Bloggertreffen, Nachlese oder wie man ein Blog in eine Identitätskrise stürzt.

Vieles ist bei den üblichen Verdächtigen schon erwähnt worden *überleg* ein kurzer Abriß von meiner Seite.

Der Abend war sehr angenehm, der Milchkaffee trinkbar, ich habe hingefunden und sogar einen Parkplatz bekommen. Was will ich mehr? Leute treffen, Gedanken einsammeln, Stimmen und Gesichter erleben. Einige Gedankengänge schwirren immer noch im Kopf herum und beschäftigen mich, andere hinterlassen ein Lächeln oder arten in Betriebsamkeit aus. Und sonst?

  • Leute, die am Folgetag um 8 Uhr morgen Reviews haben, sind zu bedauern (ich liege da normalerweise noch im Tiefschlaf …). Ich hoffe, es war trotzdem erfolgreich :o).
  • Der Blick auf die anwesende Bloggergemeinde hinterließ bei mir den Eindruck, daß Blogger besser im Leben stehen als z.B. Chatter. Durchweg waren sie älter (von Jungspunden mal abgesehen), wirkten lebenserfahrener? Normaler? Laut Wirtin waren wir „so komische, sowas wie Computerleute“.

    Das Gespräch mit Scott hinterließ bei mir die Frage, ob man ein gewisses Maß an Selbstvertrauen braucht, um zu bloggen. Oder ob man – anders als im Chat – weniger abhängig vom ständigem Feedback ist und primär für sich selber bloggt – Leser trotzdem willkommen.

    Oder sind wir einfach nur exibitionistischer veranlagt? Ich werde das Bild in meinem Kopf demnächst auf der nächsten Berlin-Channelparty überprüfen.

  • Scott als Amerikaner, Tarik Joniot als Franzose, und auf einmal werden alltägliche Dinge etwas besonderes, eben weil sie in anderen Ländern nicht so laufen wie bei uns. Gerade diese Unterhaltung zeigte mir, warum immer nach Usa blicken wenn Europa vor der Tür liegt? Wo ist der European Blogger Ring, wo das blogg.eu?
  • Malte behauptet, ich hätte sein verkapptes Blog in eine Identitätskrise gestürzt. Von wegen, seine Seite ist nur ein wenig anachronistisch in vi handgebaut und es fehlen elementare Elemente. Was für ein Aufwand, wo doch ausreichend Blogtools für jeden Geschmack existieren *g*. Hätte er wenigstens eine Kommentarfunktion, könnte ich seinen Eintrag ja kommentieren, aber so … bleibt auch der Hinweis, daß der zweite Link auf Jörg falsch ist, ungeschrieben.
  • Communities mit Anmeldung zum Kommentieren sind böse und wirken wie Inzucht unter Bloggern. Und ich bin nicht die einzige, der weibliches Befindlichkeitsgehabe auf die Nerven geht. Wer freiwillig in ein Reservat geht, soll sich nicht beschweren, daß sie in einem solchen drinsteckt.
  • Sibylle (die ich bedauerlicherweise immer Sybille schreiben will), die Frau aus dem Hamburger Haufen, die ich cross-dienstemäßig schon ein paar Jahre kannte, sah anders als angekündigt phantastisch aus – mit und ohne Kind.
  • Cross-dienstemäßig, diesmal gemixt mit Real Life, wird sie geschlagen durch Martina, die ich via diverser Mailinglisten, ’ner Visitenkartenparty, Blog usw. kenne, aber irgendwie haben wir eine längere Unterhaltung noch nicht hinbekommen – kommt auch noch. Hamburg ist ja nicht so weit.
  • Bei den Namensschilder wäre der Blogname praktisch gewesen, einen Moment lang ging mir durch den Kopf: Warum nicht kleine Screenshots mitnehmen, mit Blogurl? Bei auffälligen Layouts kann man die Leute viel schneller zurordnen.

    Auf die Idee hat mich bestimmt der „wolle Foto kaufen“-Typ gebracht. Nein, daß jemand mit einer Polaroid durch Kneipen läuft ist mir vorher noch nicht untergekommen.

  • Die Überraschung des Abends war, daß sowohl Tarik als auch Loic sehr gut verstehbares Englisch sprachen – ich bin beeindruckt und revidiere mein Voruteil, Franzosen könnten kein Englisch. Tarik schien sogar Deutsch zu können. War er wirklich ein Franzose? *zweifel*
  • Wer sich noch nicht auf Loics Wikiseite eintragen hat, möge das doch bitte tun, damit man weiß, wer da war. (Habe ich etwas übersehen, warum man einen Link auf seine Seite in einem Wiki als [Url Url] angeben sollte?)

In Summe? Weniger Überraschungen als bei einem sonstigen Netzler-Treffen. Auf der anderen Seite auch wieder nicht so verwunderlich, wir schreiben über unser Leben, unsere Gedanken, unsere Freuden und Leiden, was bleibt da noch nach ausser Gesichter zuordnen? :o)

Ach ja, Mai hört sich sehr gut an. Und ich freue mich ein klein wenig darüber, kein Elfmeterschiessen verpaßt zu haben. ;o)

Hm. Wäre Hamburg nicht auch perfekt für eine RBP? *duck*

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. *gähn*, so dass war jetzt das vierte & letzte mal ‚vi pub/archive/04/03/11/01.php && ./sync.sh‘.
    Die Polaroid-Jungs haben wirklich inzwischen die Rosen-Heinis abgelöst; keine Ahnung wer nerviger ist/war.
    [url url] isses weil Du bei einem von beiden nen Text für den Link angeben kannst, frach mich aber nich bei welchem.
    So, der Jungspund hatte heute morgen auch um 8.00 auf der Matte zu stehen und verabschiedet sich jetzt in die Haia und träumt von Kommentarfunktionen…

  2. Ich finde es bewundernswert, daß Du Dir diesen Nervkram freiwillig antust. Faulere Menschen leben da weitaus bequemer ;o)
    Wiki: Ja, ich kenne die Syntax, ich meine beim hinteren Teil. Aber hier, wo man die Url auch als Text anzeigen will … nun habe ich keine kleine Weltkugel davor, aber das macht nix.
    Und mach hin mit der Kommentarfunktion. ;o)

  3. Das Review ging gut. Kein Problem morgens beim aufstehen. War ja such gegen 12 zuhause. Tarik ist Algerier in Frankreich geboren. Er ist 23 und möchte mal Prösident seines Landes werden. Ist Loic Bretone (wegen seines Names)? Was ist RBP??

  4. 23: Da sieht man die Welt noch mit anderen Augen *g*
    RBP: Relay-Blog-Party, in Anlehnung an die Relay Parties der Ircer. Nicht nur Hamburger und Umland, sondern ganz Deutschland. Weniger Conference, mehr Party. 😉