Gesundheit ist keine Ware? Aber hallo.

„Gesundheit ist keine Ware. Deshalb werden wir den Mehrheitsverkauf des Landesbetriebs Krankenhäuser (LBK) verhindern. Private Firmen können sich beteiligen, aber nur bis maximal 49 Prozent.“ So just gelesen auf dem Wahlblog von Thomas Mirow.

Als Idee für das geneigte Publikum: Fallpauschale (DRG). Bis zu 70% Personalkosten mit Tarifsteigerungen der letzten Jahren bei gleichzeitigen massiven Budgetkürzungen auf der anderen Seite. Geht rechnen.

Interessantes Beiwerk: Da die Medizintechnikgerätehersteller geschlafen haben, die Pharmaindustrie aber nicht, sind die Anteile für Medikamente in den Fallpauschalen gestiegen, der Rest gesunken. So sichert man sich das Geschäft für die nächsten Jahre.

Gesundheit keine Ware? Gesundheit ist schon lange eine Ware und eine Megaindustrie. (Mein Arbeitgeber verdient nur an dem Kuchenteil, der bei einem durchschnittlichen dt. Krankenhaus 2.2% ausmacht.)

Die nächsten Jahre werden auf dem Krankenhausmarkt Umwälzungen mit sich bringen, die sich gewaschen haben. Und, sorry: Welche Firma wird so dumm sein, sich geldlich beteiligen zu dürfen, aber nichts zu sagen zu haben? In Kombination mit öffentlichen Einrichtungen? Bei der abzusehenden Finanzmisere der deutschen Krankenhäuser ist in den nächsten Jahren? Hallo McFly, jemand zuhause?

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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