Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund.

Gestern, während ich im Erkältungsdelirium vor meinem Rechner saß (es geht mir also nicht sooo schlecht, aber immer noch schlecht genug um eigentlich ins Bett zu gehören), flatterte mir auf einmal was an der Nase vorbei.

Nach dem ersten Schreck sah ich, daß es kein gemeiner Falter, sondern ein Tagpfauenauge war. Mein spontaner Gedanke war einfangen und raussetzen, bis ich mir die Temparaturen draussen bewußt machte, und dem kleinen Gesellen ein paar Gnadentage im Warmen gönnen wollte.

Beim Einschlafen zuckten mir kurz der Gedanke durch den Kopf, ob er hier drin überhaupt ausreichend Nahrung und Wasser erhalten kann, oder ob die verbleibenden Tage noch ausreichend anders versorgt sind.

Heute morgen jedoch hatte mein Samaritersinn genug – flatterte das Viech mit einer solchen Hartnäckigkeit am Fenster rum, daß ich davon aufwachte – den Wecker kurz zuvor hatte ich verschlafen … Außerdem scheint jetzt die Sonne – den heutigen Tag soll er dann lieber flatternderweise draussen verbringen.

Mmh . Wikipedia sagt „Zur Überwinterung verweilen sie „zusammengeklappt“ auf Dachböden, in Kellern oder Höhlen.“ Dann habe ich ihm hoffentlich eine warme Zwischenübernachtung geboten. Oder hatte es bereits, und die Tatsache, daß ich auf einmal die Heizung anhatte, läutete einen vermeintlichen Frühling ein – wenn das mal so einfach wäre. 🙂

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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