Musikindustrie: Das Pferd ist tot? Einfach nur härter reiten!

Thomas Wanhoff über die Musikindustrie:

Noch immer will die Musikindustrie nichts verkaufen. Sie willmit ihren Kampagnen, das ist meine Meinung, nur die überhöhten Preise für CD rechtfertigen und noch mehr Kohle schaufeln, ohne dafür wirklich mehr zu bringen als eine Handvoll Megastars

Die Musikindustrie ist daran gewöhnt, mit einer Boygroup wie Take That vor über 10 Jahren x Millionen gemacht zu haben. Heute haben sie 10 Boygroups (und Handy, und noch viel mehr Ablenkungen) und erwarten den damaligen Wert mal X.

Nur Masse ist erfolgreich – aber für Massenverkäufe muß soviel Geld ausgegeben werden für Marketing etc, das es sich wieder nicht lohnt.

Man erinnere sich an die Liste „Das Pferd ist tot„.

Solange auf dieser Ebene kein Umdenken in allen Bereichen der Industrie stattfindet, also man sich überlegt, was man statt Pferdekutschwerken verwenden könnte, wird es keine Änderungen geben. Oder sie sollen einfach zugeben daß sie schlicht Geld verdienen wollen und nicht immer wieder behaupten, sie hätten ja das Interesse der Künstler vor Augen …

Im gewissen Sinne zeigen die Erfolgszahlen der Klingeltonindustrie Ansätze – nicht der einzelne Star zählt, sondern der Nutzen für den Handybesitzer regelmäßig neue Klingeltöne auf dem Handy zu haben. Ist das die erstrebenswerte neue Musikwelt?

Sicherlich nicht, genausowenig wie „podsafe“ für immer kostenlos bleiben wird. Denn irgendwann wird – auch bei den Künstlern – wieder die Gier durchschlagen und sie werden sagen „es darf nicht angehen, daß andere mit meinen Werken Geld verdienen, sie sollen dafür bluten, denn ohne mich seid Ihr gar nichts!“.

Die Frage ist nur, ob die neuen Vergütungsmodelle sich an den alten anlehnen oder ob man die Chancen nutzt und neue Modelle für eine neue, digitale Welt nutzt, in der global und zum Download der Default sind. Ich bin gespannt.

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(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich weiss nicht wo ichs gelesen hab, aber irgendeiner der Industrieheinis meinte ja, das wegen des massiven Musikklaus via Tauschbörsen mit Bezahl-Downloadangeboten kein Geld zu machen sei.
    Da kann ich wirklich nur noch hohnlachend vom Stuhl fallen. Klar, wenn ich minderwertige Formate (wma) kaufen muß und die Preise für ein Lied so hoch liegen, das alle Lieder zusammen den Preis einer CD schlagen und ich dann den Rohling auch noch selbst bezahlen müsste..
    Vielleicht sollten die Herren einfach mal ein paar Granny Smith anbieten, statt immer nur Holzäpfel.