Die diebische Elster …

Wundert mich eigentlich, daß noch niemand (=niemand aus meiner Blogroll) auf das amüsant böse Editorial der Ix gelinkt hat:

Solche Details erfahren Sie nicht etwa bei www.elster.de, Ihrem zuständigen Finanzamt, der Oberfinanzdirektion oder gar dem Bundesfinanzministerium. Fragt man dort nach, bekommt man zum Beispiel zum Thema Authentifizierung mehr Antworten, als einem lieb sein kann: Wie ist gewährleistet, dass Malermeister Müller nicht die Voranmeldung für seinen Konkurrenten Schulze abgibt?

Die OFD Berlin meinte dazu, es käme wie beim Online-Banking ein PIN/TAN-Verfahren zum Einsatz. Bei der Elster-Hotline hieß es, das eingesetzte Verfahren sei geheim. Im zweiten Anlauf erklärten daraufhin die Berliner, man brauche keine besondere Authentifizierung, die Angabe von Steuernummer und Unternehmen reiche.

Das Bundesfinanzministerium kann sich unter dem Begriff „Authentifizierung“ nichts vorstellen und verweist an die Elster-Hotline. Von der OFD Erfurt schließlich hieß es, zur eindeutigen Identifizierung gebe es eine Nummer.

Was bleibt, sind Fragen. Und die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen. Was angesichts der chaotischen Informations- und Sicherheitslage die vernünftigste Lösung sein dürfte.

Wie war das gleich noch mal mit der Aussage „ach, meine Steuernummer kann da ruhig rauf, kann eh keiner was mit anfangen“.

Was mich daran erinnert, daß ich diesen Schrieb ev. auch noch absenden wollte – ich bin zwar nicht umsatzsteuerpflichtig, aber man weiß ja nie …

Update: Auch die Welt berichtet über die Möglichkeiten und zitiert einen Mitarbeiter der Finanzverwaltung „Mit einem Einsatz des vor Mißbrauch gesicherten Systems sei jedoch nicht vor dem nächsten Sommer zu rechnen.“ (dank an Karsten Büttner für den Link)

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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