Es fährt ein Zug … längst aus dem Bahnhof

Heute in der Telepolis: Virtuelle Russendisko weiter im Netz. Über den Versuch der Musikindustrie, einen längst abfahrenden Zug anzuhalten:

Immerhin zahlte sich im September 2003 die eifrig bei Politikern betriebene Lobbyarbeit der Phonoverbände aus. […]

Wohl selten zuvor hat ein Wirtschaftszweig in Deutschland eine ähnlich umfangreiche staatliche Alimentierung erfahren. Doch auch diese Stütze des Gesetzgebers nutzte wenig. Während die Verbände weiterhin zurückgehende Tonträgerumsätze beklagten, hatte mit dem Computerhersteller Apple inzwischen ein Branchenneuling das Musikgeschäft aus dem Internet übernommen. […]

Für die deutsche Musikwirtschaft könnte sich das Urteil der Münchner Richter indes zum Pyrrhussieg entwickeln.

Musikliebhaber, die allofmp3 bislang noch nicht kannten, werden spätestens durch die öffentlich zur Schau gestellten Pannen der Plattenfunktionäre und ihrer Anwälte darauf aufmerksam geworden sein. Selbst wenn eines Tages dieses Angebot für deutsche Computer gesperrt werden sollte, warten bereits Wettbewerber wie mp3search mit ähnlich günstigen Preisen und vergleichbar ausgefeilter Technik auf deutsche Kunden.

Wenn ich jetzt eine Anleitung schreibe, wie man mit handelsüblichen Mitteln eine CD rippt, werde ich dann auch verklagt?

Übrigens, itunes kann jetzt auch Podcast. Mit ganz viel kostenloses Programmen und auch mit ganz herrlichen Musik-Podcasts, wie zum Beispiel von der musicpodcasting.com oder auch Accident Hash. Mit Links zu den Künstlern, wo man oft direkt die CD kaufen kann. Oder auch einzelne Songs.

Wie zum Beispiel bei Paul von Future Shock. 🙂

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(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Folgendes sollte man NICHT machen, weil man sich sonst ggf. strafbar macht:
    1.) …
    2.) …
    Alles nur eine Frage der Formulierung 🙂