Neues aus dem Podcastland

Ab 8. Oktober bieten Frank Tentler und Thomas Wanhoff die Podcastschau, und bis dahin kann man sich auch mit den RTLs FreitagNachtNews vergnügen (via Jan).

Interessant an den beiden: Beide ein Zeichen für die sich wandelnde Zeit des Podcastings. Für Firmen werden Podcast und Blogs zum normalen Bestandteil des Marketingmixes, und es ist nur eine Frage der Zeit und der DSL-Anschlüsse, bis Video gleichberechtigt folgt. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung.

Die Menge der Podcast wird unübersichtlich – ist es international schon lange, aber so langsam haben wir auch in Deutschland die Grenze erreicht, wo ‚man sich kennt‘.

Während ich mich einerseits darüber freue (ich mag Blogs und Podcast, und je mehr es gibt, desto mehr Spaß habe ich damit) und mich auch die diversen Richtungen nicht stören (Business bis Education und non profit bis profit Organistaionen), beschleicht mich andererseits doch ein Gefühl der Melancholie.

Als ich mit Usenet und Blogs begann, gab es schon sehr viele davon. Klar, 2003 für Blogs war immer noch sehr sehr früh, aber die richtige ‚Kuschelphase‘ war schon vorbei, und Usenet gab es 1995 auch schon seit Ewigkeiten (damals, als all.all noch auf eine Diskette paßte).

Podcasting habe ich ziemlich von Anfang an mitbekommen; wenn man ~ Juni / August letzten Jahres als das Startdatum annimmt. Ja, es gab schon vorher Enclosures, ja es gab schon vorher Dateien usw. Aber Podcasting wie wir es jetzt kennen, gibt es seit gut über einem Jahr.

beissholz.de feiert diese Tage den zweiten Geburtstag, wenn ich die Tests im Frühjahr mal außer acht lasse. Mein englischer Podcast Useful Sounds wird eins Anfang November. Beides kommt mir viel, viel älter vor, als wenn es schon ewig (Blogs) und verdammt lange (Podcast) vorkommt.

Aber bei Podcast war ich eben Teil der frühen Phase, wo man per Mailingliste, Chat usw noch direkten Kontakt zu einem größeren Teil der Szene hatte. Diese Phase ist vorbei, es existieren ganze Bereiche und Netzwerke, in die man hineintappen kann und von denen man vorher nichts gehört hat.

Dieses war auch die Stimmung die ich am vorletzen Wochenende in London auf dem Podcastcon UK wahrgenommen habe. Und da ich jetzt für Corante auf deren Podcasting-Seite schreiben darf, habe ich den Bericht über die Konferenz als meinen ersten Artikel eingestellt.

Die Beschäftigung mit dem Artikel und was man objektiv schreiben kann hat meine Meinung gewandelt – vorher war es ein netter Tag, der mehr hätte werden können, nachher war es die Erkenntnis, daß genau die fehlenden Dinge ein Zeichen für den Erfolg sind.

Mich hat dieses Wochenende sehr beschäftigt (und tut es immer noch), leider hat es in bestimmten Fragen auch nicht wie erhofft die Antworten gebracht, sondern neue aufgeworfen (u.a. der Grund, warum ich noch nicht so viel davon gebloggt habe).

Social software tools mögen noch am Anfang stehen und die meisten Menschen wissen mit diesen neuen Tools nichts / wenig anzufangen. Aber das wird sich ändern. Und ich bin gespannt, was wir in den nächsten Jahren noch erleben werden.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. *lach* ja, früher oder später kriegen wir euch alle. sei es mit nanos oder mit längerer fahrt zur arbeit. 😉
    und obwohl ich apple und so ja nicht mag, der nano sieht wirklich schnuckelig aus. :)) ich bin im dezember noch mal in london, im duty free gab es den für 118 pfund, klang ganz okay. 🙂