Hidden values und Blogkinder

Lilia schreibt in The power of lurking:

I’m thinking about „core“ vs. „fringe“ in a community and at this moment it’s more about a „fringe“… As far as I know there is not enough attention paid to legitimate peripheral participation in communities, to the „learning“ and „belonging“ effects of lurking (I may be missing something here, any pointers are welcome).

Für viele Knowledge Worker ein nicht uninteressanter Gesichtspunkt, um Investitionen in diesem Bereich zu begründen.

As I wrote before, there is a great value of an on-line community as a content provider: it could be a small group generating most of the discussions, but many people can benefit from finding and learning from them.

Mein Reden seit Ewigkeiten. Eine Plattform muß in der Anfangszeit gesteuert mit Inhalt und vor allem Diskussionen versorgt werden. Nach einer Weile folgt das ‚Fußvolk‘ und macht auch mit.
Eine kleine Gruppe von aktiven Teilnehmern beeinflußt nicht nur Inhalt, sondern auch Form und Selbstverständnis einer solchen Community. Damit das Fußvolk folgt, muß es Vertrauen haben. Vielleicht traut sich jemand deswegen nicht teilzunehmen, weil er nicht schnell tippen kann. Sieht so jemand, daß Kleinschreibung akzeptiert ist und auch ein Flüchtigkeitsfehler in einer Firmenumgebung nicht zum sofortigen Rausschmiß führt, motiviert ihn das bzw. nimmt ihm die Angst. Später lernt er dann von alleine, daß es ein besseres Bild abgibt, korrekt zu schreiben.

Man betrachte das nächste Kind, was einem über den Weg läuft: Wir alle haben viel gelernt durch Nachahmung. Aber dafür muß es Vorturner werden. Und wir brauchen einen Spielplatz, wo wir lernen dürfen und nix kaputtmachen können. Und Zeit.

Ich bin daher auch nicht so begeistert von den Beschränkungen von New Kids on the Blog (maximal 30 Tage alt, mindestens 2 Artikel, maximal 20 Artikel). *Ich* habe mir mehr Zeit zum Austesten genommen, bevor ich mein Blog an die Öffentlichkeit gebracht habe – und das, obwohl ich jahrelange Erfahrung im Veröffentlichen von Artikeln + Meinungen aus dem Usenet habe. Ich habe zwei ‚Blogkinder‘, die seit mehreren Monaten laufen, wo die Autoren noch üben, einen Rhytmus des Postens oder auch nur der Inhalte zu finden. Noch sind beide unwillig rauszukommen, nicht wahr?

Allerdings wird es genügend Blogger geben, die mit der Einschränkung voll Leben können und – alles positiv gesehen – durch diesen Zwang der Welt auch ein paar nette Peinlichkeiten präsentieren. *g*

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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