Erfolgreich angestellt

Das Social-Networking-Spielzeug openbc, gedacht für Business-Kontakte für erfolgreichen Menschen, sieht als Status folgende Unterscheidungen vor: Unternehmer, Freiberufler, Angestellter.

Ich hadere ja schon damit, daß ich nicht weiß, welche meiner beiden Berufsseiten (die Angestellte in einer Großbehörde im Controlling mit ein paar Sonderaufgaben oder die freiberuflich unternehmerische Ideengeberin mit der Mission, erfolgreich zu verwirren) ich in den Vordergrund stellen soll. Es geht aber nur das eine oder das andere. Es gibt aber einen Grund, warum sich diese beiden Seiten perfekt ergänzen und vorantreiben. *seufz* Ich werde mir das noch mal genauer ansehen.

Zurück zu den verschiedenen Status. Es gibt eine solche Menge hochqualifizierter Menschen, die momentan arbeitslos sind und für die diese Kontaktbörse nützlich sein könnte. Die mit ihrem Wissen zu den Netzwerken beitragen könnten, Inhalte liefern könnten. Denn die Zeiten, in denen nur das faule Obst rausgeworfen wurde, sind schon lange vorbei.

Eine dieser intelligenten Frauen sagte daher auch gerade:

sie: ich wuerde mein profil ja gerne vervollstaendigen, aber die haben kein feld fuer „arbeitslos“ und „noe, arbeitgeber is‘ nich“. das ist offenbar fuer sehr erfolgreiche menschen 🙂
me: *nick*
sie: ich koennte natuerlich so tun, als sei ich selbstaendig.
me: ich würde angestellter nehmen. momentan bist du angestellt beim arbeitsamt.
sie: ja, stimmt. das ist ein sehr grosser arbeitgeber.

Bedauerlicherweise.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Den Nutzen sehe ich nicht so richtig. Community bilden ist ja zur Zeit „in“. Fast zwangsläufig bin ich in 3 Alumni-Netzwerken, 3 Berufsverbänden/organisationen, einem „Alte-Jungs-Netzwerk“, Partei, Schützenverein, Feuerwehr, …. We braucht noch ein weiteres?
    Netzwerken alleine bringt auch kein Geld ein. Und im Zweifelsfalle zählen doch die alten persönlichen Netzwerke und nicht ein neues virtuelles.

  2. „Netzwerken alleine bringt auch kein Geld“ – wie hast Du denn Deine persönlichen Netzwerke aufgebaut, wenn nicht durch Netzwerken?
    Wenn Du keinen Nutzen darin siehst, warum bist Du dann in der Liste wie von Dir beschrieben drin? (Wer keinen Nutzen darin sieht, pflegt die Daten auch nicht „richtig“, und schafft so mal wieder die sich selbst-erfüllende Antwort. )
    Was mir an Orkut und auch an openbc gefällt: Es erlaubt mir, mein bestehendes persönliches Netzwerk zu vertiefen und mir Informationen zu füllen. Es ist ein Pflegetool kombiniert mit ein paar für mich spannenden Dingen. Für mich, in einer für mich sinnvoll arbeitenden Weise.
    Ich habe in den lezten Jahren eine Menge Freundschaften jeglicher Art geschlossen, die ausschließlich virtuell begonnen haben. Ich habe Leute verbandelt und wurde verbandelt. Online.
    Das „virtuelle Netzwerk“ ist kein neues, für sich selbst stehendes Etwas. Es ist ein weiteres Werkzeug, um ein persönliches Netzwerk zu organisieren, erweitern, aufzubauen.

  3. „Den Nutzen sehe ich nicht so richtig.“
    Ich schon: 180 bestätigte Kontakte z.Zt., teilweise hoch qualifiziert. Eine Kooperation mit wer-weiss-was.de und mit den Gründern von openBC unterhält man sich auch mal öfter per normaler E-Mail oder weiß neue Features schon vor anderen.
    „Vor lauter interessanten Kontakten vergisst man sehr leicht den Zweck, nämlich einen (finanziell) weiter zubringen.“
    Das ist *extremst* kurzfristig gedacht. Aufträge (zumindest die, von denen man leben könnte) werden immer noch nicht virtuell vergeben. Dennoch schafft man die Basis für gute Kontakte und ich habe für uns über openBC schon einen Großkunden und diverse weitere Sachen acquiriert. Man muss nur wissen, wie man es anstellt, und sich nicht der kurzfristigen Illusion hingeben. Professionell zu agieren heißt auch, mittel- bis langfristig zu denken.
    Zu nisi:
    Es gibt eine Reihe von Leuten, die in Ihrem Profil auch „arbeitslos“ oder „arbeitsuchend“ angegeben haben. Ich sehe das Problem nicht, genauso wenig wie ich das Problem sehe, dass du eben deine zwei Tätigkeiten mit ins Profil aufnimmst. Und es ist IMHO sowieso am besten, sich für eins zu entscheiden: die Angestellte in der Großbehörde oder die freiberufliche Ideengeberin (und eines der beiden kann man ja dann noch in die beruflichen Stationen mit aufnehmen. Ich bin Chefred des PHP Magazins, organisiere die PHP Konferenzen mit und mache noch diverse andere, eigenständige Dinge, die ich ebenfalls alle mit angegeben habe).

  4. Klar muss sich das auch finanziell auszahlen. Aber natürlich nicht sofort und jetzt. Nur bei Investitionen in die Zukunft schaue ich mir genau wie bei der Geldanlage sehr gut an, wo ich investiere. Mit ausschließich persönlichen Netzwerken vor Ort kommt niemand weiter. Viele Partner, mit denen ich zusammenarbeite, habe ich nie persönlich gesehen. Das geht auch gar nicht anders, wenn man internationale Projekte macht. Die Kommunikation läuft über e-mail und Projekt-Web-Sites. Wichtig ist jedoch Expertise, Vertrauen und Zuverlässigkeit. Genau da bin ich skeptisch beim Boom dieser neuen „Marktplätze“, die einem versprechen, „Wir bringen Sie zusammen“.