Manager sollen verzichten!

Lese ich gerade im Spiegel, gefordert von Politikern.

Wenn Arbeitnehmer Einschnitte hinnehmen müssen, sollen die deutschen Führungskräfte als Vorbilder vorangehen und eigene Spar-Beiträge leisten. Das fordern Politiker aller Parteien als Signal an die Beschäftigten.

Hat jemand eine nette Seite, wo Zahlenwerke liegen, was Politiker nach ein paar Jahren Arbeit „für das Volk“ an Renten bekommen? Welche „Übergangsgehälter“ und Zuschläge sie bekommen? Wie viele das sind?

Denn bitte vergessen wir nicht eines: Spitzenmanager, auf die hier geschimpft wird, gibt es in Deutschland bei weitem nicht so viele wie Politiker und Beamte. Bitte nicht Äpfel mit ‚all you can eat“- Erdbeeren und Schlagsahne vergleichen.

Nicht, daß wir uns hier falsch verstehen, ich rede nicht von dem Polizisten mit seinen 12-Stunden-Schichten. Wir reden hier von Menschen, einmal im Landtag waren und dann Summen pro Monat erhalten, die meine Mutter im ganzen Jahr nicht erhalten wird – für ein ganzes Arbeitsleben.

Topmanager sollen mit gutem Beispiel voran gehen – und was machen die Politiker, die dieses fordern?

Bei Unsicherheiten über dieses fragen Sie Ihren Stadtpolitiker, Ihren Landtagsentsandten und Ihren Abgeordneten im Bundestag nach Bezügen, Vergütungen, Zuschlägen, Rentensummen und sonstigen Annehmlichkeiten.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

10 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. AFAIR müssen politiker zweimal hinterher in bundes-/landtag sitzen, bevor sie in genuss der recht üppigen übergangs- und wer-weiss-was-gelder kommen.

  2. Es reicht im Grunde nur 4 Jahre in irgendeinem Landtag, um etwa 1900 Euro (Steuerfrei) zu kassieren. Wie setzt sich ein Politikergehalt zusammen? Mehr bei http://www.focus.de unter http://focus.msn.de/PF1D/PF1DN/PF1DNA/pf1dna.htm?id=2440
    In meinem kommenden Leben werde ich Politiker ;-)… man muß nicht können, man braucht nur gute Beziehungen, Gehälter werden nach Gutdünken erhöht. Bevölkerung wird für dumm verkauft *sarkastischablach*, einschreiten kann die Bevölkerung eh nicht, weil sie nur Parteien wählen darf und nie zur Sache selbst gefragt wird (wäre ja noch schöner, wenn der MOPP bestimmt wo es lang gehen soll in der Republik). Weil nur Parteien, zu Sachfragen entscheiden können, werden sie sich niemals den Ast selber abschneiden, auf dem sie sitzen ;)…
    Es wird immer so schön mit der schiefgegangenen Weimarer Republik begründet, warum es in Deutschland keine Referenden geben soll. Ich nenne es dummverkaufen. Politiker musst Du sein. Heute Abend kann man sich die Schwätzer wieder bei „Christiansen“ ansehen …. zumindest „Dumme“ glauben noch, dass Politik in der Bundesrepublik demokratisch ist …. und dennoch es gibt eine Lösung; stell Dir vor es ist Wahl und niemand geht hin. Falsch, die Politiker und Parteigläubige werden imer einen Prozentsatz von etwa 20 Prozent inne haben – Begründung genug um dennoch weiter zu machen.
    Beiss … hinein …. ins Holz …

  3. Ohne Politiker in Schutz nehmen zu wollen (die sich die Zeit im Sommerloch ja auch irgendwie vertreiben müssen), kann ich mir nicht vorstellen, dass Politker die z.B. von Beck angesprochenen 6 Mio./jahr und mehr verdienen. Was die Selbstbedienungsmentalität angeht geben sich Topmanager (siehe auch Vodaphone) und Politiker sicherlich nicht viel. Allerdings verlangen eben gerade jene hochbezahlten Manager gerade von den Arbeitern die ihnen die Spitzengehälter ermöglichen Einsparungen in exorbitanter Höhe (bei Mercedes bspw.) und drohen mit Arbeitsplatzvernichtung. Das ist schon ein wenig dreist, nicht?!

  4. Stammtischzeit heute? Die „Abzocker“ sitzen unter uns. In jedem Dorf und erst recht in jeder Stadt gibt es Einkommensmillionäre. Das müssen keine Manager von Grosskonzernen sein. Ein gut gehender Betrieb/Praxis/Kanzlei, ein paar Beteiligungen hier, ein paar Abschreibungsobjekte dort, ein kleines Hotel auf Kreta, eine kleine feine Yacht in Marbella. Das macht die Ungerechtigkeit in Deutschland aus. Nicht die Spitzenmanager oder Politiker, die im Rampenlicht stehen. Es ist eine nicht kleine Gruppe, die jedoch ihren Wohlstand nicht heraushängen lässt – ausser es gilt, dem örtlichen Fussballverien unter die Arme zu helfen. Während immer mehr Bürger am Rand des Existentminimums (dank Hatz IV demnächst auch drunter) leben (demnächts mit Kinder fast 20% der Bevölkerung), gibt es nicht wenige, denen es immer besser geht. Wenn Daimler 30% Kapitalverzinsung anstrebt, dann verdient nicht Daimler daran, sondern Aktionäre, Inhaber von Schuldverschreibungen oder Optionszocker. Mal ein Beispiel? Ein exklusiver Börsenbrief, der mir zugänglich ist, hat vor einem Jahr Asienfonds empfohlen: Erfolg: 40%-50% Wertentwicklung in einem Jahr. Oder: Seit neuesten sind Hedge-Fonds in Deutschland zugelassen. Auch für Privatanleger sehr lukrativ. Rendite: min. 5-8% über Geldmarktzinsen (die ein Normalo auf sein Geldmarktkonto bekommt), also rund 10%. Klar gibts da auch Risiken. Aber am Ende werden die Verluste in irgendeiner Form immer sozialisiert.
    Die Gutverdiener ohne Namen freuen sich mächtig, dass alle Finger auf die bösen Politiker zeigen und auf Konzernlenker. Dadurch können sie in Ruhe ihr Vermögen mehren und die Tochter im schweizer Internat besuchen – nicht ohne ein paar Euro Schwarzgelder für schlechte Zeiten bei der Gelegenheit mitzunehmen und sicher zu bunkern. Auch das kann Herr Schremp oder ein Politiker nicht, da er im Licht der Öffentlichkeit steht.
    Mit diesen unbekannten Millionären kommt man nicht in Kontakt, das ist eine andere Welt. Sie nehmen nicht am öffentlichen Leben teil, ihre Kinder gehen auf Privatschulen und -Universitäten, der Urlaub wird nicht von TUI, sondern von exklusiven Reiseveranstaltern zusammengestellt und für eine Behandlung beim Arzt brauchen die kein Wartezimmer.
    Nur wer gut hinsieht und aufpasst, kann das Geld erahnen.

  5. @kiesow Wenn Du den Artikel vollständig lesen würdest, wäre Dir aufgefallen, dass jeder Minister vor seinem Ministeramt gemeine Abgeordnete waren. Dort kannst Du lesen was sie sonst als normale Abgeordnete zusätzlich kassieren.

  6. das sind aber nur unverrechnete zahlenbeispiele. es wird nicht deutlich nach welcher zeit diese beträge gelten, für wie lange oder ab wann welche beträge oder anteile gelten.
    schöne zahlen, aber die lassen absolut keine rückschlüsse zu. außer einem „die können so um x euro pensionen bekommen“.
    bsp:
    struck: mdb 4836 Euro
    schily: mdb 4697 Euro
    fischer: mdb 2936 Euro
    schröder: mdb 3194 Euro, als mdl 2107 Euro
    schmidt: mdb 4223 Euro, als mdl 2001 Euro
    stolpe: mdl 2068 Euro

  7. In diesem Zusammenhang wird gerne „vergessen“ oder „übersehen“, daß zu den Bezügen als MdB/MDL noch „Neben“tätigkeiten als Aufsichtsrat von Unternehmen (mit Beteiligung von Stadt, Land oder Bund) kommen. Da kommt schnell ein nettes Nebeneinkommen (für minimale) Arbeit zusammen.

  8. btw schöne Ergänzung von Wolfgang unter sns1.de/partner/flamme/wflamme.nsf/Tag/2004-07-19:Horst_W_reitet_wieder

  9. Soso, da bekommt also (lt. Focus) ein Herr Schröder ganze 9000 EUR Pension. Bei einer 60-80 Stunden-Woche und einer Budget-Verantwortung von 250 Milliarden EUR jährlich. Alle Wetter!
    Noch ’ne Runde Klaren für den Stammtisch bitte, Herr Wirt!