Die BBC spielt Beethoven Nr. 5 – zu schnell?

Beethovens fünfte Symphonie war meine erste CD neben der Maxi Lullaby von The Cure; und auch heute noch mag ich die Symphonie sehr gerne. Als die BBC nun die ersten fünf Symphonien veröffentlichte (klassische Mixed Tape sozusagen), habe ich natürlich zugeschlagen und sie runtergeladen.

Allerdings frage ich mich – gehört die so schnell? Ich habe meine Karajan-CD nicht griffbereit, doch nagt das Gefühl an mir, die sei zu schnell gespielt. Hm.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich mich wirklich auf die Neunte freuen darf – ich mag hauptsächlich den Gesang am Schluß. Und seitdem ich einmal Georg Solti mit dem Chicago Synphonic Orchestra kaufte weiß ich: Frooooide schäner Gutterfanken ist nicht ganz die Variante, die ich hören will … 🙂

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Interpretationssache. Und Geschmackssache.
    Ich habe auf die Schnelle drei Versionen in meiner CD Sammlung gefunden. Eine zieht das ganze in knapp ueber 31min durch. Eine andere braucht an die 34min. Da liegt die BBC Aufnahme ungefaehr in der Mitte (das mp3 file zeigt mir 33min an, allerdings ist da die Ansage dabei).
    Fuer die BBC Aufnahme habe ich die Zeit nicht, aber das Allegro con brio z.B liegt zwischen 7’31 (George Szell) und 8’38 (Leonard Bernstein).
    Musik ist ja auch immer eine Interpretation, da muss man mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rechnen. Und Karajan hat halt seine Interpretation, richtig oder falsch.

  2. Ich wußte beim Tippen, da war was falsch: Die erste gekaufte war die von Bernstein und nicht von Karajan – den habe ich auf Platte. 🙂

  3. jo, wie oben schon angemerkt wurde: es gibt kein richtig oder falsch. solti war halt ein echter rocker. mir gefällt sein „speed-classic“ stil — kommt bei mozarts oder verdis requiem richtig bratzig .. hab noch nie ein anderes „dies irae“ gehört, das so heftig und wie eine wand auf einen zurollt.

  4. Und Karajan ist dafür bekannt gewesen, alles besonders laaangsam anzugehen. Fand ich immer ziemlich gewöhnungsbedürftig… Daher auch sein Spitzname „Karawan“ 😉

  5. Karajan, langsam? Dann hab ich wohl was verpasst. Ich habe hier zwei Einspielungen der Neunten liegen, eine Ostberlin, eine Westberlin.
    Suitner braucht für die gesamte Aufnahme 71:08 Minuten,
    Karajan schafft das gleiche in drei Minuten weniger…wieviel aggressiver kann man die Neunte denn noch spielen? Geht das überhaupt?