Gut, daß ich weiß, daß ich Schutz brauche!

Lese ich gerade bei Heise „Grüne warnen vor Nebenwirkungen von Suchmaschinen„:

In der Broschüre selbst, die den Titel „Suchmaschinen: Das Tor zum Netz“ trägt, wirft der Autor Harald Neymanns zunächst einen Blick auf das Suchverhalten der Nutzer und die Eigenarten der Suchdienste. Er verweist darauf, dass Suchmaschinen keine neutralen Instanzen sind, die „mathematisch verlässlich“ die besten Ergebnisse liefern. Es sei daher bedenklich, dass lediglich 40 Prozent der User einen zweiten Anbieter zu Rate ziehen würden.

Und ich fühlte mich bisher sicher, weil ich bei meinen Suchen mit nur einer Suchmaschine an die von mir gewünschten Ergebnisse komme.

Dabei überprüfe ich gar nicht mittels eines zweiten Anbieters! Zum Glück gibt es aber besorgte Politiker, die mir in gewohnter Tradition helfen werden: Anstatt dafür zu sorgen, daß ich als Nutzer mein Hirn einsetze, wird man bestimmt bald Suchmaschinen vorschreiben, von der Konkurrenz die Suchlisten einzublenden. Oder ähnliche Glanzleistungen.

Eine sinnvolle Alternative wäre es, den Bürger dazu zu bringen, mehr selber nachzudenken, reflektierter mit Inhalten umzugehen – aber das würde anderen Interessen zuwiderlaufen.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn die Bürger mehr nachdenken würden, würden sie sicherlich die Politiker nicht wählen.

  2. Schön finde ich, dass die beiden im Artikel genannten zwei echten Berufspolitikerinnen sind, die ausser Politik nicht viel gemacht haben im Leben. Die können sich sicher sehr gut in meine Anforderungen an Internet-Recherchen reindenken und mir ein paar Tipps geben.

  3. Da haben sie sich doch wenigstens auf die wichtigen Dinge konzentriert – und Du mußt das anders sehen: Du weißt doch gar nicht, was gut für Dich ist! 🙂

  4. Naja, so ganz unproblematisch ist ein (Quasi-)Monopol bei Suchmaschinen ja wirklich nicht – gerade im Hinblick auf den Normalnutzer – Freaks und Cracks wissen immer, wie sie an bestimmte Dinge kommen können. Allerdings ist den Grünen wirklich zuzutrauen, als Reaktion eine absurde Regulierung ins Auge zu fassen. Die waren eindeutig besser, als sie noch Opposition waren…