morgen? Ich tippe hier einigermaßen hilflos und frage mich: Was kann ich tun? Wo sind die Stellschrauben, wo auch im kleinen Bewirktes etwas erreicht? Oder auch verhindert?

Die Angehörigen werden ihr Leben lang darunter leiden, daß jemand unerwartet aus ihrer Mitte gerissen wurde. Nie wieder da ist. Mich bedrückt wie schnell wir, die nicht betroffenen, vergessen werden und mit unserem alltäglichen Leben weitermachen werden. Natürlich kann ich nicht an dem Übel der Welt zugrunde gehen, damit wäre auch niemandem geholfen. Trotzdem.

Papa Scott / Death in Madrid
At 7:40 this morning my commuter train had pulled into the main station in Hamburg, and I was on my way to the U-Bahn to go work. At the same time in Madrid, 190 commuters in Madrid were killed by at least 10 explosions at 3 commuter stations. I can only think of the words from the memorial service for the victims of 9/11. To paraphrase for todays events… this was not 190 people being killed, it was 1 person being killed, 1 person with home, family, friends, 1 person being killed…. 190 times.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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