Menschen machen aus Menschen Killer, nicht Spiele.

Via @isotop: Leserbrief: Mein verhinderter Amoklauf!

Wenn ich heutzutage lese dass ‚Killerspiele‘ Menschen zu Monstern mutieren lassen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln über soviel Ahnungslosigkeit und Dummheit. Menschen machen aus Menschen Killer, nicht Spiele – egal ab gewaltverherrlichend oder nicht. Auch ich zocke heute „Resident Evil“, „Silent Hill“ und freue mich tierisch auf „Mad World“. Allerdings haben mich solche Spiele nie aggressiv gemacht und werden es auch nie tun. Es sind Spiele. Nicht mehr, nicht weniger. Man wird nicht zum Amokläufer weil man Killerspiele spielt, man spielt diese, um sich abzureagieren. Ein Ventil, nichts weiter.

Im Gegensatz zu vielen anderen kann ich nur sagen: Mir tut der Amokläufer von Herzen leid. Ich denke, ein normaler Mensch kann sich nicht vorstellen wie es ist, ausgestoßen und nicht akzeptiert zu sein. Damit könnte man vielleicht noch leben, wenn man wenigstens in Frieden gelassen werden würde.

Ich würde nur zu gern mit den Menschen ein Gespräch führen, die der Meinung sind, dass Games als Sündenbock zur Verantwortung zu ziehen sind und Ihnen gern mal meine Sichtweise schildern. Vielleicht hilft es ja, wenn diese Leute anstatt einfach groß das Maul aufzureißen, jemandem zuhören der wirklich weiß, wie es in solch gequälten Seelen aussieht. Aber das zählt ja nicht, solange sogenannte ‚Experten‘ ihre ‚wissenschaftliche‘ Meinung publizieren.

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Rechnung Online – Stornierung des Auftrages weil schon genutzt

Äh ja. Das neue von mir bestellte Angebot der Telekom kann nur mit Rechnung Online verwendet werden, ist eine Bedingung. Just erhalte ich dann:

Vielen Dank für Ihre Bestellung von Rechnung Online.
Beim Ausführen Ihres Auftrages 090728-67062478 haben wir festgestellt, dass Sie bereits Rechnung Online nutzen. Aus diesem Grund können wir Ihre Bestellung von Rechnung Online nicht weiter bearbeiten.

Hm. Bei meinem Glück werde ich vorsichtshalber morgen nachfragen, ob das bedeutet, daß meine ganze Bestellung storniert wurde … bei der Telekom weiß man ja nie.

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Der Schutz gegen das böse Google ist doch ganz einfach.

Mal wieder das Thema "die böse Suchmaschine Google". Wie allgemein bekannt, reichen wenige Zeilen im Webserver und Google belästigt niemanden mehr = bringt keinen Traffic mehr – aber darum geht es dabei ja auch nicht.

Spiegel: Sie schimpfen auf Google und meinen das Netz

Im Klartext heißt das wohl, dass der DJV-Vorsitzende Verlagen und Journalisten vorschreiben will, das bislang einzige leidlich funktionierende Geschäftsmodell im Internet im Kartell aufzugeben. Ein Gesetz soll es richten, das Gratis-Modell verbieten. Das ist wettbewerbsrechtlich fragwürdig. Und es ist kein Modell für die Zukunft, das Online-Angebot an Journalismus per Gesetz künstlich zu verknappen, bis ein Niveau erreicht ist wie zu jener Zeit, als Druck- und Vertriebskosten für eine natürliche Verknappung sorgten.

Verlage haben Geschäftsmodelle entwickelt, die aus diesem Nachteil der hohen Vertriebs- und Produktionskosten der Offline-Welt einen Vorteil machten. Google hat ein ebenso erfolgreiches Geschäftmodell ersonnen, das die (zumindest für Texte) enorm niedrigen Publikationskosten der Online-Welt und die daraus resultierende Unübersichtlichkeit und Fülle extrem spezialisierter Angebote ausnutzt.

Thomas Knüwer zieht daraus Konsequenzen:

Warum ich aus dem DJV austrete – und mich frage, ob man nicht etwas tun müsste

Die meisten der hart arbeitenden Kollegen in den Internet-Redaktionen verdienen weniger als Kollegen bei Print. Mehr noch: Es gibt noch immer keinen Tarifvertrag. Der DJV umgibt sich nicht einmal mit dem Anschein, einen solchen vehement zu fordern. Sollen sie doch endlich verschwinden, diese Internetler.

Nur so lässt sich auch erklären, dass der Verband der Journalisten weder die Arbeitsbedingungen noch die daraus resultierende Minderqualität des deutschen Online-Journalismus thematisiert. Ihm ist das ganz recht so: Dann muss er sich damit auch nicht weiter beschäftigen.

Derweil sterben die Medienunternehmen. Es ist ein letzter Stellungskrieg, ausgetragen auf dem Rücken der Journalisten. Denn die verlieren ihre Arbeit.

Der DJV mag sich nicht mit der Zukunft beschäftigen. Mehr noch: Er hasst die Zukunft. Wer aber die Zukunft hasst, der hat auch keine solche. Und so lange diese Gewerkschaft noch schlimmer agiert als jene Plastiktüteneinkleider und Trillerpfeifer, mag ich ihr mein Geld und meine Zeit nicht geben.

Immer noch mein Lieblingsartikel dazu ist von Ulrike Langer "Dann boykottiert doch Google! " (Hervorhebung von mir)

Dass diese seligen Zeiten für immer vorbei sind, das wissen Hurbert Burda oder auch Matthias Döpfner nur zu gut. Genau deshalb gibt es ja diese in immer kürzen Abständen zu lesenden Meinungsbeiträge. Sie stehen fast immer auf den Feuilletonseiten und nicht im Wirtschaftsteil, denn es geht ja vordergründig um den Erhalt des Qualitätsjournalismus, und nicht um Besitzstandswahrung. Doch in Wahrheit ist es doch so: Die Verlage sehen es offenbar als ein Naturgesetz an, dass ihnen die zweistelligen Renditen aus dem Printzeitalter auch im Netz zustehen. Und wenn sich jemand – also vor allem Google – von diesem Kuchen ein so großes Stück abschneidet, dass für die Verlage weniger als gewohnt übrigbleibt, dann muss aus ihrer Sicht eben aus anderen Quellen Geld in die Verlagskassen geleitet werden, per Leistungsschutzabgabe oder Kulturflatrate.

[ …]

Das wird auch einer der Gründe sein, warum Verlage sich nicht einfach verabreden, ihre Angebote für Google zu sperren. Zumindest diejenigen Verlage, die sich momentan für eine Leistungsschutzabgabe einsetzen. Mit ihrer gemeinsamen Marktmacht dürfte es für die Verlage doch ein Leichtes sein, dem deutschsprachigen Internet soviel Qualitätsjournalismus zu entziehen, dass Google sich auf Verhandlungen über eine faire Gewinnbeteiligung einlässt, oder nicht? Doch es gibt noch einen weiteren Grund, der gegen einen Google-Boykott spricht: Nachrichtenanbieter, die dabei nicht mitmachen, werden gestärkt, und die ersten, die aus der Phalanx der Verweigerer ausscheren, ebenfalls.

Nebenbei: Freie Journalisten, die per Total-Buy-Out-Vertrag ihre Verwertungsrechte online und offline gegen Einmalhonorar an Verlage wie Springer oder FAZ abtreten müssen, sollten von dieser Stelle in Burdas Text Notiz nehmen: „Bei alldem geht es um viel mehr als die rechtliche Beanspruchung eines „fair share and faire use“, eines fairen Umgangs mit Informationen und eines fairen Anteils an der Wertschöpfung im Internet. Es geht um die Bewahrung eines Kulturguts.

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Kleinbloggersdorf: nicht der Nabel der Welt aber gerne anti-kommerziell, fundamentalistisch und schizophren.

Das folgende ist ein längerer Text, der sich nicht nur mit vodafail auseinandersetzt, sondern eine grobe Zusammenfassung von dem ist, was ich nicht nur in den letzten Monaten immer wieder mit Unternehmen durchgehe, wenn sie sich für die ‚deutsche Blogosphäre interessieren‘. Doch auch wenn ich die Beispiele an Vodafone festmache, es sind die darunterliegenden Themen die mich interessieren.

Wenn ich mich mit Unternehmen über das Thema deutsche Blogosphäre unterhalte verwende ich in der Regel die Begriffe „anti-kommerziell, fundamentalistisch und schizophren „. Denn mit Logik oder sinnvollem Vorgehen darf man hier nicht agieren, man muß zunächst die Punkte in der Überschrift verstanden haben. Eigentlich sage ich nicht Kleinbloggersdorf, sondern das kommt erst im zweiten Teil. Wenn man nämlich erklärt, daß im englischsprachigen Ausland die Blogosphäre sehr wohl Einfluß auf die öffentliche Meinungsbildung hat, hier in Deutschland aber ein kleiner Kern von Blogs meint, der Nabel der Welt zu sein. Es aber nicht ist, ergo Kleinbloggersdorf.

Insofern ist das aktuelle Beispiel von Vodafone genau das – nur ein Beispiel, aber ein recht gutes, weil es verschiedene Elemente zusammenbringt und mit dem Mobilfunkanbieter und der Agentur im Hintergrund sich ein Schauspiel bietet, was seinesgleichen sucht. Die durchaus harten Worte verwende ich hier um deutlich zu machen, daß es mehr als nur diese durchgeknallten Menschen gibt und ein Engagement einer Firma in der Denkweise dessen was wir als Web 2.0 bezeichnen unumgänglich ist.

Und die Firmen sind langsam so weit, ob man es glauben will oder nicht. In den letzten Monaten bin ich vermehrt auf „normale Menschen“ aus Firmen getroffen, bei denen man nicht mehr komplett bei Adam und Eva anfangen mußte oder ihnen die Sendung mit der Maus und dem Internet vorspielen mußte. Sondern mit denen man Diskussionen führen kann, über das wie, nicht das ob. Die ihre ersten Schritte machen wollen und dabei lernen müssen, daß eine Ausprobierphase nicht mehr zugestanden wird, sondern man gleich perfekt sein muß.

Doch zurück zu aktuellen Diskussion rund um Vodafone und den Reaktionen aus „dem Netz“ und wieso ich Kleinbloggersdorf (KBD) als anti-kommerziell, fundamentalistisch und schizophren bezeichne.

Nicht der Nabel der Welt

In Kleinbloggersdorf gibt es rivalisierende Parteien und Meinungen, ihnen gemein aber ist daß sie wenig zu tun mit dem haben, was normale Menschen da draußen (offline und so) und den Rest des Netzes (alle anderen Blogger, Podcaster, Twitterer und sonstige Teilnehmer des Netzes in produzierender Form) interessiert. (Ich zähle mich übrigens zu diesen Kleinbloggersdorfern). Es sind Metamenschen. Ab und zu schaffen es die Themen von Kleinbloggersdorf in Onlinemedien, selten auch mal in Print. Aber echte, relevante Reichweite haben wenige Blogger in Deutschland, und wenn dann haben sie wenig mit KBD zu tun. Reichweite haben Blogs wie der Shopblogger und das Law-Blog, die echte und interessierte Leser haben. Unser Famila-Markt um die Ecke liest den Shopblogger. Von den üblichen Verdächtigen in KBD hingegen haben sie noch nie was gehört. Und Blogs nehmen sie nicht als „meinungsbildende Onlinepublikationen‘ wahr, sondern als diese Foren ohne Anmeldung wo sie mit Google immer landen wenn sie nach etwas suchen.

KBD leidet darunter, sie wären gerne so wie die großen Vorbilder, vor allem in Amerika. Dazu müsste aber die allgemeine Mediensituation vergleichbar wie in Amerika sein (was sie nicht ist) und die Blogger einen ähnlichen professionellen Aufwand in ihre Blogs stecken, was sie auch nicht tun. Keine Arme, keine Kekse.

Es gibt nicht ‚die Blogger‘

Wobei ich nicht sage, daß jeder Blogger die Welt im Sturm einnehmen will. Im Gegenteil. Die meisten sind total happy mit dem was sie haben. Und haben auch kein Problem, vielleicht nur jeden zehnten Tag über sich und ihre Katze zu bloggen. Viele verschiedene Interessen, verschiedene Qualitäten, verschiedene Nutzerkreise. Trotzdem möchten die Teilnehmer von KBD gerne bestimmen, was ein echtes Blog ist. Wieso eigentlich? Wer hat den Irrglauben in die Welt gesetzt, es gäbe nur eine Art wie es richtig geht? Das ist genauso, als wenn die Kritiker dieser Welt nur Goethe, Schiller und Co als das einzig lesenswerte hinstellen. Das mag deren Überzeugung sein, aber die anderen Bücher verkaufen sich sehr gut und haben eine Menge Leser.

Diese Vielfalt haben Blogs schon lange erreicht. Es wird Zeit, daß man begreift. „Die Blogosphäre“ hat verschiedene Abteilungen, und wem das nicht gefällt soll die Ecken in der ‚Bloghandlung‘ nicht besuchen anstatt mit Protestfahnen aufzukreuzen.

Geld – widerlich! Aber warum gibst Du mir keines?!

„anti-kommerziell, fundamentalistisch und schizophren“ entstammt der Feststellung, daß viele, vor allem die lauten Teilnehmer, nienicht angefaßt werden wollen von der Wurzel des Bösen (aber trotzdem Geld verdienen wollen). Alle sind doof, nur sie haben Ahnung – und trotzdem wollen sie zum großen Teil Stars werden, natürlich ohne sich anzupassen oder zu verbiegen. Usw.

Illusionäre Vorstellungen über die eigene Relevanz finden ihren Ausdruck in Preisen jenseits jeglicher Preis-Leistungsverhältnisse. Gleichzeitig werden die Teilnehmer dieser neuen Welt ausgelacht von den etablierten Szenen, weil sie trotz der Selbstüberschätzung nicht wissen, welche Preise dort draussen üblich sind in der realen Welt.

Mein persönliches Highlight war es letztes Jahr einen Blogger für ein Projekt anzusprechen, der auf seinem Blog nach Werbung gebettelt hat (und sich dabei beschwert hat, daß keiner bei ihm Werbung schalten wollte). Meine Anfrage passte zu seinem Thema und hätte ihm eine Chance geboten, Reichweite aufzubauen, er hätte was draus machen können. Antwort auf meine Anfrage? „Du Kommerzschwein“ und ein paar weitere nicht druckbare Worte.

Das Spiel hat Regeln und Teilnehmer. Wer querschießt, spielt nicht mit.

Wasch mich aber mach mich nicht nass, das ist das eine Problem. Daher kommt ein Teil der Aufregung rund um Aktivitäten wie die Kampagne von Vodafone. Der andere Teil daher, daß man sich als etwas wichtiges versteht, ohne die Spielregeln zu verstehen. Wer berühmt und bekannt werden will (meinetwegen auch reich) muß bestimmte Dinge abarbeiten und verwenden. Es reicht nicht, nur in sein Blog oder Twitter etwas hineinzuschreiben genauso wenig wie es reicht, am Stammtisch rumzunölen.

Das hat viel damit zu tun, was man sich selber zumuten will, was man bereit ist zuzugeben. Am Ende des Tages muß man Geld verdienen, wenn man leben will. Noch mehr, wenn Menschen von einem abhängig sind. Wirtschaft ist ein einfaches Spiel, mit festen Regeln und Abläufen.

Hätte eine Firma wie Scholz und Friends mehr Nachdruck aufbringen sollen? Sicher. Aber die Mittel, mit denen man seinen Kunden steuern kann sind begrenzt. Scholz und Friends ist ein Dienstleister und der Kunde ist der Entscheider. Will er Lila mit grünen Blumen, kriegt er am Ende des Tages Lila mit grünen Blumen. Ankreiden kann man ihnen eher Dinge wie die nicht registrierten Nutzernamen und momentan würde ich (schon aus Eigeninteresse) mehr Kontrolle einfordern. Der Schnutiger-Artikel auf dem Vodafone-Blog (siehe Links hier auf Rivva) zum Beispiel ist ihnen anzukreiden. Der hätte nach dem bereits geschehenen absolut nicht rausgehen dürfen. Nur: Social Media ist ein Bruchteil des gesamten Topfes. Ist nur begrenzt relevant und an sich trotzdem sehr erfolgreich: negativer Blogger-PR versus eine große Menge sehr guter Backlinks.

Aber Relevanz nach wirklich draußen? Wenig. Also großer Sturm im Wasserglas. Wer sich aufregt gehe doch bitte jetzt einmal auf die Straße und frage die Menschen dort nach ihrer Meinung zu vodafail. Oder ähnlichen wichtigen Themen – ich vermute irgendein Fußballspiel ist wichtiger. Aus der Werbung nehmen sie komische Menschen wahr, die falsch singen und komisch aussehen. Und was mit Computer. Und wenn diese sich aufregenden Frager anfangen wollten, diese so großen Fehler mit irgendeinem Redakteur zu besprechen, würden sie ausgelacht werden – weil sie nicht verstanden haben, wie das Geschäftsleben läuft und naiv wie ein weltverändernder Hippie durch die Welt träumen. Oder wie Kosmar es weitaus eloquenter ausdrückt

Ein paar Aufschreie sind dabei freilich außerordentlich weltfremd. Wer glaubt, eine Werbeagentur oder gar ein Werbegesicht habe Einfluß auf die (Produkt-)Politik einer Firma, lebt in einer Realität, in der ich auch mal gerne Urlaub machen will. Wer glaubt, man mache sich als Dienstleister, Berater, Agentur, Werbefigur, Statist, Werbeplatzvermarkter oder Werbeplatzanbieter mit allen Aspekten der werbenden Firma komplett gemein, lebt in einer Realität, die ich niemals sehen möchte. Eine Realität in der immer so klar wäre, dass jemand gerade in der Rolle eines Werbemittels auftritt, wie bei den Maßnahmen dieser Kampagne, wünschte ich mir hingegen auch für die existierende Wirklichkeit.

Auch bei Frau Schnutiger verstehe ich, wenn sie keinen Bock mehr auf KBD hat; jedoch muß ich Felix recht geben wenn er moniert, daß man bei einem solchen Kleinmädchentext wenigstens die Fakten stimmen sollten. Man kann sich nicht in die Öffentlichkeit stellen und dann auf einmal überrascht sein, wenn man wirklich in der Öffentlichkeit ist. Das geht bei einer bisher abgeschiedenen lebenden Person, aber nicht bei einer Bloggerin die schon länger unterwegs ist. Dieses ist nicht der erste Vorfall. Dieses ist nicht das erste Mal das sowas durch KDB geht.

Was Unternehmen nicht sind und warum sie bestimmte Fehler ‚immer wieder machen‘

Anscheinend muß man es noch einmal wiederholen: Unternehmen sind nicht da, um die Welt zu verbessern oder mich glücklich zu machen. Sie wollen Geld verdienen und bieten mir dafür im Austausch für Geld Waren und Dienstleistungen an. Ich kann diese annehmen oder auch nicht.

Aus „Generation Offline: Außer Kontrolle geratene Vodafone-Kampagne fordert ein erstes Opfer„:

Wir haben es mit einem spannenden Experiment in der Online-Welt zu tun und auf der anderen Seite müssen Blogger – wie jeder andere auch – Geld verdienen. Was mich am meisten an den Motzkritikern stört ist die Tatsache, dass hier mal wieder die am lautesten geschrien haben, die auch sonst gerne sagen: „Ne, wir zahlen keinen Cent für Inhalte und benutzen zudem Werbeblocker.“

Das Kapitel hatten wir schon. Der Leser schuldet dem Blogger nichts – der Blogger dem Leser aber alles, oder wie? Es ist keine Schande, Werbung für ein Unternehmen zu machen, im besten Fall profitiert der Anbieter, der Blogger und sein Publikum gleichermaßen.



Unternehmen haben eine Standardvorgehensweise, die erprobt und allgemein akzeptiert ist. Sie bringt Kunden und Geld. Würde sie es nicht tun, würde man seine Vorgehensweise ändern. Und unter genau diesem Aspekt berichtet auch der Spiegel:

Deutschlands Blogosphäre reagierte unwirsch bis bösartig. Ein Lehrstück über missglückte Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0.

Den Marketingstrategen von Vodafone ist es womöglich in Wahrheit gar nicht so wichtig, was deutsche Blogger von ihnen halten. Sie wollen mit ihrer Kampagne „Generation Upload“ ja vermutlich nicht diejenigen erreichen, die ohnehin schon eine Internet-Flatrate fürs Handy haben (und dazu vermutlich ein iPhone, beides von der Konkurrenz mit dem T), sondern eben diejenigen, die bislang noch nicht so viel Geld für mobiles Surfen ausgeben. Ganz normale Leute.

[ …]

Falls die Vodafone-Strategen tatsächlich gehofft haben sollten, dass die Internet-Prominenz in der eigenen Kampagne die deutsche Netz-Avantgarde fürs eigene Produkt würde begeistern können – das hat ganz augenscheinlich nicht geklappt. Was auch nicht anders zu erwarten war. Wer Bloggen cool findet, findet internationale Großkonzerne und ihr Gewinnstreben ganz prinzipiell eben eher nicht cool. So ist das eben, schließlich geht es um Gegenkultur, und ums Authentischsein.

„Aber warum ‚verkaufen‘ sich diese Menschen und ihre Ideale?!“ ist eine Frage, aber geht ein wenig am Kern des Problems vorbei. Es geht weniger darum das es getan wird. Sondern eher darum, dass es nicht akzeptiertes Verhalten ist. Auf Netplanet dazu:

Werbung ist Verkauf. Verkauft wird in der Werbung eine Ware, eine Dienstleistung oder eine Vision. Und damit das funktioniert, nimmt man die Ware, Dienstleistung oder Vision direkt als Werbeträger oder einen Protagonisten. Für letztere bedeutet dies, dass sie das tun, was jeder Arbeitnehmer tut: Eine Eigenleistung für Geld zu verkaufen. Das ist alles kein Problem, wenn man beispielsweise weitgehend unbekannt ist, eine markante Nase hat und für eine Nudelsuppe werben soll. Ein Job.

Es wird allerdings spätestens dann ein Problem, wenn der Protagonist als Werbeträger nichts anderes zu verkaufen hat, als seine Authentizität. [ …]

Ja, ist hart. Vor allem für Menschen, die sich plötzlich in einer stark polarisierenden Werbekampagne wiederfinden und harten Worten ausgesetzt sind. Und man muss tatsächlich nicht alle Kommentare gut finden, die Schnutinger im unsäglichen Vodafone-Kampagnenblog da verpasst bekommen hat. Aber man spielt mit seiner Authentizität nicht einfach mal so eben herum und lässt sich auf einen wirklich atemberaubend schlechten PR-Gag herab, wenn man das nicht mittragen kann.

Vom Verkauf seiner Authentizität sollte man eher lieber Abstand nehmen, wenn man mit den möglichen Folgen eher nicht leben kann. Die Notbremse, die Schnutinger alias Ute Hamelmann nun auch in ihrem Blog gezogen hat, ist vermutlich tatsächlich eine authentische Notbremse – aber es hätte ja ruhig jemand mal vorher darüber intern sprechen können, was man für einem Gegenwind ausgesetzt sein könnte. Gagen sind auch immer ein Stück Schmerzensgeld und das hängt nicht immer nur von der eigenen Leistung ab, sondern möglicherweise auch von so Umständen wie einem schlechten Haus, in dem man spielt.



Dabei sollte man nicht übersehen: Es gibt Menschen die wollen sehr gerne einmal Produkte ausprobieren und darüber mit ihren Freunden reden. Für die einen sind es Glasperlen, für die anderen sind es genau die Dinge die sie gerade wollten. Die Welt ist nicht so schwarz und weiß wie einige sie zeichnen wollen.
Die Herausforderung der neuen Welt sind die fehlenden Modelle und Regeln

Die Herausforderung, vor der wir immer wieder stehen ist (und das ist in der Regel der dritte Satz nach den Attributen und der fehlenden Relevanz), das wir als Gesellschaft für die offline-Welt in Jahrhunderten Regeln des Zusammenseins geschaffen haben, die jeder von Kindheit an lernt. Auch der größte Rotzbengel weiß im Inneren seines Herzens, daß diese Dinge die er tut ‚falsch‘ im Auge der Gesellschaft sind. All das fehlt uns online immer noch. Weswegen wir immer wieder aneinandergeraten und uns nicht wirklich weiterentwickeln. Wir waren übrigens schon mal weiter, damals im Usenet.

Ein kleiner Rückblick warum Usenet funktionierte

Usenet, die ursprünglichen Diskussionsforen im Netz, boten eine Hierarchie von deutschsprachigen Angeboten an, die im obersten Knoten de.* genannt werden. Weiter unten gab es dann die Verzweigungen für die einzelnen Themen sowie einen Ort wo die Bürger zusammenkommen konnten und diskutieren konnten. Auch heute noch gibt es diese Gruppen, aber die Hochzeit ist wohl vorbei (bedauerlicherweise). Zu finden zum Beispiel im Groups-Bereich auf Google.

Neben den Gruppen, zum Beispiel de.alt.etc.koerperpflege oder de.rec.fotografie oder de.rec.tv.serien oder de.soc.familie.kinder, die die Themen waren, gab es immer auch die Hierarchie de.admin.news in denen über de.* abgestimmt wurde. Neue Gruppen wurden nur eingerichtet, wenn jemand einen Antrag nach Regeln geführt hatte und eine entsprechende Mehrheit erhalten hat. Fragen rund um das Miteinander im Netz wurden ähnlich behandelt. Vorschläge, Diskussion, Abstimmung. Und dann: Einhaltung dieser Regeln.

Ein paar wichtige Beispiele aus diesem abgestimmten Vorgehen:

Jeder kann diese Regeln ändern und einen neuen Konsens herstellen. Heutzutage braucht das weniger Teilnehmer als noch vor zehn Jahren, aber es geht mir um den Gedanken dahinter. Es gibt in dem Teil des Netzes einen Konsens der jeweiligen Teilnehmer. Das fehlt in Kleinbloggersdorf.

Schon mehrfach habe ich mit anderen darüber nachgedacht eine Liste zu bauen, in der man sagen kann „hier können Unternehmen ihre Gesuche posten und es geht nur an Empfänger die nicht sofort Mord und Totschlag schreien“. Was nicht heißen will, daß auch diese Teilnehmer schreiben würden daß das Gesuch ein Dreck ist.

Und natürlich gibt es am Modell Usenet viele Dinge die nicht funktioniert haben. Aber der Prozess der Entscheidungsfindung, das Abstimmen von „das ist was wir wollen“ ist richtig. Es gab eine gemeinsame Aussage „das ist das was wir, die Unterzeichnenden, wollen / hinnehmen / wofür wir stehen“. ‚Wir‘ in diesem Kontext meint übrigens nicht alle. Sondern „wir in dieser Gruppe“.

Wo sind die „keine Werbung bitte“-Schilder

Die meisten Teilnehmer, die keinen Kontakt mit der bösen Kommerzwelt haben wollen, kennen aus der normalen Welt die „keine Werbung“-Schilder. Was ist so schwer daran, sich ein solches ins Impressum zu kleben? Wohlgemerkt, ich rede hier von Leuten die die berühmten ‚mixed signals‘ senden. Was ist so schwer daran, sich analog der offline-Welt an funktionierende Maßnahmen zu hängen? Oder daran mitzuarbeiten, diese Regeln im Umgang miteinander zu gestalten. Auch die jetzigen Gesetze z.B. gegen nervige Lotto-Anrufer sind entstanden weil es jemandem wichtig genug war, daß er angefangen hat, daran zu arbeiten.

Die pöbelnde Meute

Ziemlich unbehandelt lasse ich hier das Thema der pöbelnden Meute, welche unterhalb der Gürtellinie „argumentiert“ – und ja, damit meine ich auch diejenigen die es in schönere Formulierungen packen. Es gibt den Punkt wo man sich selber disqualifiziert. Ich und die meisten anderen werden sich dort ähnlich verhalten: eine mentale, sehr negative Notiz bei der Person anhängen. Man sieht sich immer zweimal im Leben.

Hinweis: Auch wenn ich übereinstimme mit dem grundlegenden Inhalt der Kommentare über die schlechte Ausführung und besonders das besagte Twittermom-Posting gibt es einen Unterschied zwischen Inhalt und Stil. Sollte jeder in der Schule gelernt haben, das waren die Noten im Deutschunterricht.

Ich bin versucht den ganzen Artikel Schlechte Erziehung von Don Dahlmann zu zitieren.

Man kann schimpfen, Sachen intelligent aufs Korn nehmen, sich echauffieren, den Kopf schütteln. Man kann nicht einverstanden sein und man kann dies deutlich sagen. Man kann nachhaken, recherchieren, sich wundern und sich sogar richtig aufregen. Zum Beispiel über Vodafone.

Aber ich bin ehrlich gesagt erschüttert, auf welche teilweise minderwertige und niveaulose Art und Weise in Blogs und vor allem auf Twitter über Schnutinger hergezogen wird. Wenn man mit der Aktion, bzw. dem Text (über den man nicht reden muss) nicht einverstanden ist, kann man das sagen. Oder man kann es einfach ignorieren. So wie man täglich ca. 250 Werbebotschaften auf RTL und sonst wo ignoriert, die einen ähnlichen Charakter haben. (Sich „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Germanys next topmodel“ anzuschauen, darüber auf Twitter fröhlich parlieren, aber über Schnutinger herzufallen, verstehe ich auch nicht so ganz, aber das nur nebenbei)

Das Ausmaß an schlechten Stil und noch schlechterer Erziehung, welcher mir die letzten 2 Tage auf Twitter begegnet ist, hat mich den Kanal erst einmal als Lesender abschalten lassen. Ich habe nicht eine lustige oder intelligent geschriebene Replik gelesen, und schon gar nichts, was sich rein inhaltlich mit der Sache auseinandersetzt. Was ich gesehen und gelesen habe sind Beschimpfungen, Häme, Verletzungen und schlicht und ergreifend einen ganzen Haufen sehr schlecht erzogener Menschen, die das Netz für die Weiterentwicklung ihrer Schulhofmanieren missbrauchen.

Lesenswert auch „Drohnengebaren„, über die Frauenrolle in diesem Schauspiel.

Lanu: Verraten und verkauft

Jetzt ausschließlich Lumma, Lobo und Konsorten die Schuld zu geben, halte ich für falsch.

Das waren wir alle. Angefangen bei Schnutingers Vertrag, weiter über rückratlose Kampagnenverantwortliche, bis hin zum kreischenden Web 2.0 Mob.

Und jeder muss nun sehen, wie er damit zurechkommt.



Ihr wollt Dialog? Lernt erst einmal diskutieren!:

Ihr wollt von Vodafone verstanden werden und versteht doch selber so wenig. Wer Dialog will, muss erst einmal diskutieren lernen. Und diskutieren heißt für mich, sich auf einer sachlichen Ebene mit Argumenten auseinanderzusetzen. Da kann es dann gerne auch einmal heiß hergehen. Aber das, was ich da gestern Abend lesen musste, hatte mit diskutieren, mit dem Ausnutzen des Potenzials von Social Media nichts zu tun. Wer immer Ihr seid, die Ihr Kommentare fälscht, Euch über mislungene Posts lustig macht und persönliche Angriffe startet – die digitale Elite, als die Ihr Euch so gerne seht, seid Ihr nicht!

Werdet erwachsen.



Und die mentale Notiz wird auch gemacht bei Anmerkungen der Art „wer sich nicht zu uns gesellt verkauft seine Seele oder hat in der Vergangenheit Aufträge erhalten (oder hofft auf welche in der Zukunft)“. Das zeugt nicht von schlechter Erziehung sondern einfach nur von Dummheit, entweder der eigenen oder weil man weiß, dass der Leser dieser Blogbeiträge auf diese Argumentation hineinfällt. „Schau, Don Dahlmann hat vergessen zu erzählen dass er doch ganz vernetzt mit diesem Thema ist, das ist nur vorgeschoben seine Empörung!!“ Wie im realen Leben auch: Krakelende Idioten schenkt man keine Aufmerksamkeit, sondern straft sie ab und verbringt seine Zeit sinnvoller.

Tip für die Unternehmen: Die Auswirkungen sind der Beweis, warum eine Social Media Kampagne in Deutschland einen Psychiater für die Teilnehmer mit im Budget haben sollte.

Fazit: Was sind Alternativen?

Die Alternative ist eigentlich nur, sich nicht darum zu scheren, was irgendwer sagt und sich ein dickes Fell zuzulegen falls man doch mal den Fehler macht reinzuschauen, denn vermeiden kann man es komplett noch nicht. Und alles in Perspektive setzen. Tief durchatmen. Und stattdessen an Dingen arbeiten, die einem wichtig sind, an die man glaubt.

Sich zu überlegen, was die eigenen Grenzen sind, was man bereit ist zu geben und dann dazu stehen. Verbündete suchen und gemeinsame Front zeigen. Das kann zum Beispiel ein „Keine Werbung“ Schild sein. Oder ein „Ich akzeptiere Zusendungen von Inhalten die mit den folgenden Themen zu tun haben, alles andere kommt an den Pranger“. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema, sich zum Beispiel den Pressecodex vorzunehmen und zu überlegen „was davon passt für mich? Eventuell für uns?“

Und hier hilft vielleicht einmal ein Blick über den Tellerrand, den die sich wiederholenden Diskussionen in KBD passen gut zu der momentanen Diskussion in den USA über die Mommyblogger und die PR-Aktivitäten einiger Firmen. Nicht Schlammschlacht, sondern inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema und der Suche nach Lösungen und untereinander akzeptierten Verhaltensweisen:

„Auch ich verdiene an Vodafone“

Bevor man lange suchen geht: Wenn man die Welt schon so schwarz und weiß betrachten möchte – auch ich verdiene dank Vodafone. Ich habe zwar kein Handy bekommen, ich habe keinen Vertrag, ich war in keinem Werbespot, ich arbeite weder mit ihnen noch mit Scholz und Friends in irgendeiner Form. Jedenfalls nichts, was mir bewusst wäre. An irgendeinem Punkt in den vergangenen Jahren habe ich mit mehreren Beteiligten in diesem Umfeld über geschäftliches gesprochen. Also kein direkter oder indirekter Verdienst. Aber ich verwende das Beispiel natürlich, weil es so schön zeigt auf was man sich einlässt in Deutschland.

Womit ich dann auch befangen wäre. Weil ich könnte ja in Zukunft einmal mit ihnen reden. Zum Beispiel über Twitter. Oder ich könnte einmal in Zukunft mit einer Firma wie Scholz und Friends zusammenarbeiten, weil ich Qualifikationen besitze, die das sinnvoll machen. Beide Firmen haben ja auch ausschließlich Bedarf in diesem Zusammenhang und zum Beispiel nicht mit einem ganz anderen Thema. Oder (wie einige es ja so gerne herholen) mit jemandem zusammenarbeiten, der freundlich zu den beiden Firmen ist. Oder mal mit denen zusammengearbeitet hat. Um mal den Blödsinn aufzuzeigen, den einige hervorholen.

Mein Maßstab?

Ich will in der Lage sein den Menschen, die mir wichtig sind und die ich respektiere, weiterhin ins Gesicht schauen zu können und mich für meine Aktivitäten nicht schämen. Nicht mehr, nicht weniger. Ich habe für mich meine grundsätzlichen Grenzen gezogen, was ich in der Zusammenarbeit mit Firmen veranstalte, und was nicht.

Das ist zum einen ihnen zu zeigen wie bekloppt die deutsche Szene sich gerne verhält (siehe oben) aber auch die umgekehrte Rolle einzunehmen und ihnen zu verdeutlichen, an welchen Stellen sie unfähig sind, mit dieser Welt umzugehen. Trotzdem bedeuted jede neue Anfrage ein Nachdenken „will ich mit denen zu tun haben?“, „was genau wollen die von mir und paßt das zu mir?“, „wieviel Schmerzensgeld will ich dafür oder ist es etwas, was ich gerne mache?“.

Dazu gehört auch, daß ich nicht wirklich vorhabe, diese meine Meinung mit anderen zu diskutieren aka „mich verändern zu lassen“. Mein Meinungsbildungsprozeß funktioniert nicht in der simplem Umgebung der Blogkommentare. Dafür ist das Thema etwas zu komplex.

Und zum Schluss was meiner Meinung das wirkliche Verbrechen an dem Vodafonespot ist.

Nein, der Spot an sich ist langweilig für mich und nichts, was ich mir mehr als einmal antun muß. Das wirkliche Verbrechen ist aber nicht die Empörung in der Blogosphäre, sondern die Verhunzung eines meiner Lieblingssongs. Kann man nicht das nächste Mal sowas wie die singenden japanischen Übernachtungsgelegenheiten nehmen? Dann hätte man auch gleich die Fanbasis miteingekauft.

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Veranstaltungstip in Kiel: E-Business-Symposium „Trends im Web 2.0 – Chancen und Risiken für die Unternehmensentwicklung“

Ich bin ja sonst nicht so für Kiel, aber man macht ja Ausnahmen ;)) Eintritt ist begrenzt verfügbar, aber kostenlos.

E-Business-Symposium „Trends im Web 2.0 – Chancen und Risiken für die Unternehmensentwicklung“

Expertinnen und Experten aus Theorie, Wirtschaft und Politik werden im Rahmen des E-Business-Symposiums „Trends im Web 2.0 – Chancen und Risiken für die Unternehmensentwicklung“ am 1. Juli an der Kieler Fachhochschule (in Kooperation mit der Digitalen Wirtschaft Schleswig-Holstein e. V.) das vielschichtige Thema Web 2.0 beleuchten.

Im Vordergrund der Veranstaltung stehen Best Practice Modelle und erfolgreiche Piloten, um Denkanstöße zu vermitteln. Ausgehend von der Unternehmenskommunikation im Web 2.0 werden ausgewählte Instrumente und Einsatzgebiete vorgestellt: Weblogs, Microblogging am Beispiel Twitter, virales Marketing im virtuellen Raum, Suchmaschinen-Marketing und Social Networking. Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen Ausblick ins Web 3.0.

Neben den Vorträgen von Studierenden und Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis besteht die Möglichkeit zu einem intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch. Die Veranstalter möchten mit diesem Symposium eine bessere und stärkere Vernetzung von Wissensträgern in Schleswig-Holstein erreichen.

Ort
Fachhochschule Kiel, Sokratesplatz 2, 24149 Kiel, Senatssaal, 7. Etage

Zeit
1. Juli, 14.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr (inklusive Catering)

Anmeldung
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Daher wird um eine Anmeldung unter dreysel ät diwish.de gebeten.
Die Teilnahme ist kostenlos.

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Übersicht: Die Interviews zum DMMK

Zum Abschluß meiner kleinen Interview-Reihe für den DMMK gibt es noch einmal die Übersicht der einzelnen Interviews:

  • Peter Wilke, MFG, zur Einstimmung auf den DMMK, mit Hintergründen und mehr
  • Keynotesprecher Clay Shirky über die Herausforderungen der neuen Welt (englisch)
  • Sven Doerrenbaecher, Daimler AG beantwortet die Frage ob Internet das neue Leitmedium ist oder nicht
  • Martin Thomas beschreibt was Crowd Surfing bedeutet und warnt das Firmen sich nicht auf die Kundenstimmen verlassen dürfen, sondern unbedingt weiter eine Führungsrolle behalten müssen – wenn auch in neuer Form (englisch)
  • DMMK Botschafter Christoph Salzig über den letzten Stand der Veranstaltung und warum man dem DMMK zur "Volljährigkeit" gratulieren sollte

Besonders spannend fand ich das Interview mit Martin Thomas, der sich dafür einsetzt die Kundenstimmen zwar anzuhören dann jedoch wieder die Führung zu übernehmen – was etwas anderes als Kontrolle ist. In eine ähnliche Richtung geht auch Clay Shirky und beiden ist gemein, daß sie die Besonderheiten für Unternehmen hervorheben.

Und wer wissen möchte, was es für Veranstaltungen rund um den DMMK gibt, dem sei natürlich Berlinwebweek empfohlen (Webseite / Twitter).

Weitere Tweets über den DMMK in der Twittersuche oder auf dem Blog des DMMK.

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DMMK Interview: Keynotespeaker Clay Shirky

 

Das erste englische Interview fand mit Keynotesprecher Clay Shirky statt. Bekannt als „Thought Leader“ gibt Clay for allen Dingen einen Einblick in die Ergebnisse seiner Arbeit, die in seinem letzten Buch gemündet sind und zeigt auf, warum es auf einmal für Organisationen so einfach geworden ist sich im Netzumfeld zu bewegen und mit Kunden in Kontakt zu treten. Außerdem beschreibt er, warum er Europas Vielfalt als besonders Geschenk betrachtet.

Die vollständigen Links und Shownotes finden Sie hier.


Download MP3 (40 min, 29 MB)

Weitere Tweets über den DMMK in der Twittersuche oder auf dem Blog des DMMK.

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DMMK Interview: Martin Thomas zum Thema Crowd Surfing

Das zweite englische Interview für den DMMK beschäftigt sich mit dem Thema crowd surfing, speziell welche Auswirkungen dieses auf die Unternehmen hat bzw. welche neuen Anforderungen sich daraus ergeben. Die vollständigen Links und Shownotes finden Sie auf meinem englischen Blog Interview with Martin Thomas.

Download MP3 (26 min, 18 MB)

Weitere Tweets über den DMMK in der Twittersuche oder auf dem Blog des DMMK.

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DMMK Interview: Christoph Salzig

Zum Abschluß der kleinen Interviewreihe unterhalte ich mich noch einmal mit Christoph Salzig, dem „Botschafter für den Deutschen Multimedia Kongress (DMMK)“.

Unter anderem unterhalten wir uns über die erfreuliche Nachricht der fast ausverkauften Veranstaltung und die Krise, letzte Neuigkeiten was es auf dem DMMK geben wird und was das B2B-Umfeld anders macht und warum es keine Grußbotschaften auf der Twitterwall geben wird. Wer mehr über Christoph Salzig erfahren möchte kann dieses unter anderem auf seiner Webseite oder man liest ihn auf Twitter (@http://twitter.com/pr_ip)

Hinweis: Im Laufe der Aufnahme gibt es leider an ein paar wenigen Stellen eine kleines Skype-Problem.

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Download MP3 ( 23 min, MB)

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DMMK Interview: Sven Doerrenbaecher, Daimler AG

Sven Doerrenbaecher ist Leiter Media-Management Mercedes-Benz und gibt Einblicke, warum ein Auftreten im Netz selbstverständlich seit mehreren Jahren für seine Firma ist und welche Herausforderungen die gar nicht mehr so neue Welt bietet.

Auf dem DMMK wird er auf dem Panel „Das neue Leitmedium in der Markenkommunikation?“ teilnehmen, und über ein paar der Fragen unterhalten wir uns auch in diesem Interview:

Was macht das Internet zum zukünftigen Leitmedium für die Markenkommunikation – was fehlt ihm noch dazu? Was bedeutet dies für Werbungtreibende, Agenturen und Vermarkter – welchen neuen Anforderungen müssen sie sich stellen? Welche Währung für die Bewertung der Effekte digitaler Markenkommunikation wird sich durchsetzen?

Er twittert zwar nicht und hat auch kein Blog, aber wer möchte kann sich mit ihm über Xing vernetzen bzw die Angebote von Daimler online ansehen, zum Beispiel das erwähnte Mercedes Benz TV oder die Mixtapes.

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