Eindeutiger Fall von „selbst schuld“

Es gibt Versprechen, die macht man nicht. Da weiß man schon, wenn man sie hört „Das gibt richtig Ärger. Junge, laß das sein!“. Das letzte Mal hatte ich diesen Gedanken, als ich von Clement und seinem „Rufen Sie mich an, wenn Sie die Hartz-Formulare nicht ausfüllen können“. Ich denke, der Herr lernt gerade Bürgernähe.

Genauer sein Sekretariat oder wer auch immer die Nummer abnimmt. Aus dem Spiegel:

Das Ausfüllen des Fragebogens zum neuen Arbeitslosengeld II ist offenbar nicht so einfach, wie es sich Wirtschaftsminister Wolfgang Clement vorstellt. Sein Angebot, bei Fragen persönlich weiterzuhelfen, sorgte für eine Flut von Telefonanrufen. Probleme gab es auch bei der offiziellen Hotline und der Website „arbeitsagentur.de“.

Dankenswerterweise finden sich bei hartz.blogg.de die Adressdaten von Herrn Clement (gehört auch sonst auf die Blogliste).

Das eigentliche Problem hinter den Formularen sehe ich in der – mal wieder – nicht-empfängergerechten Aufbereitung bzw. im Prinzip „nicht (nach-) gedacht“. Man kann solche Formulare und Anträge so gestalten, daß auch ein normaler Mensch sie ausfüllen kann. Apropos normaler Mensch: Irgendwo war von dem Akademiker die Rede, „selbst er“ habe es nicht geschafft – geht da etwa jemand von der irrigen Annahme aus, ein Akademiker wäre ausreichend nah am realen Leben dran, um als Testobjekt herhalten zu können? ;o))

Ich empfehle übrigens E-Mail an wolfgang.clement@bmwa.bund.de. Telefone haben eine natürliche Begrenzung, Mail hat mehr Kapazität.
(Nik, Dein Auftritt.)

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar