2007 kann kommen

Üblicherweise ist Ende des Jahres bzw. Anfang des Jahres der Punkt wo man sentimental auffährt „2007? Ich hatte mich noch nicht mal and 2006 gewöhnt!“. Lange Jahre ging mir das genauso – ich erinnere mich noch an den Beginn von 2005 wo ich dachte: „Fünf? Ich fühl mich eher wie 2002!“. Diese Mal ist es anders.

Ich fühle mich nach „im Hier und Jetzt seiend“. Und ich denke das ist eines der besten Gefühle was man haben kann. Nicht daß das was ich tue oder vorhabe in Stein gemeißelt ist, aber ich fühle mich nach Silvester 2006 und schaue mit Begeisterung und Freude nach vorne.

2006 war sicherlich für mich eines der turbulentesten in meinem Leben, mit vielen (Ver-) Änderungen und neuen Bekannten und Freunden, aber auch einer Menge unangenehmer Dinge die es zu überwinden galt, aus den verschiedensten Bereichen des Lebens. Und viel Schönes und Aufregendes.

Dieses wird der erste Start in das neue Jahr seit fast 10 Jahren sein, wo die erste Woche nicht darin besteht in die Firma zu rauschen und mit fast der wichtigsten Aufgabe des Jahres zu beginnen – die vorläufigen Umsätze und Abschätzungen zum Ergebnis zu liefern. Mit einem Haufen Gebietsleiter und die Chefs im Nacken die schon Neujhar freundlich aufs Band sprechen wann ich denn mit den Umsätzen fertig sein würde. (Übrigens eine der wenigen Zeiten wo „seid still und bringt mir Kaffee und Milch!“ wirklich funktionierte.)

Vermisse ich das? Nicht wirklich. 😉 Ich werde auch nicht den Stress vermissen, der die ersten Monate des Jahres begleitet hat. Umsatzübersichten, dann vorläufige Ergebnisse, sowie zeitgleich mit der Umstellung all meiner Systeme auf die neue Jahresstruktur noch Prämienberechnung auf dem Stand des alten Jahres, ein sog. Kickoff wo noch Zahlen für alle möglichen Folien zu liefern sind …

Als ich im Dezember letzten Jahres meinem Chef erzählte das ich das Unternehmen verlassen werde hatte ich zwar schon eine Ahnung daß es ein komisches Gefühl sein würde meinen Job bzw. meine Tätigkeit quasi im Shutdown-Modus zu fahren aber die Realität ist wie so oft ganz anders.

Midlife-Crisis geht glaube ich anders
Zusammen mit meiner Ausbildung habe ich mich 15 Jahre in einem klassischen Großunternehmen befunden, eine Zeit wo einige aus meinem Jahrgang vielleicht gerade endlich angefangen zu arbeiten.

„Kannst Du Deine Midlife-Crisis nicht anders bewältigen?!“ war eine durchaus ernst gemeinte Frage eines Kollegen. Nun, es war keine Krise sondern eine natürliche Weiterentwicklung. Und schaue ich auf die Monate ab Juni, so ist diese Zeit vor allem geprägt von Reisen, besonders ins Ausland.

Ja, es war etwas besonderes in die USA zu fahren und auch an die anderen Orte an denen ich unterwegs war, aber es war nicht etwas überwältigendes Besonderes. Sondern es fühlte sich so an, als wenn es schon immer so hätte sein sollen.

Mein Leben mag für andere obskur sein, oder geprägt von Dingen „die ich mir besser mal abgewöhnen soll, weil normale Menschen das so nicht tun“. Sorry to break the news to you: This is normal for me.

Und zu „normal“ gehört für mich auch eine starke Ausrichtung auf den englischen Sprachraum. Eigentlich eine sehr bizarre Entwicklung, habe ich doch quasi die Jahre 1991 bis 2002 im Dornröschenschlaf bez. der Sprache verbracht die ich die zehn Jahre davor gelernt habe.

Ja ich habe speziell in den letzten Monaten öfter Probleme die beiden Sprachen auseinanderzuhalten aber Englisch als Sprache ist in meinen Alltag eingezogen und ich freue mich darüber daß ich auch morgens im verschlafenen Zustand auf Englisch-Modus schalten kann. (Neu allerdings: Das mir vorgeworfen wird mein Deutsch würde Englisch klingen).

*zufriedenguck*
2006 war für mich ebenfalls das Jahr der Wiederentdeckung des IRC und alter Netzstrukturen. All dieser neumodische Kram wie Second Life und co kann nicht darüber hinwegtäuschen daß das wirklich faszinierende an dieser Netzwelt die Menschen sind – und was sie mit dem Netz anstellen.

Und wie üblich mach sowas weitaus mehr Spaß wenn man in Kontakt mit anderen Teilnehmern mit ähnlichen Interessen zusammenkommt. Und da finden sich immer wieder die gleichen alten Bekannten – früher oder später. Und auch bei neueren Bekannten gibt es häufig den Punkt wo man auf auf ein „damals“ zurückblicken kann. Ich denke 2007 wird ein Jahr werden wo ich auf einige dieser alten Bekannte noch mal aktiver zugehen werde und sagen werde „weißt Du noch, damals?“.

Damals?
Ich werde im Januar 36 und darf dann bei Befragungen „eine Kategorie älter“ antworten, also idR 36-45 (brrrr). Über zehn Jahre Internet, fast 20 Jahre Chat, über 20 Jahre Computererfahrung. Alles was in diesen „mehr als einstelligen“ Erfahrungsschatz hineinfällt bedeutet nicht nur „oh Gott wirst Du alt“ sondern auch in positiver Form „wie lange ist all das schon wirklich, echter Bestandteil Deines Lebens“.

Ein Bestandteil des alltäglichen Lebens wie Warmwasser. Und so gehört sich das auch. Menschen, die immer noch glauben das Menschen wie ich „nur mal jemanden brauchen der sie an das reale Leben heranführt“, nun ja. Um Danone zu zitieren: Früher oder später kriegen wir Euch alle.

Allerdings, wenn ich an die Menschenmassen von gestern denke, die mir im Kölner Bahnhof begegnet sind und wie die drauf waren … bleibt noch ein wenig drüben! 😉

Und 2007?
Keine Ahnung. Aber ich schaue mit erwartungsvollem Lächeln nach vorne und freue mich auf viele schon geplante Dinge die die nächsten Monate einfach nur superinteressant machen werden! 🙂

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Do you spiek Bahninglisch? Kän you plies üben gehen?

Ich glaube ich werde bald kleine Aufkleber drucken auf denen steht „Zänk you aber I spiek onlie Bahninglisch.“ Es ist bereits ein „running gag“ im Zug wenn die Schaffner wieder einmal „Zänk ju for trafeling Deutsche Bahn“ ankündigen – aber das ist auch nur ein Satz pro Haltestellen.

In den letzten Tagen durfte ich auf dem CCC-Kongreß in geballter Form Deutsche Englisch sprechen hören und das eine oder andere Mal hätte ich mir am liebsten Kopfhörer aufgesetzt oder Pflaster verteilt.

Es geht dabei weniger um Gramatik oder aktives Vokabular, sondern um den Teil den in meiner Kindheit nicht nur Legionen von Lehrern sondern auch Otto versuchte den Deutschen beizubringen: Aussprache. Besonders das th.

sis is se fjutschr of frie ent openn sorßsoftwehr

Ja, der normale Amerikaner und Engländer sind immer entzückt wenn sog. non-native speaker mehr als eine Vokabel in ihrer Sprache von sich geben, aber auch sie haben Schwierigkeiten einer Unterhaltung zu folgen wenn der größte Teil aus Zischlauten besteht.

Und ich weiß aus Berichten das irgendwann (eher früher als später) der Punkt erreicht wird an dem man nicht mehr zuhören kann. Erst recht nicht wenn diese Laute z.B. im Rahmen eines Podcastes und des MP3-Encodings zu regelrechten Zischlauten werden.

Kombiniert man das noch mit den anderen ‚Besonderheiten‘ des harten deutschen Akzentes dann kommt irgendwann der Peter-Lustig-Moment beim Zuhörer: Er schaltet ab.

Viele mag das nicht interessieren oder stören und mir ist schon klar daß ich darauf empfindlicher reagiere als die meisten (z.B. Inder mit ihrem eher Singsang oder auch nur deutsche Dialekte …) doch Erfahrung zeigt: es stört nicht nur mich. Und stelle ich mir die Frage: Warum arbeiten diese Menschen nicht an ihrer Aussprache?

Ich spreche hierbei nicht die Deutschen an die vielleicht ein zwei Mal im Jahr ihr Bier und Essen auf Englisch bestellen wollen, sondern diejenigen die sich mehr oder minder regelmäßig auf Englisch unterhalten und da z.B. auch Interviews geben (wollen) bzw als Sprecher auf Veranstaltungen kommen wollen.

Aussprache und Verständlichkeit IST ein Faktor, der bei der Entscheidung für oder gegen jemanden spricht. Oder ein Interview. Es sind mindestesn 5 Personen mit denen ich auf dem 23c3 ein Interview hätte führen können es aber gelassen habe, weil ich die Aussprache schon meinen Ohren nicht antun wollte – geschweige denn den Ohren der Hörer. Und zwei wo ich noch die Rückmeldung meiner englischen Partner abwarte ob es dem Hörer zumutbar ist.

Wohlgemerkt, nichts davon hat mit dem Inhalt zu tun. Sondern nur mit der Ausprache.

Also, ran an die Mikrophone und ein paar Sätze auf Englisch aussprechen und aufzeichen – und sich dann selber kritisch anhören ob oder ob nicht die eigene Aussprache erträglich ist. Die Umwelt wird es danken. 😉

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Bahnfahren mit Becks

Der Trend geht eindeutig zur Kiste Bier (oder mindestens Sixpack) im Zug. Zugegeben auf einer Fahrt am Silvesterabend möchte man vielleicht schon vorglühen, aber nachmittags um drei? Da muß man bis Mitternacht noch einiges an Alkohol nachlegen um den Pegel aufzubauen bzw. zu halten.

Aber zurück zum Becks. Auf meinen Reisen Hamburg – Berlin – Köln als auch von München zurück nach Hamburg war es unisono Becks welches in Einzelflaschen aus dem Rucksack bzw der Sporttasche geholt wurde – und verhältnismäßig oft Becks Gold.

Gerade ging ein Trupp junger Herren vorbei mit diversen Kisten von irgendwas lokalem, aber das war bisher die Ausnahme. DIE würden ihr Leergut wenigstens wieder mitnehmen, die anderen lassen die Flaschen meistens einfach stehen. 🙁

Ein neuer Trend wie Club Mate in Berliner „Nerd“-Kreisen? 😉

[„Wir erreichen jetzt Bielefeld“. Ja klar.
Ich weiß, es ist alt. But I can’t help it.]

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Internetzugang im Hotel oder dumm gelaufen

Mein sehr preiswertes Ho(s)tel am Gesundbrunnen hat keine eigenen Internetversorgung sondern nur einen Swisscom-Zugang. Mit 13 Euro auch nicht gerade preiswert für 24 Stunden aber angesichts des geringen Zimmerpreises durchaus akzeptabel.

Wenn, ja wenn man nicht so arbeitet wie zuhause. Hatte ich mir den Zugang extra so gekauft daß ich bis heute Mittag Netz hätte was nach Frühstück und Auschecken noch eine Stunde Surfen in der Lobby bedeutet hätte. Danach hätte ich eine Stunde Zeit zum Zug gehabt – hätte.

Denn der Zugang für 13 Euro hat ein 400 MB Limit welches ich gestern abend gegen 10 durch ein unachtsames Anschmeissen meines Podcastclients innerhalb weniger Minuten absolut verbraucht hatte – und er mich zurecht rausgekickt hat. Mit noch 14 Zeitstunden Nutzungsmöglichkeit über. Grrrr.

So kam ich wenigstens einigermaßen früh ins Bett, aber bei der schon in meinem Postfach liegenden Umfrage der Swisscom (Wap-Flatrate sei Dank) weiß ich schon jetzt was ich reinschreiben werde: Wenn ein Kunde das Limit ausnutzt sollte man ihm die Möglichkeit zum „Upgrade“ geben!

Und hoffen wir für 2007 auf endlich bessere Datentarife!

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Ich liebe die Iriver-Aufnahmegeräte

Sturm in Rom, die Frisur sitzt.

So bzw ähnlich wurde immer Werbung für 3-Wetter-Taft gemacht und wenn ich mir heute die Ergebnisse von meinem Iriver-Aufnahmen von 23c3 ansehe kann ich nicht anders sein als (mal wieder) in Begeisterungsströme auszubrechen.

Laute (wirklich laute) Hintergrundgeräusche, leise Interviewpartner – und der Iriver T30 nimmt trotzdem primär die Stimmen auf und weniger die Hintergrundgeräusche. Hach! So soll das sein.

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Blogger? Ab in die VG Wort.

Systeme wie die VG Wort – das sind die die von jeder Eurer Kopien Geld behalten weil Ihr böse Raubkopierer seid, auch wenn es eigene Texte sind – kommen langsam auch in der „Internet-Welt“ an. Im Telepolis-Artikel steht dazu

Ab 1. Januar 2007 führt die [extern] Verwertungsgesellschaft Wort das [extern] Metis-System für die Meldung von Texten im Internet ein. Metis soll den Missstand beheben, dass die Verwertungsgesellschaften zwar pauschale Kopierabgaben auf IT-Geräte fordern, bislang aber Veröffentlichungen im Netz bei der Ausschüttung vernachlässigten.
[..]
Laut Annette Wagner, der Metis-Expertin der VG Wort, können „geschlossene Beiträge ab 1.800 Anschlägen, die offen als Text oder in Form eines kostenfreien, nicht kopiergeschützten Downloads (PDF) im Internet stehen“, gemeldet werden.

Na, für sowas bauen wir dann auch freiwillig sogar Zähler ein. Allerdings bin ich mal gespannt wie sich das entwickeln wird wenn durchaus nicht unerfolgreiche Blogeinträge gegen klassische Werke antreten – da könnten einige eine Überraschung erleben.

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Quotes

Eines der Dinge die auch in die Liste der „5 Dinge ..“ gehören könnte ist: Ich liebe Zitate. Ich habe schon als ‚junges Mädchen‘ kleinere Listen von meinen Lieblingszitaten geführt und es war eine meiner ersten Textdateien auf meinem PC. Ich habe heute noch eine Kopie davon, geschrieben mit Star Writer.

Ich war just am googeln einer Textzeile (man ist ja inzwischen zu faul es genau aufzuschreiben, wenn googlen drei mal schneller geht) und ich stieß auf diese nette Seite von der ich einige Quotes zitieren möchte weil sie mir so gut gefallen haben. 🙂

There are three kinds of death in this world. There’s heart death, there’s brain death, and there’s being off the network. — Guy Almes

On the whole sex is less confusing than love, lust is less confusing than sex, and chocolate is less confusing than any of them… Chocolate is by far the safest bet in every respect, but sex is by far the most interesting. — Jacky Fleming

Vision without action is a daydream. Action without vision is a nightmare. — Japanese Proverb

The great thing is, if one can, to stop regarding all the unpleasant things as interruptions in one’s „own“ or „real“ life. The truth is, of course, that what one regards as interruptions are precisely one’s life. — C. S. Lewis

Egoist: a person more interested in himself than in me — Ambrose Bierce

Never be bullied into silence. Never allow yourself to be made a victim. Accept no one’s definition of your life, but define yourself. — Harvey Fierstien

Imagination is more important than knowledge. — Albert Einstein

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Kommunikation

Warum ist das kommunizieren immer wieder so schwierig?

Warum muß man um ein Thema herumtänzeln als wären es glühende Kohlen wenn die Unterhaltung eigentlich ganz einfach, leicht und erfreulich sein könnte?

Warum kann nicht mehr Offenheit herrschen, warum nicht mehr Austausch?
Es würde das Leben so viel einfacher machen.

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5 things you might not know about me

Eingesammelt habe ich das Meme von Jonas, aber ich mag es lieber auf Deutsch beantworten – 5 Dinge die man nicht unbedingt über mich weiß. Ein nettes offenes Meme zu Weihnachten.

  • Schrift: 5.
    Ich hatte nie eine bessere Note in Schrift als eine 3 und der Standard war 5. Was ich absolut unfair fand, denn meine Schrift war lesbarer als so manche Jungenschrift. Aber als Mädchen hätte ich eben eine „schöne“ Schrift haben müssen.

    Es war sehr nett daß sie in der 10. Klasse aufgehört haben diese Note zu verteilen. Wahrscheinlich auch einer der Gründe warum ich so schnell den Computer mochte. Selbst sehr konservative Teile meiner Familie bevorzugen (lesbare) Dinge geschrieben am Computer gegenüber unlesbaren aber handgeschriebenen Briefen.

  • Ich trinke fast nie Alkohol
    Nicht weil ich dagegen bin, sondern weil ich ihn nicht mag aber „schlimmer“ noch: Weil er nicht wirkt.

    Die schlimmste Nacht meines Lebens mit dem dicksten Brand war meine erste Abifeier. Grund war ein Barmann der sich mit Cola-Rum an mir rächen wollte weil ich ihn ein anderes Mal abgefüllt hatte. Mir ging es zwar dreckig am nächsten Tag, aber ich weiß trotzdem leider noch alles von dem Abend. Ich bin mir nie sicher ob ich froh darüber sein soll oder ob ich etwas verpasse. 😉

  • Ich sitze ungern auf Stühlen.
    „Meine Kindheit habe ich auf dem Fußboden verbracht“ könnte der Beginn einer Leidensstory sein, ist es aber nicht.

    Kindheitserinnerungen an einen kleinen Platz zwischen Kachelofen und Fernseher bei Oma, viele Spiele und Dinge die man auf dem Boden viel besser ausbreiten konnte und zum Lesen hinfleezen … all das ginge zwar auch ‚ordentlich auf einem Stuhl sitzend‘ aber nicht stuhlartiges ist mir auch heute noch lieber.

  • Ich habe niemals eine Tanzschule besucht.
    Nunja, fast niemals. Mein einziger Tanzkurs entstand aus der damaligen Begeisterung aller weiblichen Teenager für Dirty Dancing, den ich glaube ich sechs Mal gesehen habe. Mehr als ein Tanzkurs ist es dann aber nicht geworden …
  • Marion Zimmer-Bradley ist meine Lieblingsautorin – für ihre Darkover-Werke
    Viele kennen MZB nur von den Avalon-Büchern (Nebel von Avalon und Co.), die in meiner Jugend als typische Mädchen-Bücher aufkamen bzw. „für junge Frauen“. Diese fand ich grottenlangweilig.

    Der Darkover-Zyklus hingegen ist ein vielschichtiges Werk dessen Kernelement mich frappierend an das Netz und die Verbindungen untereinander erinnert und einer der wenigen Werke die ich in mehr oder minder regelmäßigen Abständen komplett neu durchlese. Tip: Auf Englisch lesen.

    Grob was ist Darkover?
    Darkover ist ein vergessener Kolonialplanet der Erde, auf dem sich aufgrund lokaler Begebenheiten eine mittelalterliche Gesellschaft herausgebildet hat inklusive feudaler Strukturen. Darkover als Planet wird ‚wiederentdeckt‘ von den Terranern die meinen Technik sei das einzig erstrebenswerte, wobei die herrschende Kaste ganz andere Möglichkeiten hat und gar nicht so rückständig ist wie zuerst geglaubt.

    Zu dieser Kaste kann nur jemand gehören der Psi-Kräfte besitzt (mein Lieblings SF-Aspekt). Hauptmerkmal des sog. Larans ist die telepathische Begabung und die Romane drehen sich nicht nur um Machtverhältnisse zwischen den Bewohnern und den Terranern, natürlich um die Rolle der Frau inkl. von Amazonen, sondern auch aufgrund MZBs Neigung um die Akzeptanz von Bi-/Homosexualität. Wer mit der Serie anfangen möchte kann es durchaus mittendrin tun, ich empfehle Heritage of Hastur.

    In dieser Welt geht es um „Kopfblinde“ und „normale Menschen“ aus der Perspektive der begabten Kaste, und viele der dortigen Probleme bzw. Lösungen haben frappierende Ähnlichkeiten mit der Kommunikation im Netz – ich sage nur Digital Na(t)ives.

Weiterreichen tue ich es an

  • an Falk wegen der Digital Na(t)ives und dem Gruppendruck
  • weil er so still ist aber Interesse an Darkover gezeigt hatte Torsten (und weil seine Serie “ … ist“ immer so wundervoll geschrieben ist)
  • Lia weil ich gespannt auf das Ergebnis bin und damit mal was anderes als Rezepte in dem Blog stehen
  • Thomas den ich wohl nächste Woche zum ersten Mal sehen werde obwohl wir uns schon seit 10 Jahren kennen
  • und Devlog, weil ein Narr immer in die Sammlung gehören sollte

(Bonus: Alles alte Ircer. Ja, 2007 wird wieder ein IRC-Jahr für mich)

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