„Darf ich bitte einmal Spucktüten und Erfrischungstücher haben?“

Dieser Satz, geäußert beim Einsteigen in den Flieger, löste auf beiden Richtungen Erstaunen mit leichtem Entsetzen bei den Flugbegleiterinnen aus.

„Ist Ihnen schlecht? *besorgtguck*
Nein, aber mir wird nachher schlecht, und ich werde höchstwahrscheinlich spucken.
„Aber wir fliegen ganz ruhig / der Pilot kann fliegen!“
Danke, aber ich weiß, was auf mich zukommt. :))
Irritierte Blicke.

Wie sich herausstellt, wäre das eine gute Masche um eine besondere Behandlung zu bekommen. Auf dem Hinflug bekam ich am Ende für meine Leiden ein kleines Carepaket mit zwei kleinen Flaschen Wein und ein paar Lindt Schokopralinchen aus der Box der ersten Klasse. Auf dem Rückflug hätte ich Kamillentee bekommen können.

Wäre, denn ich leide wirklich. Der Hinflug (13:20) endete beim Abstieg mit Entleeren des (aus Erfahrung) nur mit stillem Wasser und Karotten gefüllten Magens. Es rächte sich auch sehr, am Gepäckband des Nachmittags gegen drei eine einzige der Lindt-Dinger zu mir zu nehmen (im Sinne von: wenigstens irgendwas im Magen), durfte doch der Lufthansa-Bus nach München einmal kurz halten, da ich mich noch mal übergeben musste.

Auf dem Rückflug (mit anschließendem Flug) war ich schlauer und habe für die Busfahrt danach noch Spucktüten und Erfrischungstücher eingepackt. Dieser „glückte“ jedoch: Nur Kopfschmerzen, keine Spucken. In meiner Welt ist das als Erfolg zu verbuchen. Der Pilot hatte nämlich einen eher konstanten Senkflug; anders der Hinflug, dort gab es etappenweise Senkungen.

Für den Traveliner danach hatte ich eine Stunde Zeit meinen Gleichgewichtssinn wieder zu beruhigen und habe jetzt einen Vorrat von 6 Tüten, den ich zur Sicherheit gleich wieder in den Koffer packe – damit ich es beim nächsten Mal zur Hand habe im Bus. :))

Thema clever sein II: Hatte ich doch in Lübeck zwei Flaschen stilles Wasser gekauft, und eine mit nach Muc genommen. Und wie Lyssa am Flughafen noch was von Wasser sprach, wollte ich just begeistert von meiner Meisterleistung erzählen, Wasser für den Rückflug dabeizuhaben. Bis mir einfiel, daß ich dieses just wieder zurück nach HAM eingecheckt hatte …

Nun ja. Nicht zur Strafe, nur zur Übung. :) Erwähnte ich schon, daß ich meine drei Flüge nach USA gebucht habe? Wie steil muß man in SFO / LAX und LHR eigentlich runter gehen?

[Cool sein 2006 – nur noch in Flughafencodes von Städten reden. ;)]

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Der Landeanflug in SFO ist lustig: Ob er steil ist oder nicht weiss ich nicht, habe ich nie drauf geachtet. Aber normalerweise kommt man ueber’s Wasser rein. Insbesondere wenn man am Fenster sitzt sieht es fast so aus als ob man im Wasser landet, da die Bahn direkt am Wasser anfaengt.
    LAX ist auch interessant, da kann man fast in die Buerogebaeude reingucken an denen man vorbeifliegt. Oder andersrum in die Flieger reingucken, ich habe da mal 8 Monate gearbeitet. Nach einer Weile kannte man ziemlich viele Fluglinien, die flogen ja alle am Fenster vorbei. Beim Abflug bekommt man dafuer mit etwas Glueck eine schoene Sicht ueber die riesige Bucht und die Straende. Zumindest durfte ich mich damals so von Los Angeles verabschieden.
    Und LHR kommt drauf an, duerfte aber vergleichsweise steil sein weil das Mistding ja eigentlich mitten in der Stadt ist inzwischen. Falls die Queen nicht zuhause ist darfst Du ihr eventuell in Windsor in den Garten gucken, ich habe schon so einige Anfluege ueber Windsor erlebt. Aber auch schon ueber das Zentrum von London, die sind schon beeindruckend, wenn’s Wetter mitspielt.

  2. Und wenn man rausschauen kann. Das geht bei mir bisher nur beim Starten … :)

  3. Zur Abhärtung empfehle FNC. Ist zwar etwas langweiliger, seit die Landebahn verlängert wurde, dafür geht es jetzt richtig aufs Meer hinaus. Da gehen die Piloten schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb richtig in die Eisen.
    Auch gut: DBV. Da der Anflug entlang der Küste geht und im Osten hohe kahle Berge liegen, gibt es richtig knallige Fall- und Scheerwinde. Die FIBEP-Kollegen aus CDG hatten drei Anflüge und sind dann doch in SPU runter. Nach K.. im Flugzeug hatten die danach auch im Bus nach DBV nochmals das Vergnügen (Serpentinen).
    Und innerdeutsch: Wie wäre es mit DB von Hbf zu Hbf.

  4. Ich möchte spuckfrei ankommen, nicht abgehärtet werden.
    Und innerdeutsch: Es dauert halt sehr lange ans andere Ende der Republik zu kommen. :(
    Hugo: Send names – ich möchte gerne mal testen, ob die vorher die gleiche Árt von Beschwerde hatten?