Ich hätte mir ja selbst nicht geglaubt.

Komme ich heute wieder an mein Auto zurück, als mich eine ältere Frau von der Seite anpampt „Sie können froh sein, daß ich Sie nicht habe abschleppen lassen!“.

Seit ein paar Umbauarbeiten an der Arbeitsstelle ist es schwieriger einen Parkplatz zu finden (vor allem, wenn man nicht morgens um 6 da ist), und in der entsprechenden Straße gegenüber des Haupttor reiht sich eine Garagenausfahr an die nächste. In Ermangelung von freien Plätzen haben viele Bewohnner ihren Garten entsorgt und einen Parkplat draus gemacht – Einfahrt freihalten.

Gerade darum hatte ich heute morgen mich sehr über einen freien Parkplatz gefreut und mich extra versichert, nicht aus Versehen doch vor einer Einfahrt zu stehen. Just wie ich entsprechendes erwiedern möchte gleitet mein Blick auf – eine Einfahrt. Und es war hell heute morgen. Ich habe sie wirklich, ernsthaft nicht gesehen.

Verständlicherweise hat mir die Frau nicht geglaubt. Hätte ich auch nicht. *seufz*

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn sie abschleppen ließe, müsste sie die Rechnung des Abschleppdienstes begleichen (dürfte durchaus im Bereich bis rund 200/300 Euronen liegen). Die Polizei greift hier garantiert nicht ein, da eine Grundstückseinfahrt kein öffentlicher Verkehrsraum ist.
    Anschließend müsste sie die Rechnung einklagen, was ihr sehr schwer fallen dürfte. Sie müsste dann nämlich die unbedingte Notwendigkeit nachweisen, ihr Auto zum gegebenen Zeitpunkt benutzen zu müssen. Das könnte eventuell einem Notarzt in Bereitschaft (zu genau diesem Zeitpunkt) gelingen…
    So weit habe ich das einmal vor einiger Zeit in einem Gespräch mit einem Verkehrsrechtsexperten in irgendeiner Autosendung gesehen.
    Das sollte aber eigentlich niemand als Freibrief betrachten. Denn natürlich gilt vorrangig die für anständige Menschen selbstverständliche Haltung, dass man anderen Leuten nicht rücksichtslos die Hofeinfahrt zuparkt. Ärgerlich ist es aber, wenn einem das aus Versehen passiert und man sich dann mit kläffenden und drohenden Betroffenen auseinandersetzen muss…

  2. Nun, sie hätte noch ev. ein anderes Problem, daß sie hätte nachfragen können – die Kennzeichen sind beim Haupttor registriert und die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß es ein Mitarbeiter ist – vor allem „wenn das Auto den ganzen Tag da steht!“ 🙂