Blauer Bote? Blauer Brief.

Durch Zufall stoße ich auf das Verzeichnis „Blauer Bote„, welches mit seinem Dienst suggeriert, es wäre okay, fremde RSS-Feedinhalte einzublenden:

Nutzen Sie den neuen kostenlosen Service von blauerbote.com: Newsfeed-Inhalte per HTML-Iframe oder PHP-Include in die eigene Homepage oder das eigene Weblog einbinden ohne eigenen Programmieraufwand. Wählen Sie Ihre Einstellungen in einem Menü mit Vorschau und Sie erhalten einen einfachen Code in HTML oder PHP generiert, mit dem Sie Ihre Lieblingsfeeds einbinden können.

Während die Auswahlmöglichkeiten für die Anzeige eigener Feeds und erlaubter Fremdfeeds ja ganz beachtlich sind, fehlt mir der eindeutige Hinweis darauf, daß das Einbinden fremder Feeds der Zustimmung bzw. Erteilung der Nutzungsrechte bedarf.

Formulierungen auf dem Blog wie

Interessant ist, daß ich gerade auch in den nächsten Tagen Podcast-RSS-Feeds (zuerst mal deutsche und englische) sammeln wollte und zum Blauer Bote RSS-Verzeichnis hinzufügen wollte. Da kommt das Yahoo-Verzeichnis nicht unbedingt ungelegen. Das muß ich mir nochmal anschauen.

hinterlassen bei mir nicht den Eindruck, daß der Betreiber die rechtlichen Grundlagen seines Treibens verstanden hat.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Vielleicht sind Ihnen ja Dienste wie RSS-to-Javascript, Yahoo, Google, Bloglines, RSS-Verzeichnis.de usw. bekannt. Da fehlt dann auch „der eindeutige Hinweis darauf, daß das Einbinden fremder Feeds der Zustimmung bzw. Erteilung der Nutzungsrechte bedarf“ (Ihre Annahme).
    „welches mit seinem Dienst suggeriert, es wäre okay, fremde RSS-Feedinhalte einzublenden“. „Suggeriert“ ist wohl ein wenig daneben bis verleumdend.
    „seines Treibens“. Entschuldigen Sie bitte, daß ich Dritten ein kostenloses Tool anbiete (Daß es in der gleichen Art von anderen Anbietern schon lange gibt), welches mir Kosten verursacht und keinen finanziellen Gewinn bringt.

  2. Zu (b): In RSS 1.0 kann man zum Beispiel einen Link auf eine Creative Commons Lizenz angeben.

  3. Feed aggregators wie bloglines unterscheiden sich vom blauen Boten in sofern, dass sie sich nicht die Nachrichtenfeeds anderer zueigen machen und zur öffentlichen Ansicht wiedergeben.
    Sie können eben zwar fremde Inhalte einsammeln und sich ansehen (Feed aggregation), aber eben nicht auf ihrer Homepage einfach fremde Feeds anzeigen (blauer Bote), es sei denn Sie haben das Nutzungsrecht dazu.
    Ich wäre zumindest vorsichtig und würde mich an geeigneter Stelle einmal über die urheberrechtlichen Grundvoraussetzungen informieren.
    Es dürfte übrigens auch reichen, die Betreiber jeweils anzuschreiben, darzulegen was für einen Dienst Sie anbieten, und um Erlaubnis zu fragen, den Feed weiter zu verarbeiten. Wenn Sie diese bekommen, ist alles im grünen Bereich.

  4. „Feed aggregators wie bloglines unterscheiden sich vom blauen Boten in sofern, dass sie sich nicht die Nachrichtenfeeds anderer zueigen machen und zur öffentlichen Ansicht wiedergeben.“
    Das stimmt nicht.
    „aber eben nicht auf ihrer Homepage einfach fremde Feeds anzeigen“
    Noch einmal: Das machen Google, Microsoft, Bloglines, Yahoo, RSS-Scout und andere auf ihren Homepages (Websites, Seiten, wie auch immer).
    Von meiner Seite war es das jetzt – Ich habe keine Lust auf ewig lange sinnlose Diskussionen, nur weil sich jemand in der Blogosphäre mit einem vermeintlichen Skandal bekanntmachen will.

  5. Wenn Sie Nutzungsrechte nicht verstehen können oder wollen, ist das nicht mein Problem.
    Und was meinen Bekanntheitsgrad betrifft benötige ich sicherlich keine Webseite wie die Ihre.

  6. Dummerweise habe ich doch noch einmal diesen Artikel angeklickt.
    „Wenn Sie Nutzungsrechte nicht verstehen können oder wollen, ist das nicht mein Problem.“
    Das ist ziemlich arrogant. Meinen Sie nicht, Sie sollten Ihre Beleidigungen endlich lassen?
    Sie reden hier von einer bestenfalls unklaren Materie. Man könnte aber auch sagen, die Sache ist klar: Wer einen Feed bereitstellt, macht das, damit der in einem Reader gelesen wird. Was für einen Sinn soll der Feed denn sonst haben?
    Wenn Sie dagegen sind, daß Feeds in Readern gelesen werden, dann, ich wiederhole mich, protestieren Sie doch bitte erst einmal bei den großen Reader-Betreibern.
    Kein Hersteller oder Betreiber eines Readers schreibt Feedherausgeber an und fragt, ob es o.k. ist, daß seine Kunden den Feed XYZ lesen. Da hätte er ja viel zu tun und das würde die ganze Idee der Newsfeeds ad absurdum führen.
    „Und was meinen Bekanntheitsgrad betrifft benötige ich sicherlich keine Webseite wie die Ihre.“
    Ich bitte untertänigst um Verzeihung, daß mir Ihr Blog noch nicht aufgefallen war (Mittlerweile habe ich den Namen bei Moe von Plasticthinking und in einer Studie gelesen. Er ist mir sozusagen ins Auge gesprungen).
    Und „danke“ für die zweite Beleidigung.
    Gehen Sie mit Ihren Kunden eigentlich auch so um?
    Also gut, ich weiß, daß Sie in Ihrem eigenen Blog immer das letzte Wort haben werden. Ich bin nicht auf Streit aus. Warum müssen Sie so vehement an Ihrer Position festhalten? Geht es nur ums Rechthaben? Ich habe keine Lust auf solch ein Gebahren (beiderseits).
    Wissen Sie was?
    Ich habe wirklich noch andere Probleme als das Betreiben meines Webprojektes und ich ver(sch)wende da ohnehin schon genug Zeit darauf. Leute wie Sie vermiesen mir die Arbeit im Web und vielleicht trete ich das ganze irgendwann in die Tonne, weil ich keine Lust mehr auf das alles habe. Wären Sie dann zufrieden?