It’s not about faster or cheaper.

Seth Godin schreibt in Fast über das besondere Blog von Joi Ito und läßt in dem kurzen Artikel gleich noch etwas Kritik über ’narzistische Blogger‘ einfliessen:

But Joi isn’t doing what almost everyone else is doing with their blogs. The typical blog contains uninformed opinion about world events, or overlong posts about the weather or your uncle Bob. The typical blog is narcissistic and often focused on how to get other people to link their blogs to your blog, so that both blogs will rank higher in Google searches.

(Google? Wer kümmert sich schon um ein Googleranking?)

The typical blog addresses a variety of needs that already existed in the offline world: the desire for attention, the urge to express yourself, a way to pass the time at work. Not Joi’s. (To find his blog, visit http://joi.ito.com, or go to Google and type „Joi.“)

Er hat sicherlich nicht unrecht damit, aber so schlicht muß man es nicht sehen. ;o) „Desire for attention“ möchte ich ersetzen durch „Verlangen nach Austausch“. Der Artikel hat jedoch mehr als nur Gejammer, er zeigt den Benefit auf.

Banner ads are just online billboards. Email is just an online fax. Search engines are just a better, faster library. We didn’t change our lives–we just used the Net to make our lives faster and more flexible.

Used to – genau. Nachdem die Bedienung des Netzes endlich einfach genug ist für nahezu jedermann, kommen die Leute und kümmern sich nicht mehr um die Bits und Bytes – sie nutzen es einfach. Für viele der Untergang, aber für die Mehrheit fängt der Spaß jetzt an. Wozu muß ich wissen, wie eine rohe HTTP-Verbindung erledigt wird, wenn ich stattdessen Inhalt geben kann? Und bevor sich wieder jemand beschwert, ich wüßte nicht, wovon ich rede: ich kann mich notfalls auf telnet-Ebene mit einem Web-, Mail- oder Newsserver unterhalten, aber wozu? Fast 20 Jahre Computererfahrung lehren mich eines: Dinge, die ein Rechner besser und schneller als ich machen kann, soll die dumme Maschine erledigen – und nicht ich.

This is the virtual organization in action. It’s about people leaning into the Web, counting on it for organization, sustenance, and psychic and monetary rewards–and doing things with it that were inconceivable just three years ago.

This is not about faster or cheaper. It’s about very fast, very flexible, sometimes very deep links with strangers who share similar goals. The end result is something that’s hard to recognize as a logical step in our organizational development. But of course, that’s just what it is.

What if we combined our existing organizations with this new thing? It’s a new sort of management that focuses on nothing but creating cool stuff fast, as part of the mob. You may not want to do it. But your competition does!

Godin bezieht es hauptsächlich auf Firmen, aber ich bin der Meinung, man kann es sehr gut auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen. Es geht eben nicht nur um schneller oder billiger. Es geht darum, das Netz zu nutzen – und das Leben reicher und erfüllter zu machen.

Das funktioniert nicht für jeden. Für mein Leben funktioniert das seit über acht Jahren sehr gut und ich bin gespannt, was noch kommen wird. Die Entdeckung dessen, was das Netz für unser Leben bieten kann, hat noch nicht einmal begonnen.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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