Die Flut: Wasser und Informationen

Guter Artikel in der Zeit und ausführliche Berichte in der englischen Wikipedia unter 2004 Indian Ocean earthquake.

So schrecklich die ganze Sache ist, möchte ich ihr etwas Gutes abgewinnen: „Information at my fingertips“ funktioniert. Zugegeben, man sollte ausreichend Englisch können; aber dann erlaubt mir das Netz Informationen zu sammeln und mich zu informieren – ohne das ich auf die mehr oder minder gleichgeschaltete Berichterstattung im Fernsehen oder in den Nachrichten angewiesen bin.

Wenn ich aus drei Tagen @home etwas mitnehme, dann dieses: Da dort nur rudimentär Internet zur Verfügung stand, habe ich quasi die Weihnachtstage mit Zeitung (weniger) und TV (mehr) verbracht und bin entsetzt, wie wenig Informationen daraus zu entnehmen waren bzw. wie häufig die gleichen Informationen wiederholt wurden.

Es hat mir sehr stark bewußt gemacht, wie informiert ich normalerweise durch das Internet bin. (Und kommt mir bitte nicht mit Informationsüberflutung – das kann man lernen. ) So dumm ist der Werbespruch der Telekom also gar nicht: Ich lebe online.

Unplugged ohne den Rechner, ohne Internet zu leben geht, selbstverständlich. Doch der Internetzugang hat für mich inzwischen einen Status erreicht wie Telefon, stärker noch. Es fragt ja auch kaum jemand ‚können Sie ohne Telefon leben? Sind Sie abhängig?“ Festnetz, nicht Händy Ihr Banausen.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. TV, Radio (und auch Printmedien) sind Push-Medien, müssen also ständig einen Output-Stream liefern. Bleiben neue Erkenntnisse aus, so lassen sich auch keine neuen Inhaltsschnipsel generieren, also sendet man alte Schnipsel erneut, kombiniert die Schnipsel anders, kommentiert sie neu usw.
    Webseiten (als Pull-Medien) werden mit neuen Inhalten gefüllt, wenn es Neuigkeiten gibt.
    Insofern müssen sich TV und Radio wiederholen.

  2. Ich kann dir nur beistimmen, aber eben nicht nur seit dieser Katastrophe. Aber es kommt darauf an, was für welche Umstände und Ereignisse sich ereignen. Früher hatte man im Internet einfach die Möglichkeit mehrere News-Sites und Zeitungen zu vergleichen, heute ist mittlerweile jeder user ein eigener Berichterstatter. Es ist auch ein Positivum, dass vor allen Agenturen, die Seiten einiger Flickr-User die neusten Bilder veröffentlicht haben.
    Ich denke auch dass die Informationsflut früher etwas überbewertet wurde, denn man kann sich schnell daran gewöhnen und für sich filtern.