Killary oder lieber Hillary 2008?

Nur weil man in Geografie nicht aufgepaßt hat ;o) … Papa Scott in „The South, Extended„:

German media don’t understand American politics, so they come to some funny conclusions. Case in point: Spiegel Online suggests that John Kerry find a running mate from the South, for example Hillary Clinton (Senator from New York, birthplace Chicago). She’s been accused of many things, but being a Southerner is not one of them. (Oh, and by the way, New Mexico Governor Bill Richardson is not a Southerner either.)

Den Part habe ich für korrekt hingenommen, da ich von beiden nicht weiß, wo sie herkommen geschweige denn, ob das ‚Süden‘ ist.

Ich bin eher darüber gestolpert daß ich nicht daran glaube, daß Hillary Clinton ihre Chancen damit verbrennen wird, Vizepräsidentin zu sein, wenn sie 2008 sich für die Präsidentschaft aufstellen lassen will. Wenn Kerry gewinnt, sie Vize und der Job wird gut gemacht, warum sollte man sie dann in vier Jahren aufstellen?
„Eine Frau als Vize ist doch ein großer Erfolg, laß‘ uns dieses Team noch mal aufstellen!“ Umgekehrt, wenn Kerry einen schlechten Job macht, kann sie in 4 Jahren immer noch etwas rausreissen. Ich gestehe jedoch, keine Ahnung zu haben, wie ‚wertvoll‘ oder ’schädigend‘ ein solcher Job als Vizepräsident ist.

Ich weiß wenig von amerikanischen Verhältnissen, ich habe jedoch schon vier Amerikanerinnen erlebt, die (alle intelligent und selbstbewußt) behaupteten, man würde wählen, wie die Familie wählt. Das fällt mir sehr schwer zu glauben, aber die Selbstverständlichkeit mit der mir das präsentiert wurde, irritiert mich. Auf der anderen Seite sprachen alle vier deutsch – betrachten wir den normalen Amerikaner, ist das eine Minderheit ;o)

Zurück zu Hillary. Hillary Clinton hat bewiesen, daß eine First Lady nicht automatisch bedeutet, kuschendes Eheweibchen zu sein. Oder hat jemand die Frau von Bush (wie war doch gleich noch mal der Name? Barbara war es nicht) ausser zu Gottesdienstfernsehterminen gesehen? Zumindest der Staat Ney York glaubt daran, daß Hillary eine geeignete Senatorin ist. Eine starke Frau als Kandidatin, Ex-Präsident Bill als Ehemann und möglicher Ratgeber, Jahre Erfahrung als (nicht sonderlich zurückhaltende) First Lady – das sieht gut aus. Sehr gut. Zu gut, um es als Vize zu verbrennen.

Just for the records: Ich verabscheue es, wenn Frauen auf Positionen gehoben werden, weil das die primäre Qualifikation ist. Und oft auch die zweite oder dritte.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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