Schreibmaschinenkurse für Jugendliche

Morgens, halb zehn im Zug nach Hamburg. Na gut, zehn. Neben mir sitzt ein „junger Mann“ – offensichtlich ein Student, und tippt wohl seine Hausaufgaben zusammen. Die Notizen auf einen Block eng geschrieben, den er auf den Abfallbehälter in diesem Nahverkehrszug gelegt hat, ab und zu der Griff zur Seite zum Buch und schaut konzentriert auf seinen Laptop. Auffällig an ihm ist die Selbstverständlichkeit mit der er im Zehn-Finger-System seine Notizen niedertippt.

(Lange Beine haben übrigens einen großen Vorteil – sie schaffen einen rechten Winkel der es viel einfacher macht am Rechner zu tippen, während ich mit kürzeren Beinen immer etwas zum Aufsetzen brauche. )

Während viele in meinem Alter und drüber nur so tippen wenn sie zu einem Kurs gezwungen wurden, tippen die meistens im 2-4 Fingersuchsystem. Das kann auch sehr schnell gehen, dauert aber bei den meisten recht lang.

Schaue ich mir den Jungen aber an stelle ich mir die Frage: Wann hatten es Eltern je leichter, ihre Kinder zu einem Schreibmaschinenkurs zu bewegen?

„Komm, wenn Du das gelernt hast kannst Du noch viel schneller chatten!“ E-Mail zieht ja wohl nicht mehr, aber für Chat am Computer sollte dieser Trick noch funktionieren. „SMS tippen kann ja jeder!.

Denk ich mir jedenfalls so. Irgendwelche Erfahrung anwesender Eltern mit Teenagern? Ich erinnere mich, daß es für Kinder nicht einfach ist an normalen Mäusen (geschweige denn Tastaturen) zu arbeiten und ich weiß, daß es spezielle Mäuse für Kinder gibt, aber Tastaturen?

Anderfalls machen Übungen zum Lernen wenig Sinn, denn Tasten / schnelles Tippen leben davon, daß man eben blind tippen kann. Das sind Muskelbewegungen in ganz bestimmter Form und Anordnung, die nach einer Weile (so der Idealfall) automatisch ohne Nachdenken erfolgen.

Weswegen es auch wie zum vierten Mal tippen lernen ist, jetzt mehr auf Englisch zu schreiben – die Standard-Buchstabenfolgen sind einfach andere. Was auch neue Standardfehler nach sich zieht. Beruhigt hat mich gestern eine Nachricht von jemandem der auch ein ic im Namen hat – er tippte es auch ci obwohl er aus einem anderen Sprachraum kommt. 🙂

Zurück zu den Kindern und Teenagern die tippen lernen. Als junge Menschen sind sie noch drauf gedrillt schnell und viel zu lernen und den Lernprozess als ein alltägliches Übel hinzunehmen. Auch wenn sie nicht gut darin sind, die Ansage „Du lernst jetzt tippen“ sollte wenig _echten_ Widerstand nach sich ziehen. Oder?

Neben „ich kann jetzt chatten“ gibt es eventuell noch eine andere Konsequenz: Wenn wir davon ausgehen daß der heutigen Jugend Tippen einfach von der Hand geht, also eine der großen Hürden genommen ist, welche Auswirkung hat das auf Dinge wie Bloggen?

Auch wenn das Jungvolk lieber chattet habe ich weiterhin die Hoffnung das wenigstens eine Handvoll pro hundert als Blogger übrigbleiben. 😉

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Amerikanische Sportarten

Neben Frauenbowling (die Kleidung ist wichtiger als das Ergebnis) hatte Poker gerade wieder Saison, trotzdem beherrschen die großen Sportarten alle Fernsehsender:

Der gemeine Amerikaner scheint in Bars / Lounges / im Flughafen gerne Sport zu schauen. Selbst tagsüber gewinnt der Sportsender über den Nachrichtensender, was u.a. daran liegen mag das sich sowohl Baseball als auch Football über einen längeren Zeitraum hinziehen und ‚immer etwas passiert‘

„We need instant gratification!“ ist ein Spruch den ich öfter hörte.

American Football kenne ich die Regeln ja ungefähr, aber bei Baseball? Gut, daß der Werfer in einen bestimmten kleinen Bereich treffen muß wird einem schnell klar wenn der Fernsehsender besagtes Rechteck immer wieder einblendet, aber darüber hinaus?

Fragen an die anwesenden Herren in der Umgebung erzeugen Erklärungen wie man sie auch für Fußball bekommen könnte: „Fußball ist ganz einfach. Fangen wir mal mit Abseits an!“. Erstaunlicherweise sind die Kommentare über ‚Soccer‘ nach der WM deutlich freundlicher geworden (im Vergleich zum März als ich hier war).

Mein Kommentar das die Amis sich eigentlich ganz gut geschlagen haben wird allerdings unisono mit Verwunderung aufgenommen. „Aber wir haben doch nicht gewonnnen?“ „Naja, das war ja wohl von zu erwarten. Aber hei, Ihr seid weiter gekommen als ich gedacht habe“ „Wir sind also keine Favoriten gewesen??!“

Nein. Vielleicht beim nächsten Mal. 🙂

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Ist Ihr Stuhlgang weich genug?

Ich bin mir nicht sicher ob es die Unterdrückung des Sex-Triebes ist (jedenfalls in Werbung und Öffentlichkeit ist), aber amerikanische Werbung ist ‚weird‘.

TV-Serien ‚in echt‘ zu sehen war eines der Dinge auf die ich mich gefreut hatte – ich weiß, ich hätte es besser wissen sollen. Wer jemals amerikansiche Fernsehsendungen gesehen hat kennt die mannigfaltigen Unterbrechuchungen die aus 42 Minuten Sendezeit eine Stunde TV-Programm machen.

Der gemeine Fernsehkanal führt also Werbung noch und nöcher – und Mittel zur Verbesserung der Blase und des Stuhlganges sind momentan der Renner. Natürlich nennen sie es nicht so, sondern zeigen eine Comicfigure die sich auf einmal viel kuscheliger in ein Sofa legen kann und mit rauchiger Stimme wird angekündigt „Hätten Sie es gerne etwas ‚more comfortable‘ ohne das es gleich ein Abführmittel ist? Möchten Sie liegen bleibe, sitzen bleiben etc anstatt so oft zur Toilette gehen zu müssen?“

Nicht das ich grundsätzlich etwas gegen solche Werbung habe – auch wenn das nur knapp über Klingeltonwerbung steht. Allerdings warum das immer zur Essenszeit laufen muß … Dann doch lieber Viagra-Werbung.

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Die Abkehr von Myspace und Co. bedeutet nicht die „Rückkehr“ zu alten Kommunikationsformen.

Jochen Reinhardt verweist in der Gruppe „Business Weblogs auf openbc einen Artikel von AP „Wired-weary youth seek face time
Some experts believe social-networking trend has reached saturation point“
und fragt

Umkehrtrend bei Neuen Medien in den USA?
[…]

„As the novelty of their wired lives wears off, they’re also are getting more sophisticated about the way they use such tools as social networking and text and instant messaging – not just constantly using them because they’re there.

‚I think we’re at the very beginning of them reaching a saturation point,‘ says [Michael] Bugeja, director of Iowa State’s journalism school and author of ‚Interpersonal Divide: The Search for Community in a Technological Age.‘ „

Wo ist die die Balance zwischen Face2Face und virtueller Interaktion?

Eine Forum-Antwort und ein Blogposting
Während des Schreibens einer Antwort wurde mir klar, daß nur ein Teil davon in die openbc-Gruppe als Antwort gehört und der Rest in ein Blogposting. U.a. weil ich die Diskussion nicht nur in der Gruppe führen möchte, sondern auch wie üblich per Kommentar und Mail mit meiner sogenannten „peer group“.

Natürlich könnte ich ein paar anzurufen und über dieses Thema reden, aber daß würde genau dem Gedanken folgen, mit dem ich diesen Text geschrieben habe: Unsere Kommunikationsverhalten haben sich geändert und wir werden nicht mehr zu den ‚alten‘ Formen zurückkehren.

Ein Teil der Leser meines Blogs sind Freunde, ein Teil sind Bekannte, ein Teil kenne ich gar nicht und die Besucher via Suchmaschine erst recht nicht. Der größte Teil der Leser sind mir unbekannte Menschen, aber dieser Weg der Kommunikation ist der effizienteste um meine Gedanken zu den mir wichtigen Menschen zu bringen. Die anderen sind sozusagen der Bonus.

Mein letzter Trip in die USA zur Portable Media Expo in Kalifornien war vor allem dazu gedacht „Face time“ mit Menschen zu teilen, die ich zum Teil seit zwei Jahren kenne, deren Stimmen ich regelmäßig höre die aber einfach zu weit weg sind, um sich kurz mal zu treffen. Die Begegnung hat zu einer neuen Tiefe in einigen Freundschaften geführt, einige neue erzeugt – all das wäre aber überhaupt niemals entstanden, wenn wir nicht vorher eine virtuelle Verbindung aufgebaut hätten.

Und einige Teilnehmer mit denen ich mich schon vorher nicht verstanden habe? Die Begegnung hat auch diese Abneigung „vertieft“. Der Grund warum ich zu diesem Treffen gefahren bin und nächstes Jahr fest auf meinem Reiseplan steht? Weil es ein Schritt weiter in der jeweiligen Beziehung gewesen ist, aber keinesfalls ein Ersatz und eine Rückkehr zu reiner „face time“.

Zurück zu der Meldung über den angeblichen Umkehrtrend.

Ich sehe da wenig ‚Umkehrtrend‘ mehr falsche Schlußfolgerungen bzw. Andeutungen. Ich vermisse die klaren Aussagen über die generell geänderten Verhaltensweisen in der Kommunikation für den Leser um ihn daran zu erinnern, daß „ich höre auf myspace zu benutzen“ nicht die Rückkehr zu einer non-online vernetzten Welt bedeutet

„For some, it would be unthinkable – certain social suicide.“ sagt der Artikel über den Entschluß einen Myspace-Account zu kündigen. Von wegen.
Der Grund warum in dem Beispiel der 26 jährige seinen Myspace-Account kündigt – er ist der Usergruppe dieser Anwendung entwachsen. Seine neue Heimat heißt auch nicht Facebook (zu sehr college- orientiert) sondern Linkedin.

Er wird dort nicht mehr jeden Tag hingehen und nach neuen Freunden suchen sondern wissen, wie ein solches System funktioniert; außerdem hat er jetzt einen Job und weniger Zeit für solchen Schnickschnack. Linkedin wird er zurückführen auf die Basisfunktionen die er aus diesem System benötigt und in der sonstigen Zeit seine Kontakte aufgrund anderer Kriterien aufbauen.

Die Aussage ’sucht persönliche Begegnung statt online Interaktion“ sehe ich wie gesagt nicht. Er impliziert die Aussage daß nur ‚persönlicher Kontakt“ der wertvolle Kontakt ist und alles andere nur ein Surrogat.

[Es ist etwas versteckt in dem Artikel: Der ‚Saturation point‘ der hier erreicht wird ist der „ich benutze es weil es da ist“, nicht jedoch „ich höre auf es zu benutzen“. ]

Unsere Kommunikationsformen haben sich geändert
In dieser schlichten Betrachtungsweise wird unterschlagen, daß moderne Systeme der Kommunikation (speziell Systeme die mehr Inhalte produzieren als „be my myspace friend“) ein tieferes Verständnis der anderen Person erzeugen können als wenn ich mich jeden Tag mit dieser Person treffen kann.

Ich habe viele Bekanntschaften und Freunde online, die in kurzer Zeit eine Tiefe erreicht haben, die ich sonst nur mit wenigen guten Freunden teilweise über Jahrzehnte „in real life“ aufgebaut habe. Mir ist ebenso klar das die meisten meiner Altersgenossen diese Erfahrung nicht teilen. Für die nachkommenden Jugendlichen jedoch ist das Teil ihrer generellen Kommunikationsform geworden.

Es ist eigentlich schon immer die Erfahrung gewesen das Teilnehmer an virtuellen Systemen zwar zunächst sich mit aller Welt verbinden / unterhalten und das ganze nutzen, dann aber doch sehr schnell der Wunsch aufkommt, jemanden a) zu sehen b) zu hören c) zu treffen. Nicht weil es die logische Folge ist, sondern weil Teile dieser für uns so gewohnten Kommunikation in der reinen Online-Welt fehlten.

Jede Frau die sich jemals in einem Chat-System rumgetrieben hat weiß, daß die Frage nach „wie siehst Du aus???? Hast Du ein Foto!!!“ oft eine der ersten und wichtigsten für die männlichen Teilnehmer ist. (Die meisten Social Software Systeme unterstützen diesen Trend natürlich.)

Die virtuelle Welt – so spannend sie auch für viele ist – ist für die meisten viel zu abstrakt aufgebaut, viel zu unverständlich. Sobald ein System herauskommt das es einfacher macht mit anderen zu kommunizieren wird es genutzt – und bisher genutzte Systeme links liegen gelassen. Das haben wir mit Spielzeug als Kinder ganz genauso gemacht.

Die Kindheit ist ein passabler Vergleich mit den Myspace-Systemen von heute – wer hat in der Grundschule noch Kontakt zu Kindergartenfreunden, in der weiterführenden Schule zur Grundschule? Wenige Ausnahmen, wenn überhaupt.

Warum die abstrakte Onlinewelt nach (be-)greifbareren Alternativen hungert
Zurück zur Face to Face Kommunikation und zum Abstrakten: Einer der Gründe warum Podcast m.E. erfolgreicher / mit mehr Wirkung behaftet sind als Blogs liegt schlicht darin, daß ich etwas sehe bzw jemanden hören anstatt nur trockenen Text zu lesen. Das entspricht viel mehr der menschlichen Art der Kommunikation.

Virtuelle Welten wie Second Life erlauben mir noch einen Schritt weiterzugehen: Obwohl Audio momentan noch kein Teil des Systems ist, wird die Möglichkeit jemanden zu sehen und bei den Bewegungen zu beobachten als so wertvoll wahrgenommen, daß es viel realer erscheint als einen Text zu lesen oder zu hören.

Fortgeschrittene Spieler / Nutzer von Second Life nutzen übrigens Skype zur gleichen Zeit, um den Audioaspekt hinzuzufügen und auf das rudimentäre Chatsystem verzichten zu können.

Videokonferenzen sind nicht deswegen unbeliebt an sich sondern weil es so umständlich ist diese zu nutzen bzw. aufwendig aufzusetzen.

Und warum wird ein E-Mail-freier Tag im Unternehmen begrüßt als effiziente Abwechslung? Weil die meisten User keine Ahnung haben wie sie die Systeme benutzen können und sollen. Schaut man in normale Unternehmen sieht man auch heute noch Massen von Mails mit CC, nicht aussagekräftigen Subjects etc.

F2F wird gesucht, weil für die meisten der heutigen Mitarbeiter die neuen Tools eben nicht effizient genutzt werden sondern versucht wird mit alter Denke neue Systeme zu benutzen. So wie auch heute noch die meisten Mitarbeiter eine Textverarbeitung mit dem Mind Set bedienen, sie hätten eine mechanische Schreibmaschine vor sich.

Die Jugend von heute bringt ein anderes Verständnis in die Berufswelt
Hier wird der Aspekt mit der Jugend aus dem Artikel wieder interessant:
Während also „einfache“ Systeme wie Myspace langweilig werden und Accounts gelöscht werden, haben die Jugendlichen trotzdem eine ganze Menge Erfahrung in der Nutzung solcher Systeme erhalten.

Wants, Haves, Favorites, Specialties, wer ist mit wem verbunden findet ein Äquivalent in „wer kann meine Frage beantworten, wer ist zuständig für, wer arbeitet in welcher Abteilung, wer kann mir helfen“ – sofern die Systeme im Unternehmen diese Fragen unterstützen.

Auch die Aussage „Jugendliche verwenden nur noch IM“ nehme ich so einfach nicht hin. Für das private Kommunikationsverhalten ja. Aber der Weg von „ich benutze nur IM“ zu „ich verwende auf der Arbeit E-Mail als Möglichkeit zur Kommunikation“ ist weitaus einfacher als „ich verwende das Telefon“ zu „ich nutze E-Mail als effizientes Kommunikationsmittel“.

Aus meiner Erfahrung würde ich auch sagen daß während letztere Gruppe Meetings bevorzugt (weil man es gewohnt ist) sind Onlinenutzer viel gewillter zu sagen „das müssen wir nicht jetzt bearbeiten, daß können wir viel effizienter / schneller online erledigen“

Face 2 Face time wird damit auch effizienter genutzt und als wertvoller empfunden – nicht jedoch als die einzig mögliche der Interaktion. Darauf aufbauend können Unternehmen komplett neue Konzepte der Zusammenarbeit erstellen, müssen dabei jedoch berücksichtigen ob die Mitarbeiter in Frage schon so weit sind.

Und ein Gedanke zum Schluß
Heute werden Brieffreundschaften von Menschen die sich niemals oder nur wenige Male im Leben gesehen haben als echte Freundschaften angesehen und gelobt. Diese hatten idR nur Text und wenig mehr, während wir heute Möglichkeiten in Bild, Ton, Text in Sekundenschnelle haben. Warum sollte das auf einmal weniger wert sein?

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Ich hasse Zeitzonen.

Es gibt einen einfachen Grund zuhause zu bleiben oder seinen Urlaub in Afrika zu haben – (fast) die gleiche Zeitzone. Ich bin ja gespannt wie lange ich diesmal brauche um mich wieder an die europäische zu gewöhnen; interessanterweise gelingt mir die Anpassung an die kalifornische Zeit relativ schnell.

Weitaus nerviger finde ich es aber, wenn ein Australier darauf besteht einen gemeinsamen Termin in EST zu vereinbaren anstatt mir einfach einen Termin in seiner Zeitzone zu geben. Ich *weiß* das wir 11 Stunden Unterschied zwischen uns haben (plus wohlgemerkt) aber dieses Hin- und Hergerechne zwischen der EST Zeitzone (- 6 Stunden von hier) und seinem Tagesablauf ist einfach nur zum Kotzen.

Nach mehreren Malen hin und her haben wir uns jetzt darauf geeinigt, daß wir in GMT miteinander reden. Wie beim letzten Mal auch. Und siehe da: das von ihm vorgeschlagene selbstgeschriebene Tool zum Zeitzonenvergleich hat immer noch den gleichen Fehler wie beim letzten Mal auch. *seufz*

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Warum ich Pivot benutze

Herr Köhntopp möchte, daß ich mal wieder in Deutsch blogge und es scheint üblich zu sein, mich mit Stöckchen zu bewerfen, wenn ich aus USA zurückkomme. (Das von Herrn Wanhoff und Frau Andresen steht noch aus, ich hadere noch ob ich das auf Englisch schreiben will).

Eigentlich ein Stöckchen zum Thema wird nun in ein anderes Blogsystem verwandelt: Pivot.

Nutzt Du die Blogengine Serendipity?
Nein, Pivot 😉

Wenn ja, was war für dich der Grund gerade diese zu wählen?
Als ich mit meiner Suche nach einer Bloglösung begann gab es noch nicht so viele verschiedene Systeme und die meisten waren Perl-basiert. Ich hasse Perl. Ich habe Basic nie geliebt, aber Pascal spontan gehaßt. C war mir lieb, Perl war … nun ja.

Anfang 2003 waren die meisten Lösungen in Perl und nur sehr weniger in PHP. Ich habe meine ersten Experimente im April / Mai mit einer einfachen PHP-Software betrieben dessen Namen mir gerade zum Verrecken nicht einfällt. Mit gewissen Beschränkungen behaftet war es okay für die ersten geheimen Experimente.

Als klar war daß ich das weiterbetreiben wollte, suchte ich nach Lösungen die zwei besondere ‚Features‘ haben: Möglichst PHP und kein Mysql.

Nicht das wir uns falsch verstehen – ich kann durchaus programmieren. Ich habe nicht nur Pascal, C und Cobol gelernt (man könnte jetzt noch Abap und alte Hostsprachen mit aufnehmen), und die letzten acht Jahre meinen Lebensunterhalt mit AWK-Programmierung verdient, trotzdem bin ich nicht die hypertolle Programmiererin. Ich komme zurecht, aber wenn dann bitte in PHP.

Für die Datenbank gibt es zwei Gründe – zum einen waren damals Accounts mit Datenbankzugriff nicht billig und zum zweiten sehe ich nicht ein, warum ich eine Datenbank brauche. Natürlich gibt es Dinge die weitaus besser mit Datenbank funktioinieren und ein paar Dinge die ohne niemals gehen, nichtsdestotrotz habe ich wenig Lust auf eine Datenbank wenn ich doch nur ein Blog haben will. Meine Pivotinstallationen kann ich einfach per gzip und ftp sichern und neu aufspielen und mir war schon damals klar, daß eines Tages die Spammer Last auf die Datenbank bringen würden.

Wenn ich heute höre wie sich einige wundern warum ihr Server in die Knie geht ob a) der Spam-Angriffe und b) der nicht gerade intelligenten Verwendung der Blogapplikation kann ich nur sagen „man sollte schon wissen, was man dort tut“.

Ich sollte vermutlich hinzufügen daß ich sehr wohl Datenbanken beherrsche und mich daher im Vorteil gegenüber dem normalen Benutzer befinde, der nur wenig Ahnung von Datenbanktheorie und allem was dranhängt hat. Ich mag es nur nicht benutzen.

Würde ich jemandem empfehlen auf ein datenbankbasiertes Blogsystem zu verzichten? Das kommt immer auf den jeweiligen Fall drauf an, den in vielen Fällen kommt man um diese Art von Lösung gar nicht herum. Wer nicht programmieren kann und auf externe Hilfe angewiesen ist MUSS eine solche Lösung wählen, denn die großen Blogsysteme mit Unterstützung sind alle datenbank-basiert.

Für andere also gerne, für mich selber jedoch nicht.

Was müsste Serendipity (oder eine andere Blogengine) anbieten (Plugin, Funktionalität, Geldpreise) damit du deine Blogengine wechseln würdest?

Eine ganze Menge. 🙂 Pivot hat gezeigt wie schwierig es ist, eine durchaus beliebte Plattform zu haben, aber wenig Entwickler. Seit zwei neue zum Core-Team hinzugekommen sind, gibt es eine ganze Menge neuer Innovationen bei Pivot, momentan ist Kommentarmoderation im Test und einiges mehr.

Ich habe schon manches Mal zu WordPress rübergeschielt aber ehrlicherweise muß ich sagen daß mir die Oberfläche absolut nicht gefällt.

Während Pivot also einige Beschränkungen hat und noch bei weitem nicht die Vielfalt der Plugins etc hat es auch eine Menge Vorteile auf die ich nicht verzichten möchte. Die Nachteile die sich ergeben lassen sich über andere Wege kompensieren.

Einfaches Beispiel: Pivot kann keine automatischen Enclosures im Feed produzieren, was mich als Podcasterin natürlich stört. Allerdings verwende ich sowieso Feedburner für all meine Feeds und einen Flashplayer kann ich auch selber einbauen.

Was wäre für dich ein Projekt (Dienst, Plugin, „Codeschnipsel“) an dem EntwicklerInnen von unterschiedlichen Blogengines zusammenarbeiten sollten/könnten?

Sie könnten damit anfangen Binnen-I zu vermeiden. Als zweites wäre es hilfreich die Plugins zu dokumentieren und vielleicht auch über das eigene Plugin hinauszudenken. Um ‚pretty urls‘ zu bekommen schauen sich die Pivot-Entwickler jetzt die Plugin-Lösung von WordPress an und werden diese wohl in der Syntax übernehmen. Die entsprechende Dokumentation z.B. der Fallen in die man gerannt ist hilft einer anderen Engine selbiges zu vermeiden.

Wenn ich ID-basierte URLs auf Titel-basierte umstellen will und dafür htaccess-Regeln benötige sind schließlich alle im gleichen Boot.

Die großen Themen sind sicher Implementierung von Microformats, Spam-Bekämpfung und Autenthifizierung (z.B. OpenID). Generell gilt: Je besser ein Plugin / Theme / what ever sich abstrahieren läßt desto einfacher wird es sein, dieses für verschiedene Blog-Systeme umzusetzen.

Schnappe sich das Stöckchen wer will 🙂 Zum Beispiel Drupal, WordPress, pMachine etc.

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Nicht in Deutsch, in Englisch müßt Ihr schreiben.

Etwas perplex folge ich in meinem Feedreader der Diskussion über die „Edelmann-Studie“ über die angeblich wichtigsten deutschen Blogs und die Erklärungen von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach. Ich hätte ja fast noch Verständnis dafür, wenn ein Ami einfach mal seine Maschine angeschmissen hätte und dann mit diesen Ergebnissen herausgekommen ist.

Hier jedoch ist eine Person involviert die nicht nur Deutsch spricht, sondern sich wenigstens auch ein bisschen in der Thematik auskennen sollte. Und dann kommt sowas dabei heraus?

Wolfgang hätte sehr wohl auffallen müssen bzw. sollte darüber Bescheid wissen, daß Technorati einiges an Schwierigkeiten hat mit der deutschen Verlinkung.

Übrigens: David Sifry liest Blogeinträge, die auf Technorati zurücklinken und kommentiert auch desöfteren mal. Wenn er es denn versteht, ergo es in Englisch ist. Was auch der Grund ist, warum ich diesen Kommentar auf crueltobekind fortsetze. Der Ort, an dem ich öfter als hier über Themen schreibe die Deutschland / Ausland bzw. spezieller US / Europa betreffen. Damit die andere Seite auch mitlesen kann …

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Frierend in San Francisco

Eines der Dinge an die man sich gewöhnen muß: Egal wieviel Sonnenschein es hier gibt, in SF ist es immer winding und immer kühl. Wie ich im Sommer hier war hatten sie eine Hitzewelle – das bedeutete man konnte ohne Jacke nach draussen.

Nicht so diese Tage. Der normale Einwohner scheint dran gewöhnt zu sein, ich schwanke zwischen zu kalt, zu warm und „ich hasse Air condition“.

Wie üblich schimpfen sich eine Menge Deutsche durch die Strassen – offensichtlich meinen die immer wieder daß niemand sie versteht. Auch wenn die Bedienungen kein Deutsch verstehen, den Tonfall versteht man.

Dank gewisser Einkäufe am Wochenende (ich sage nur Columbus Day Sale und dieses nette Shopping-Center in South San Francisco) bekomme ich zwar weiterhin alles in den Koffer aber der kurze Trip am Flughafen vorbei zeigte mir auf der Wage 1,8 Kilo zuviel – und BA berechnet sowas als Übergepäck in fixer Summe von vielen vielen Dollars 🙁

Es ist also preiswerter für mich einen neuen Koffer zu kaufen und diesen mit einzuchecken. Nun gut, ich brauchte sowieso einen kleinen Koffer für 1-2 Tage *hrmpf*

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Flickr meint, ich heisse jetzt Crys oder die PME Photos sind jetzt da.

Öhm.

You’re currently logged in as Neezee, but it looks like you’ve got more than one Flickr account.

You logged in to the Uploadr as Crys, so you’ll need to re-login to the Flickr website under that account to process your photos.

Äh nö.

Jedenfalls habe ich jetzt alle meine Photos von der Portable Media Expo 2006(= *die* internationale Podcaster-Konferenz) hochgeladen und sie einem Set hinzugefügt.. Und wer die volle Dröhnung auch der anderen Teilnehmer haben will, kann sich die entsprechende Gruppe antun..

Viele Menschen, viele strahlende Gesichter und eine Menge Spaß (und drei nackte angemalte Weiber- aber das ist mehr der Aufreger für die Amerikaner).

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