DMMK Interview: Peter Wilke

Als kleine Reihe zum DMMK gibt es von mir ein paar Interviews mit verschiedenen Vortragenden und dem Veranstalter. Den Anfang macht Peter Wilke der als Unit-Leiter bei der MFG unmittelbar zuständig für den DMMK ist. Wir reden über die folgenden Fragen:

  • Was unterscheidet den DMMK von der Vielzahl anderer Konferenzen und Korgresse, die sich in den letzten Jahren auf die Online-Themen gestürzt haben?
  • Was ist neu beim 18. DMMK?
  • Was soll das Motto des DMMK „Move!“ zum Ausdruck bringen?
  • Was sind die Highlights?
  • Was verbirgt sich hinter dem Innovation Hub u
  • Was ist der Walk Of Fame?

Auf Twitter findet man Herrn Wilke unter dem Nick @cinsault. Weitere Tweets über den DMMK in der Twittersuche oder auf dem Blog des DMMK.

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Ich hatte zwar nie einen C64, aber auch ich bin sauer gefahren / Zum Spiegel-Artikel „Die Generation C64 schlägt zurück“

Beim Kampf um bestimmte Themen ist es absolut notwendig sich auf das Terrain zu begeben, in dem gespielt wird. Im Beispiel Netzsperren bedeutet das eher Fußballstadien zum Unterschriften sammeln als online Bilder verteilen. Online ist zwar nett, nur erreicht man damit nicht die meisten Politiker, die in vielen Fällen immer noch mit ihrer Inkompetenz koketieren. Ein geeigneteres Mittel (auch wenn es online ist) ist das Online-Petitionssystem der Bundesregierung, aber auch nur deswegen, weil es ‚automatisch‘ nach Erreichen bestimmter Grenzen wieder ins offline Leben läuft.

Eine weitere Möglichkeit sind Artikel in relevanten Magazinen, wie zum Beispiel im Spiegel. Dieser hat nun mit „Die Generation C64 schlägt zurück (Untertitel „Der Aufstand der vermeintlich Verblödeten gegen die Ahnungslosigkeit der Entscheider „) von Christian Stöcker einen Artikel produziert, der vermutlich gewisse Teilnehmer immer noch nicht aufwecken wird, aber ihnen schon mal einen Vorgeschmack präsentiert. Meine Lieblingspassagen:

Die Überraschung unter den politischen Spitzenkräften Berlins in den vergangenen Wochen war kaum zu übersehen. Etwas Unerhörtes war passiert. Eine neue politisch-gesellschaftliche Frontlinie ist sichtbar geworden, eine, die das Klima in diesem Land auf Jahre hinaus prägen könnte. Die Generation C64, die erste, die mit Computern aufgewachsen ist, hat die Nase voll von Herablassung und Gängelung, will sich nicht länger an den Rand der gesellschaftlichen Debatte drängen lassen. Sie wehrt sich, mit ihren Mitteln.

[…]

Ein wahltaktisch todsicheres Gesetz, zielt es doch auf einen ungemein konsensfähigen Feind: die Hersteller und Verbreiter von Kinderpornografie, unmenschliche Profiteure und Verursacher unermesslichen Leids. Folgerichtig tat die Opposition erst gar nichts und gab dann kaum mehr als ein leises Wimmern von sich – um sich dann in das Schicksal zu ergeben, dass die Familienministerin als Bezwingerin der Kinderschänder würde Wahlkampf machen können.

[…]

Was der Streit ums Thema Netzfilter sichtbar macht, ist eine Spaltung, eine Kluft, die Deutschland schon länger teilt: Die Einheimischen des Netzes, die Jüngeren, die habituellen Nutzer digitaler Technologie, sind es langsam leid. Sie möchten sich einmischen, möchten nicht einfach wortlos hinnehmen, dass immer wieder ungeniert in ihre Lebenswirklichkeit eingegriffen werden soll. Und zwar ausgerechnet von Leuten, die gerade unter den Jüngeren vielfach als auf diesem Gebiet ahnungslos wahrgenommen werden.

Die vermeintlich Verblödeten, Verrohten, Dumm-gesurften sind mehrheitlich noch nicht in einem Alter, in dem sie gesellschaftliche Führungspositionen besetzen könnten. Deshalb wird gern und viel über ihre Köpfe hinweg geredet. Aber sie haben ganz neue Werkzeuge zur Verfügung, um sich zur Wehr zu setzen.

[…]

Gleichzeitig leben in diesem Land an die 20 Millionen Menschen zwischen 15 und 35 (um mal eine willkürliche Grenze für die Angehörigen der Generation C64 zu ziehen), in deren Leben digitale Technologie eine zentrale, eine vor allem selbstverständliche Rolle spielt. Für die das Internet nicht „der Cyberspace“ ist, sondern ein normaler Teil ihres Alltags, ebenso wie Telefone für die Generationen davor.

Die einen, die digitalen Immigranten, machen Politik für die anderen, die in einer vom Digitalen durchdrungenen Welt leben. Das kann auf die Dauer nicht gutgehen.

[…]

Dass die Unterzeichner der Petition gegen das Filtergesetz es wagen, Vernunft und Bürgerrechte sogar unter dem Risiko, als Päderastenfreunde gebrandmarkt zu werden, zu verteidigen, ist eine Entwicklung, die es eigentlich zu feiern gälte. Hier setzen sich Menschen für sinnvolle Gesetze und demokratische Grundprinzipien ein, teils schamloser öffentlicher Diffamierung zum Trotz. Das passt besser zum 60. Geburtstag des Grundgesetzes als jede Sonntagsrede.

Und es ist für Deutschlands politische Klasse ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt: Die digitalen Einheimischen haben begonnen sich einzumischen.

Das es spiegelt auch exakt mein Verhalten wieder: Ich habe die Faxen nämlich auch dicke. Und fange an mich zu kümmern, Menschen zu mobilisieren und zu informieren. Im Gegensatz zum einfachen Menschen auf der Straße habe ich dabei nicht nur meine kleine Handvoll von Bekannten, Verwandten und Freunde, sondern die eigene Reichweite ist höher, viel höher.

Dabei sind wir in der Szene noch am Anfang und es ist unverantwortlich das die Herren und Damen Politiker immer noch mit ihrer Inkompetenz kokettieren – und vom Wahlkampf Obama nur mitnehmen „das er mit dem Internetzeugs gewonnen hat“. Nein, er hat nicht mit dem Internetzeugs gewonnen, sondern er hat gewonnen, weil er in der Lage war sinnvoll Werkzeuge einzusetzen, sei es online oder offline. Mitgebracht hat er dazu ein tiefes Verständnis wie bestimmte Dinge funktionieren.

Hier ist man ja schon froh, wenn die Mehrheit weiß was ein Browser ist. Gibt es die interessierten, aktiven Politiker? Ja klar. Nur sind das immer noch zu wenige und das auch ganz klar bei einer Partei wie der CDU. Da wäre bei einigen schon ein allgemeiner Computer-Führerschein wohl zuviel.

Ist es meine Aufgabe solchen Leuten aus Liebe am Netz diese Dinge kostenlos bei- oder nahezubringen? Absolut nicht. Selbst Weltwaldwiesenpolitiker sollten heutzutage in diesem Bereich fit sein, eigentlich schon seit ein paar Jahren. Und es gibt keine Entschuldigung dafür, denn wenn sie es nicht selber lernen, sollte die jeweilige Partei für bestimmte Grundlagen sorgen. Hier sehe ich die Parteispitzen genauso in der Pflicht wie Firmen, die ihrer Mitarbeiter zu schulen haben.

Mal von einer anderen Seite betrachtet: Internet ist für mich seit fast 15 Jahren Bestandteil meines Lebens. 15 Jahre. Fast 4 Legislaturperioden Zeit, sich mit diesem Ding was nie wieder weggehen wird zu beschäftigen, oder?

Und ach ja: Wählen gehen. Auch für Europe!

Dazu passend:

  • Henning Schürig: Die digitale Generation mischt sich ein!

    Aber dass bei Gesetzen, die sich um diese fremde Welt drehen, dann quasi gesetzlich Amok gelaufen wird, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird oder auch einfach nur Unsinn beschlossen wird, das kann man dennoch ankreiden.

    Erstens weil es ja nicht so ist, dass es nicht schlaue Stellungnahmen aus dieser Generation, z.B. vom CCC – dem Chaos Computer Club – gibt und zweitens weil oft ja gleichzeitig ganz traditionelle Grundrechte, die im ganz traditionellen Grundgesetz stehen, missachtet werden, siehe zum Beispiel die Debatte um die Netzsperre.

  • zweipunktnull.org: Die digitalen Einheimischen haben begonnen sich einzumischen

    Ein Artikel, wie ihn jeder von uns hätte schreiben können, vorausgesetzt man wäre in der Lage, so gut, so pointiert zu schreiben. Er versucht schafft es, die aktuelle Situation auf den Punkt zu bringen, unseren Standpunkt klarzumachen (mit „uns“ meine ich jeden Einzelnen, der ganz selbstverständlich das Internet nutzt) und die Schwächen der Regierung zu entlarven.

    Ich würde gern einige Zitate quoten, aber es würde dem Artikel nicht gerecht, denn man muss ihn einfach ganz lesen.

  • Kaliban.de: Generation Online vs. Internetausdrucker: Fight!

    Nicht nur bei diesem Thema wundert man sich zuweilen, wie instinktlos erfahrene Politiker reagieren. Die denken halt nur in Gruppen: Killerspieler, Kinderschänder, Schützenfreunde, Sportler, Milchbauern et cetera – wenn man nach dieser Logik einer lobbyschwachen Gruppe auf die Füße tritt, hat man nichts zu befürchten. Dass es in der Gesellschaft eine Strömung geben könnte, die einerseits noch Reste von freiheitlichen Idealen hochzuhalten bereit ist und andererseits auch vermeintliche Tabu-Themen ganz hemdsärmelig und pragmatisch angeht, das übersteigt offenbar das Vorstellungsvermögen vieler Karrierepolitiker.

Just for the records: Ich hatte nie einen C64. Sondern nur einen VC 20 😉

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Löschen statt verstecken funktioniert. Aber dann hat man nicht eine so tolle Handhabe gegen das ‚böse Internets‘.

Der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) hat die Probe gemacht und siehe da, man kann was gegen Kinderpornographie im Netz tun anstatt Sicht-Sperren aufzustellen. Wie das Fazit korrekt feststellt – wenn der AK das kann, sollte die Behörden dazu wohl doch erst recht in der Lage sein.

Die Abschaltung von Webauftritten mit kinderpornographischen Inhalten dauert nicht länger als die Übermittlung einer Sperrliste. Dies führt die Argumentation der Befürworter des bloßen Sperrens ad absurdum – es gibt keinen sachlichen Grund, strafbare Inhalte im Netz zu belassen und sie für alle einschlägig Interessierten mit minimalem Aufwand weiterhin zugänglich zu halten.

Was für eine Bürgerinitiative wie den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur möglich ist, sollte für die deutsche Regierung und Strafverfolgungsbehörden ein Leichtes sein und die hier erzielten Ergebnisse deutlich übertreffen können.

Weiter zu der Liste der Ergebnisse „Löschen statt verstecken: Es funktioniert!“ und die Twitter-Suche nach „Löschen statt verstecken„.

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Zensursula und die epetition. Noch 48 Stunden

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Jeder der im Netz unterwegs ist sollte in den letzten Wochen mitbekommen haben, welche Rückmeldungen das Thema "Netzsperren" gebracht hat.  Mit dem billigen  Argument  "Sie sind doch nicht etwa für Kinderpornographie?!" stellen Politiker Gegner  des Netzsperrengesetzes in die Kipo-Ecke anstatt wirksame Maßnahmen zu ergreifen. 

Bitte tragt Euren Teil dazu bei: informiert Euch und reagiert.

Ich bin mir noch nicht sicher ob ich es als Augenwischerei oder reine Inkompetenz betrachten soll. Es widert mich vor allem an, daß ein Thema wie Kinderpornographie zur Wahlkampfstimmungsmache benutzt wird. Oder wie Hanno es freundlicher schreibt:

Das Thema Kinderpornographie ist zu ernst, um es für Wahlkampfeffekte zu missbrauchen.

In allen Fällen regt es mich auf und deswegen unterstütze ich die ePetition und weitere Aktionen. Nach nur vier Tagen wurden die notwendigen 50.000 Stimmen erreicht, die notwendig sind um gehört zuwerden. Noch sind zwei Tage Zeit um das Ziel von 100K Stimmen  zu erreichen, um als einen ersten Schritt ein Signal zu setzen.

Aus den vielen Informationsseiten dazu empfehle ich vor allem

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Einladung zum Girl Geek Dinner Berlin 27ter Mai, zum Vormerken: Stuttgart am 23ten Juli

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Diese Woche ist in Berlin viel los zur Berlinwebweek und natürlich darf das GGD dabei nicht fehlen. Wir treffen uns wieder im coffee karma, ab 19 Uhr am Mittwoch den 27ten Mai.

Alle Informationen zur Veranstaltung & die Teilnehmerliste bzw. anmelden auf Amiando.
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Wie immer gilt: Männer können gerne teilnehmen, aber nur in Begleitung einer Frau.

Sie sind mit dabei? Dann twittern Sie doch kurz darüber 😉
Ich gehe am Mittwoch zum Girl Geek Dinner in Berlin http://tinyurl.com/osx448

Weitere Termine rund um die Berlinwebweek finden sich auf der Webseite: http://berlinwebweek.de

Herzlichen Dank auch an Berlinpartner für die Unterstützung.

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Vormerken: 23ter Juli in Stuttgart
Am 23. Juli wird das erste GGD in Stuttgart stattfinden, mit
freundlicher Unterstützung der MFG Baden-Würtemberg
Die Einladung dazu folgt bald.

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Politik 2.0: Wen interessiert das überhaupt?

Warum geht jemand der wenig bis gar kein Interesse an dem hat, was Parteien heutzutage so veranstalten, am Wochenende nach Berlin zum Politcamp? Ganz einfach. Weil ich nicht grundsätzlich uninteressiert bin, ich finde nur die Art und Weise wie Politik präsentiert und vermarktet wird uninteressant.

Letzte Woche auf der FES Politik 2.0 Veranstaltung (Twitter Ergebnisse) habe ich dann auch einen Namen für jemanden wie mich gefunden: „Bequeme Moderne“. Laut Untersuchung von Prof. Emmer sind 18% der Deutschen [Link folgt noch] vor allem getrieben von der Frage „was bringt mir das“ und eher politisch uninteressiert. Dementsprechend auch meine Antworten in der Demonstrationsrunde warum ich zum Beispiel auf eine Demonstration gehen soll, wenn ich online viel mehr erreichen kann. Doch Politik muß nicht 1.0ig sein, oder nur von Parteiinteressen geprägt; letzte Woche fand ich die Teilnehmer bereits sehr offen und flexibel, und daher freue ich mich am Wochenende auf das Poltikcamp.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Bundestagswahl stellt sich die Frage, was sich vom US-Wahlkampf auf deutsche Verhältnisse übertragen läßt. Ist Deutschland überhaupt schon so weit oder sind es nur die Politiker, die immer noch nicht auf der Höhe der Zeit sind? Gerade im Superwahljahr 2009, ein Jahr mit insgesamt 16 Wahlen, müssen diese Fragen diskutiert werden. Dafür soll es nun das Politcamp09 geben.

Das Politcamp09 wird ein gegenseitiger, überparteilicher und konstruktiver Austausch zwischen Theorie und Praxis sein. Über 500 Internetexperten, Wissenschaftler, Politiker und ganz normale Internetnutzer werden sich dort treffen und diskutieren.

Über 600 Teilnehmer werden zusammenkommen, und die Liste der über 30 Vorschläge Vorschläge im Wiki sieht jetzt schon superspannend aus. Noch sind ausserdem ein paar Tickets für 39 Euro vorhanden. Auch Twitter buzzt schon über #pc09.

Meine Favoriten aus der Vorschlagsliste bisher:

  • Web 2.0-Tools an Old-School-Organisationen "verkaufen" Die Generation Web-2.0 kennt die vielen Tools, aber die Entscheidung über eventuelle Budgets wird von Old-School-Anhängern in den Organisationen getroffen, die oft den damit verbunden Kontrollverlust befürchten. Lassen sich Entscheidungsträger in den politischen Organisationen überzeugen? Wir tragen außerdem zusammen welche "niedrigschwelligen" Tools sich dennoch "verkaufen" ließen. (Moderator:Torsten Bünning)
  • Web 2.0 & Journalismus: Ähm, ja, was genau ich da machen werde, ist mir jetzt noch unklar. Auf jeden Fall reden. Also sprechen. Über arrogante Torwächter und die stupiden Massen. Über blöde Blogger und dumme Journalisten. Und warum jetzt alles anders wird, aber doch eigentlich so bleibt, wie es ist. Sowas, in dem Dreh, so ungefähr: (Dirk Baranek)
  • Das Ende des deutschen Parteienstaats Wann kommt er und was kommt dann? Mich hat der Artikel von Gabor Steingart auf SPON vom 9.3. endgültig aufgerüttelt. Die Parteien müssen sich wandeln, sich den Bürgern radikal öffnen – sonst wird die Kluft zwischen Bürgern und Politik immer größer. (vorgeschlagen von Moritz Avenarius)
  • Online-Dialogkultur vs. politische Kommunikationskultur – was trifft da aufeinander? Web2.0-Werkzeuge ermöglichen eine auf transparentes Feedback und offenen Dialog angelegte Diskussionskultur. Politische Diskurse dagegen sind immer wieder geprägt von Interessenskonflikten, Machtkämpfen und Hinterzimmerentscheidungen. Ich würde gerne diskutieren, welche grundlegende Haltungsänderung in den Köpfen vieler politisch Aktiver notwendig ist, um zu einer veränderten politischen Kultur zu gelanden, die ernsthaft die Möglichkeiten des neuen Internets ausnutzt (vorgeschlagen von Moritz Avenarius)
  • Facebook im Wahlkampf sinnvoll einsetzen – warum Einladungen zu Bandenkrieg von MdBs an Facebooker nicht der richtige Weg sind… Es gibt einen Run der Politikszene aus Deutschland auf Facebook. Das ist zunächst ok. Vielfach wirken die Wahlkampfaktivitäten in Facebook aber wahllos, verlegen und nicht strategisch überlegt. Dabei sein ist alles? Nein! Wir unterhalten uns in dieser Session über den Einsatz von Facebook der Sinn macht für die eigenen Wahlkampfziele. Wie kann mir Facebook beim Wahlkampf helfen, was sollte ich tun? Wovon lasse ich besser die Finger? Was bringt Facebook für lokale Kandidaten? Was für MdBs? Welche Tricks und Kniffe bringen mich nach vorne. Ich bringe ein paar Erkenntnisse aus dem TSG-Wahlkampf, aber auch Learnings von lokalen Kandidatinnen aus den USA mit, die wir dann gemeinsam diskutieren können. Ziel könnte die Erarbeitung einer 10 Punkte Guideline sein.(Oliver Zeisberger)
  • Die Wahl im Social Monitoring – Vorstellung und Diskussion unterschiedlicher Monitoring-Möglichkeiten der Social media Aktivitäten im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009. Diskussionrunde mit: Klas Roggenkamp (www.wahl.de), Patrick Brauckmann, Robert Kirsch und Christof Fischoeder (www.wahl-im-web-monitor.de, Weber Shandwick), Maik Bohne (IIPG) und weiteren. Ziel ist die Auseinandersetzung über Methoden und Möglichkeiten sowie die Rückwirkungen und Schlüsse für den aktuellen Online-Wahlkampf der Parteien.
  • Das bin ja gar nicht ich! – Fakes, und damit umgehen – Wenn schon "führende Medienforschungsunternehmen" darauf reinfallen, dann sicher auch der "normale Bürger". Wie man Fakes erkent, was es für Fakes gibt, und v.a. wie man damit umgeht wird Thema der Session sein. Malte Krohn und Klas Roggenkamp tragen alles zusammen, was es zu dem Thema zu sagen gibt. (vorgeschlagen/vorgetragen von Klas Roggenkamp / Malte Krohn)
  • Internet-Sperren: Zensur oder notwendige Regulierung? Die von der Bundesregierung derzeit mit Hochdruck betriebene Einführung von Netzsperren ist heftig umstritten. Während die große Koalition es als notwengien Teil einer Gesamtstrategie ansieht, befürchten Netzaktivisten den Aufbau einer Zensurinfrastruktur – eine vermittelnde Kommunikation findet nicht statt. Die Podiumsdiskussion soll verschiedene Aspekte beleuchten und einen Einstieg in ein weniger aufgeregtes Gespräch über die Seiten hinweg darstellen. Teilnehmer: Alvar Freude, Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur); Christian Müller, Vorstand der STRATO Rechenzentrum AG; verschiedene Politiker (angefragt). Moderation: Ralf Bendrath, Netzpolitik.org.

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Euroblogs-Awards – Euer Input gesucht

Summary in english: For the first time the Euroblog Awards are looking for submissions for the best European blog from different languages and this is me asking for input for the German submissions. If you are in Europe, you will be able to vote for your favourite blog starting Easter Monday, more information then can be found on the Euroblogawards website.

Im Rahmen der Startup 2.0 in Bilbao (Spanien) werden dieses Jahr zum ersten Mal nicht nur Startups, sondern auch die besten europäischen Blogs gesucht. Geht als Jurymitglied ganz einfach: Man nehme die Deutschen Blogcharts, Ausgabe vom 8ten April und wähle 10 davon aus und fertig. So einfach wollte ich es mir dann aber doch nicht machen 😉 und daher bitte ich um ein wenig Input. Was sind Eure Favoriten für Blog mit dem besten Inhalt, dem besten Design, was ist für Euch das innovativste Blog? Und welches Videoblog hat es verdient ins Rennen geschickt zu werden? 🙂

* How do members of the jury select the best blogs in their language?
It’s a discretionary decision. We only suggest them to select at least:
– The 5 top blogs in terms of relevancy (somehow, also traffic)
– 1 videoblog
– 1 niche blog with the best content
– 1 blog with the best design
– 1 blog with the most and best interactions with users
– 1 innovative blog

Bis Montag Mittag habe ich Zeit die Liste abzugeben und danach kann jeder via Facebook für seine Lieblinge stimmen bis 23ten April. Damit gibt es einen Gewinner pro Sprache, und aus diesen Sprachgewinnern wird auf der Veranstaltung der europäische Gewinner gewählt. Wie gesagt, für die Wahl der lokalen Kandidaten haben die Jurymitglieder freie Wahl, doch ich habe den Organisatoren abgerungen, daß ich statt 10 lieber 25 Vorschläge abgeben möchte.

Weitere Informationen, die ab Montag dann auch auf http://www.euroblogawards.com/ zu finden sein werden:

* What are the Euro Blog Awards?
Blogs in Europe deserved a prize and this is the first contest made only for European blogs and videoblogs

* What blogs are eligible?
Blogs that take part in this contest have to be written in any European language and must have been updated at least once in the last 30 days. They can hold text, photos (photoblog), audio (podcast) or videos (videoblog).

* Where can I submit my blog?
You don’t need to submit your blog. Experts from 12 countries will select the best blogs written in their language. If you keep one of the chosen blogs, we will ask you for some information about your blog.

* Who will win?
We will have two winners: the best blog and the best videoblog. They will be selected in a special ceremony in Bilbao on April 24th. A total of 12 experts will evaluate (and give points, like in the Eurovision Song Contest) the 12 blogs and videoblogs that made it to the final.

* How will you select the finalists?
11 experts will select one videoblog and 10 blogs in their language and another expert will select the same number of blogs written in the rest of European languages. Afterwards, Internet users will be able to vote for the selected blogs thru Facebook. Only one of them will make it to the final, together with one videoblog. This means that there will be 12 finalist blogs and 12 finalist videoblogs.

* Why 11 experts?
There will be one expert for each of the top 10 european languages: English, German, French, Spanish, Russian, Polish, Portuguese, Turkish, Ukrainian and Italian. Besides, we added the Basque language, as the final will be held in the Basque Country. The 12th expert will select 10 blogs and a videoblog written in any of the other European languages.

* What will be the evaluation criteria?
1. Relevance in its country of origin, measured by the number of links
2. Creativity in design and multimedia elements
3. Number of feedbacks
4. History of the blog (years providing service)

Bei der Gelegenheit würde ich es klasse finden, wenn einige die Gelegenheit nutzen, ihre vielleicht eher unbekannten Lieblinge kurz im eigenen Blog vorzustellen. Ich würde dabei nur kurz um einen Kommentar, Trackback, via Twitterreply (oder DM) oder eine Mail bitten damit ich diese mitbekomme – und nein, ein Link zurück ist absolut nicht notwendig, mir geht es nur um das Finden der Antworten. 😉

European Podcast AwardÜbrigens, wer sich statt Blogs lieber für Audiopodcast interessiert, dem empfehle ich einen Blick auf die Gewinner des European Podcast Awards [national / europäisch] Die nächste Ausgabe des EPA startet im Juni und wird u.a. über das Blog und die Facebookseite angekündigt werden.

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Von der angeblichen lukrativen Kinderpornographie-Industrie und was man stattdessen darf …

Die andere Seite bei Udo Vettern in „Die Legende von der Kinderpornoindustrie

Lassen wir aber jene beiseite, die unschuldig verdächtigt werden. Nehmen wir nur die Internetnutzer, bei denen tatsächlich Kinderpornos auf Datenträgern gefunden werden. Keiner, ich wiederhole, keiner der in den letzten anderthalb Jahren dazu gekommenen Mandanten hat auch nur einen Cent für das Material bezahlt.

Alle, ich wiederhole, alle haben die Kinderpornos aus Tauschbörsen, Newsgroups, Chaträumen, Gratisbereichen des Usenet oder aus E-Mail-Verteilern. Manche kriegen es auf DVD, ganz normal mit der Post.

[…]
Vielleicht ist es nur Zufall, dass ich nur Mandanten habe, die nichts für Kinderpornos zahlen und demgemäß auch keine Industrie unterstützen. Ich halte es aber ebenso für möglich, dass Frau von der Leyen einfach falsch informiert ist – zumindest was die angeblichen Millionenumsätze einer angeblichen Kinderpornoindustrie betrifft.

Der Verweis auf die Millionenumsätze ist kein Randaspekt. So wird nämlich der Eindruck erweckt, die Konsumenten von Kinderpornografie pumpten Geld in einen lukrativen Markt mit der Folge, dass sich Kindesmissbrauch finanziell lohnt. Wenn man also den Kinderpornomarkt trockenlege, würden weniger Kinder missbraucht.

Großartig zusammengefaßt von Herrn Lobo in Erlaubtheiten:

Nur noch mal für mich zur Vergewisserung: Ich dürfte also mit 14 Jahren anfangen, großkalibrige Waffen zu benutzen und dann als 21jähriger Sportschütze mit einem Kofferraum voller halbautomatischer Waffen und 0,4 Promille auf der Autobahn mit 320 km/h vom Schützenfest zum CSU-Parteitag fahren – aber Computerspiele sollen verboten werden?

Um es mal am Rande zu bemerken: ich finde „Killerspiele grauenvoll und Eltern, die sowas ihre minderjährigen Kinder spielen lassen, verantwortungslos. Aber ich glaube, dass sie nicht verboten werden sollten.

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LinkedIn versucht den Markteintritt (Reaktionen auf Englisch und auf Deutsch)

Logos Xing / LinkedinDie letzten Tage gingen diverse Nachrichten durch die Ticker, daß die amerikanische Firma Linkedin nun auch in Deutschland startet, genauer mit einer deutschen Oberfläche. Xing wird gerne als Beispiel für ein Copycat von Linkedin angeführt, was natürlich Blödsinn ist – wenn überhaupt sind beide Copycats des Rolodex.

Während also die Nachrichten und PR-Mitteilungen durch den Presse- und Bloggerwald liefen und Linkedin noch ein Infomercial-Video hochlud, war eines offensichtlich: in der englischen Sphäre wurde dieser Start nur begrenzt wahrgenommen und wenn, dann hauptsächlich als erfolgreichen Start in den deutschen Markt. Dabei gab es sehr wohl eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema, nur halt vorrangig auf Deutsch. Bedeutet: ist ja ganz nett, aber bleibt damit wieder nur auf die kleine deutsche Sphäre beschränkt (siehe dazu auch „Deutsch ist eine kleine Insel. Zeit sich die Großstadt anzusehen.„).

Dementsprechend habe ich meinen Artikel natürlich auf meinem englischen Blog geschrieben „Linkedin taking the traditional approach in Germany and why that will fail (as usual)“ und hinterlasse Kommentare auf Englisch. Ich möchte, daß meine Meinung wahrgenommen wird, will mitspielen. Und Ihr?

Übersicht relevanter Einträge, u.U. ist auch das Lesen der Kommentare sinnvoll.

Englische Beiträge:

Deutsche Beiträge:

Passend dazu:

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Deutsch ist eine kleine Insel. Zeit sich die Großstadt anzusehen.

Das folgende ist mal wieder ein Aufruf, sich mehr mit den nur auf englisch verfügbaren Informationen und Unterhaltungen auseinanderzusetzen. Natürlich ist es bequemer auf Deutsch zu schreiben, einfacher. Doch es sollte jedem klar sein, daß das Verweilen in der deutschen Sprache dem Leben auf einer kleinen Insel entspricht. Sie mag von innen groß wirken, doch wenn Nachrichten und Güter nur mit einer Fähre transportiert werden bleiben gewisse Informationen draußen. Die Musik spielt woanders und in der Zukunft wird es noch schwieriger den Rückstand werden, auf die englischsprachige Welt aufzuholen, geschweige denn mitzuspielen.

So sehr ich mich zum Beispiel auf deutsche Events freue, es gibt einen Grund warum ich Veranstaltungen in Amerika und im europäischen Ausland bevorzuge. Die Unterhaltungen und Inhalte sind nett, aber kommen bei weitem nicht an das heran, was ich im Ausland erlebe. Wieder der Vergleich zwischen dem Dorf und der Großstadt. Dabei geht es überhaupt nicht darum, seine eigenen Identität zu verlieren, im Gegenteil. Englisch in diesem Kontext ist einfach nur die Sprache, die alle sprechen. Mehr und mehr internationale Netzteilnehmer wandern in die englischsprachige Welt, und es wird zu- nicht abnehmen. Um es deutlicher auszudrücken: Deutsch ist Papier, Englisch ist E-Mail.

Ich erwähne immer wieder, daß mein heutiges Englisch eigentlich erst in den letzten Jahren entstanden ist. Im Grunde genommen bin ich ein Paradebeispiel für eine Englischverweigerin. Ja, man kann auch mit über dreißig sein verschüttetes Schulenglisch wieder aktivieren, auch wenn man die Jahre nach dem Abi überhaupt kein Englisch mehr gesprochen oder geschrieben hat. DVD, Podcast und Webseiten und vor allem jetzt Werkzeuge wie Twitter machen es einem einfach (wieder) in die Sprache einzusteigen.

Der Grund, warum ich erst Jahre nach dem Start in 2002 Blogs entdeckt habe? Weil ich vorher nur auf Deutsch unterwegs war. Selbst das war noch früh, aber verhältnismäßig spät. Dabei war ich bereits ’88 in BTX unterwegs, und ’92 oder so in Compuserve, seit ’95 im weiten bunten Netz. Ich erinnere mich noch an die Zeiten wenn die IRC-Server gesplittet waren und ’nur‘ noch 500 deutsche User aktiv waren. Und ich Idiot habe nicht begriffen was das bedeutet. Wenn es eine Sache gibt, die ich in meinem Leben bedauere, dann die unbewußte Entscheidung mich dem Englischen zu verweigern.

Der Grund warum ich bereits im November 2004 angefangen habe Podcasts zu produzieren, bereits 2005 einen Second Life User hatte und nach langer Verweigerungsphase ‚erst‘ im Januar 2007 einen Twitter-Account angelegt habe? Warum ich gebeten werde, mein Wissen mit einfließen zu lassen bei Projekten? Warum ich Einladungen zu internationalen Konferenzen bekomme, um dort zu sprechen? Weil ich aktiver Teil der englischen / europäischen Sphäre bin.

Die übrigens nur in den seltensten Fällen auch nur ansatzweise mitbekommt, was auf der kleinen Insel Deutschland passiert. Der just so hochgespielte Skandal um die Bahn und Netzpolitik oder jedes andere große Thema? Selten bis überhaupt nicht, weil kaum jemand auf Englisch schreibt.

Ich bin sichtbar und ich sorge dafür, daß meine Beiträge verstanden werden können, d.h. größtenteils auf Englisch erscheinen. Nicht weil ich so wenig auf Deutsch finde – sondern weil die internationalen Leser gemischtsprachige Inhalte schrecklich finden, außer sie sprechen die Sprachen selber. Es ist eine Beschränkung die ich gerne umgehen würde, doch die meisten Werkzeuge ‚verstehen‘ keine mehrsprachigen Inhalte. Wie auch, werden sie doch in der Regel von Amerikanern im Valley erfunden für die das Konzept mehrsprachig seit dem College nicht mehr existiert.

Selbstverständlich sind meine Profile auf Plattformen wie Facebook / Xing / Linkedin / Plaxo komplett englisch. Meine Blogs (hier bzw. crueltobekind) und Twitteraccounts ( @nicole_de / @nicolesimon ) sind klar sprachlich getrennt, auch mein Friendfeed, delicious  und Stumbleupon sind zu 99% Englisch.

Es ist nicht einfach und häufig wünsche ich mir einen funktionierenden Babelfisch. Was ein wunderschönes Beispiel für meinen Beitrag ist: Ich wollte auf die Wikipedia verlinken, weil nicht jeder weiß was ein Babelfisch ist. Selbst wer kein Englisch kann sollte den englischen Eintrag mit dem deutschen Eintrag vergleichen. Auf der deutschen Seite gibt es einen Übersichtseintrag über das Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ plus ein paar Folgeseiten – in Englisch gibt es ein komplettes Portal der Hitchhiker Wikipediaseiten. Insel versus Großstadt, again …

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