8 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Es ist ein verlorener Kampf. Die Menschen haben beschlossen auf Datenschutz zu verzichten und halten Videoüberwachung für sicher. Die wenigsten denken darüber nach, was das für sie bedeutet.

  2. Sie schwärmen doch gerne mal von den USA? Die machen es vor. Warum sollen wir nur den web2.0-Hype von dort übernehmen.

  3. Wenn man aufgibt, gewinnen die anderen noch schneller. Mein Lieblingsbeispiel in Schulungen ist immer „warum schreiben Sie eigentlich Briefe statt Postkarten und wieso haben Sie Vorhänge im Haus – was verbergen Sie?“.
    Die Reaktionen der vorher meist lautstark alles mögliche Fordernde sind dann immer sehr interessant. Nicht das es für lange anhalten würde, ich gebe mich der Illusion nicht hin.
    USA: Auf der Etech gab es eine Minivorstellung der Where 2.0 – und beim Thema Geotagging bin ich sehr gespalten. Einerseits sind die Chancen fantastisch, andererseits die Probleme riesig. Eine andere Person meinte nur „die Europäer sind bei sowas ja sowieso viel zu paranoid“ worauf ich nur entgegnete „nein, es ist nur so daß wir tatsächlich noch Datenschutz haben.“
    Man könnte so viele tolle Dinge mit Technology anstellen – und wir können / wagen es nicht weil wir wissen, wohin es führen kann. Ätzend.

  4. —Man könnte so viele tolle Dinge mit Technology anstellen – und wir können / wagen es nicht weil wir wissen, wohin es führen kann. Ätzend.—
    Ich nenne das nicht ätzend, sondern Verantwortung. Oder war das Ätzend mehr als Ausdrucks des Frusts zu sehen, dass man aufgrund seiner Verantwortung auch leider nicht die tollen Dinge realisieren kann ? Dann stimme ich dem voll zu !

  5. Willkommen in der real world.
    Das ätzend zu finden ist keine Lösung. Man muss damit Leben. Das ist auch eine Seite der freien pluralistischen Gesellschaft. In Nord-Korea könnte man das leicher lösen.

  6. Wieso sollte ich das nicht ätzend finden können? Seit wann muß ein Gefühl als Lösung daherkommen?
    Persönliche Integrität ist auch keine ‚Lösung‘. Sondern eine Haltung. Daraus entwickelt man Lösungen aber nicht umgekehrt.
    Und ich gehe auch davon aus, daß Menschen intelligente Wesen sind und sinnvolle Dinge tun. Das ist eine naive Haltung. Diese hält mich jedoch auch nicht davon ab, mich realistisch auf die reale Welt vorzubereiten. Weil die Realität anders aussieht.
    Soll ich jetzt meine Haltung ändern, nur weil mir die Realität jeden Tag etwas anderes beweist oder soll ich diese Haltung bewahren und sie (wie man so schön ‚in esoterisch‘ sagt) für die Arbeit an einer besseren Welt nutzen?
    Im übrigen braucht man da gar nicht so weit ins Ausland gehen. Da reicht es schon, daß man deutschen Unternehmen erklären muß was oder was nicht geht. In dieser freien pluralistischen Gesellschaft.

  7. Man könnte auch sein Auto für alle offen stehen lassen, wernn die Menschheit so lieb wäre und es nicht klauen würde, sondern nur mal leihen. Man könnte auch sein Haus öffnen und auf reisen in anderen geöffneten Häusern absteigen, wenn, ja wenn die Welt nicht so böse und schlecht wäre. Man könnte auch Kommunismus leben, wenn, ja wenn diese bekloppte Menschheit nicht so schlecht wäre.
    Ist das eine neue Erkenntnis für dich? Hmm…

  8. Ja könnte man. Nein natürlich nicht. Ist das ein Grund aufzuhören sich eine andere Realität vorzustellen und zu versuchen daran zu arbeiten?
    Nein, ich erwarte nicht, daß ich solche Änderungen in meiner Lebenszeit erlebe. Und beim Auto wenn ich ab und zu mal vergesse es abzuschließen (so einmal im Jahr) vertraue ich darauf, daß ein Twingo nicht das Interessensobjekt der normalen Klauer ist. 😉