Änderungen in kleinen oder großen Schritten

Allenthalben ist schon viel über die Veranstaltung am gestrigen Tage in der Philharmonie geschrieben worden, anbei noch ein paar Fotos von dem Tag.

Zu den Inhalten der anderen Teilnehmer gibt es inhaltlich wenig hinzuzufügen. Mein Eindruck war – wie auch bei den anderen – das nicht nur Buzzwords nachgeplappert werden, sondern die verantwortlichen Teilnehmer verstanden haben das diese Internetinhalte offensichtlich wichtig sind – wichtig genug um noch einmal neu frisch durchzustarten, mit neuer Führung und ausreichend Planstellen, um die Inhalte und Prozesse auch mit ausreichen Manpower zu untersetzen.

Ansonsten? Es wird nicht einfach werden, aber das liegt weniger an Lyssa sondern mehr an der Tatsache, daß es für jeden an dieser Stelle nicht einfach werden würde. Es wird Widerstände geben. Sie werden nicht alles so umsetzen können, wie sie sich das vorstellen, es werden auf dem Weg andere Möglichkeiten und neue Schwierigkeiten aufkommen, und in einem Jahr wird sie sehr sicher zurückblicken können und sagen „das hatte ich mir ganz anders vorgestellt“.

Aber das ist okay. Es ist atmend, lebt, entwickelt und ändert sich. Und es ist mein Eindruck, als wenn die Verantwortlichen der Waz auch das verstanden haben und Lust auf die Chancen bekommen haben – und natürlich auf die Möglichkeiten damit Geld zu verdienen. Ich weiß, daß viele Menschen diese Tatsachen am liebsten aus der Welt schaffen wollen – iiih böse Geld. Kommerz. Usw. (Ich darf daran erinnern, daß man Seiten wie von der Waz nicht besuchen muß.)

Also, Geld verdienen. Und ich sehe die Chancen dafür als nicht schlecht an, schließlich geht es bei der WAZ nicht darum, als beliebiges Medienhaus auf den hypen Web 2.0-Zug aufzuspringen. Sondern im Ruhrgebiet etwas zu starten. Eine kleine, aber feine Besonderheit mit Heimvorteil.

Ich bin gespannt. Auf die Aktivitäten bei der Waz und anderen Medienunternehmen, wie sich damit die deutsche Sphere entwickelt, und was uns der Rest von 2006 noch so bringt. Es werden sinnvollerweise kleinere Schritte sein, damit man die Chance hat zu lernen und den Kurs zu korrigieren.

Now show me that horizon.

Kommentare bzw. Links zu den anderen Teilnehmern:

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Reisebeobachtungen

Mit Interesse habe ich registriert, daß in diesem IC Fehmann – Koblenz Steckdosen vorhanden sind.

Eigentlich hat IC fahren für mich einen Beigeschmack von veralteten Zügen, überhitzt und eklig. Bei diesem Wetter war die Entscheidung einfach: Regionalzug und zweimal mit Gepäck zum ICE umsteigen gegenüber Durchfahren von Lübeck nach Bochum mit hoffentlich funktionierender Sitzplatzwahl in Lübeck.

Und dieses Exemplar ist überraschend sauber, Zugbegleiter sind nett und können tatsächlich vernünftig Englisch sprechen, er hat okay Sitze, leider keinen herunterziehbaren Sonnenschutz, aber eine Klimaanlage und eben Steckdosen. Nun konnte ich gerade meine Fotos von der Platte holen, meine Podcast von Platte hören und etwas bloggen.

Weiterer Vorteil: Ich vertrage zwar kein Lesen im Zug, aber ich kann meine Augen schließen und vor mich hin schreiben, da ich einigermaßen fehlerfrei 10-Finger-System beherrsche. Die paar Fehler erledigt hinterher die Rechtschreibkontrolle und bei dem immer wieder blendend-blitzendem Sonnenlicht ist es eh die bessere Wahl.

Einzig beunruhigend finde ich diese Vibrationen und frage mal die werten Leser wie denn so ein Thinkpad arbeiten im Zug festplattentechnisch verträgt? Und ich stelle fest, daß die Leertaste leiser sein könnte, damit ich meine Umgebung nicht so nerve. Obwohl, die Mausi vor mir hackt so laut in die Tasten, daß ich es sogar durch meine Kopfhörer wahrnehme. (Sie schaut sich gerade nach der Steckdose um – vergiß es Baby, meine.)

Und ich vertrage hoffentlich die Niesereien um mich herum gut genug nicht angesteckt zu werden. 🙂

Hrmpf. Der Zug fährt gerade los. Leider nicht in die Fahrtrichtung in die ich sitze. Das gibt Kopfschmerzen. Ich würde ja sofort reservieren und gerne das Geld zahlen, wenn die Bahn es endlich auf die Reihe bekommt, mir Fahrtrichtung zu garantieren! Oh. Und der neue Zugchef sollte an seiner Englischen Aussprache auch noch ein wenig arbeiten – you know tse agzent and such.

Das rollende Bordbistro bringt teure Versorgung – aber ich war zu knapp in der Zeit heute, um was vernünftiges zu Essen zu machen. 4,40 für ein gutes, frisches ausreichend großes Baguettbrötchen mit Philadelphia und leckerem Gemüsebelag (geröstete Paprika oder sowas in der Art) ist über der Schmerzgrenze aber wohl der Preis in einem Zug.

Nachdem ich gerade versucht habe, eine SMS mit T9 zu tippen festigt sich der Eindruck bei mir: mein nächstes Händy wird etwas treoartiges. Wenn ich schon nicht vernünftig tippen kann auf einer solchen Handy-Tastatur – selbst mit einer onscreen-Tastatur bin ich weitaus schneller als per Tastenwippeln. Ich würde ja gerne gerade ganz geekig via Laptop und Bluetooth senden, aber ich finde das Programm auf meinem Laptop nicht wieder – daher direkt tippeln.

Die dritter Person mit mittelprächtigem Englisch erzählt interessanterweise auf Deutsch und Englisch was ganz unterschiedliches – auf Deutsch „alles klar Sie bekommen all Ihre Züge“ (offensichtlich haben wir in Hamburg auf einen Zug gewartet) und auf Englisch „due to our late arriving please listen to ze voices when you go out of ze train“. Genau. Warum nicht ein wenig die nicht deutschsprechenden aufmischen? Endstand sind übrigens sieben verschiedene Ansager, und nur der erste hat ze spiking einigermaßen verständlich gebracht, 3 weitere haben sich bemüht, und die restlichen 3 haben alles auf Deutsch runtergerattert, auf Englisch aber nur die „zank you for … travelling with german railways“.

We will see how they will do on ze way to Börlin.
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Berlin, Berlin, ich fahre nach Berlin.

Über die Coke-Flat ist in allen verschiedenen Changierungen schon berichtet worden und ich denke, jeder (je nach Interesse an der Sache) hat sich mehr oder minder eine Meinung gebildet was es „bedeutet“ und wie erfolgreich oder nicht die ganze Chose ist und vor allem, ob „die Erwartungen“ erfüllt worden sind.

Nun, ich sehe das ganze etwas pragmatischer. Wenn ich jetzt für die nächsten Tage (mit leichtem Umweg) nach Berlin fahre, dann werde ich nicht dafür bezahlt etwas cokefreundliches zu bloggen geschweige denn dafür bezahlt, Erwartungen aus Bloggersdorf zu erfüllen.

Ergo werde ich das tun, wofür ich eingeladen wurde: Spaß zu haben, eine Menge Leute zu treffen und in einer Wohnung mit vernünftigem TV Fußball schauen zu können. Noch mal zur Erinnerung was mir als „Einladung“ gesagt wurde:

Geh‘ Dich auf der Webseite bewerben, und gib an zu welchen Daten zu Zeit hast. Wenn Du auf eigene Kosten anreist, gibt es ein Bett für Dich (bring‘ Bettwäsche mit) und Du kannst bis zu drei Tage bleiben. Es wird ein Blog geben auf dem Du bloggen / podcasten / videocasten / Photos online stellen kannst, und es gibt Coke. Das wird spaßig!

Zugegeben, der Part mit der Selbstverpflegung war ein wenig unklar vor dem Start, aber das hat sich schnell geklärt.

Ich war ja bereits in Berlin vor zwei Wochen und weiß also schon eine ganze Menge mehr: Wie die Kaffeemaschine funtkioniert, wo die Betten sind, wie ich dorthin finde, was in der Umgebung zu erwarten ist, das der Rasen dieses warme Wetter leider nicht so überstanden hat wie gewünscht und wie das so ist, eine Menge von Leuten zu treffen die aus ganz verschiedenen Gründen dort sind.

Und nun sitze ich im Zug nach Bochum um genau das zu tun: Interessante Leute treffen und (etwas unerwartet) am Dienstag Deutschland im Halbfinale zu sehen. Berlin wird einfach nur die Hölle los sein – klasse. Grillen auf dem Dach, noch Termine mit Freunden in Berlin abmachen. Meine Neugier auf Coke-Getränke wie Blak ist auch gestillt – das schmeckt wie ein Karamel-Kaffee mit Kohlensäure. Eiskalt einigermaßen zu geniessen, aber das war es dann auch. Vielleicht gebe ich mir auch noch ein, zwei Spezi, aber den meisten Verbrauch werde ich an Diät-Cola haben.

Nicht, weil ich das Zeugs trinken will (ich finde es widerlich) sondern um die Mentos reinzuwerfen.

Wer jetzt ein wenig die Stirn runzelt, warum ich in Berlin feiern will, wenn ich doch jetzt nach Bochum fahre: Nein, ich habe noch keine Karten für das Spiel am Dienstag. Noch nicht.

Ich hoffe aber inständig daß Lyssa da was drehen kann, schließlich sind wir beide in Essen zu einem Termin. Und von dort ist es ja nur ein Katzensprung nach Dortmund! Notfalls nehm ich die Tickets auch alleine und gehe mit jemand anders aus der WG, weil Frau Chefredakteurin schon ein Stadion von innen gesehen hat! 😉 Die wilde Party in Berlin wird aber auch nicht zu verachten sein. 🙂

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Jup, Feed kaputt.

Problem mit meinem Provider, der mag Feedburner anscheinend nicht. Sollte es länger dauern, dann leg ich das woanders hin – so wget von diesem Host auf einen anderen und den kann Feedburner dann holen …

(Noch 10 Minuten Italien gegen Australien. Vielleicht ja diesmal Elfmeterschiessen?)

Update: Immer noch ‚kaputt‘ – aber ich werde das erst mal alternativ ‚befeeden‘.

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Angie verfallen oder nicht – Seele verkaufen, einfach gemacht

Herr Spreeblick überlegte für einen Moment, seine Seele seinem Teufel zu verkaufen:

Einige Tage lang haben wir jetzt darüber nachgedacht, ob wir uns an der Ausschreibung zur Produktion des Video-Podcasts der Bundeskanzlerin beteiligen sollten.
[…]
Tagelang haben wir geredet, gelacht, geplant, überlegt. Und uns dann gefragt:
Spinnen wir eigentlich?

Vielleicht. Und antwortet auf meinen Kommentar, daß mir ein Podcast einer Kanzlerin lieber ist als keiner, weil es etwas in Gang setzt:

Nicole, wie oben schon erwähnt: Grundsätzlich gutes Projekt. Aber wo genau siehst du den Unterschied zu Erklärungen gegenüber der Presse oder einer TV-Ansprache? Und „jedem Zugang ermöglichen“? Hallo? Wieviele Podcast-Hörer gibt es? Und wieviele TV- und Radio-Hörer? Ein paar Milliönchen mehr, würde ich sagen.

Es geht doch nur um eine Image-Geschichte, an den Inhalten, der Ansprache und der Vortragsweise hat sich überhaupt nichts geändert. Hier und da ein Stichwort („E-Mails“, „Podcast“) – die digitale Kultur scheint ein wichtiger Faktor zu werden – und ansonsten kein Unterschied zu dem, was die Presse bekommt. Oder habe ich etwas verpasst?

Es mag sein, daß ein Millionenpublikum TV und Radio nutzt – ich jedenfalls habe in den letzten 2 Wochen dank Fußball mehr TV geschaut als das gesamte letzte Jahr. Nein, kein Scherz.

Und ja, Du hast was verpaßt. „Wir“ bekommen es direkt – so wir denn wollen oder es uns überhaupt interessiert. Nicht das, was nach Wunsch des Senders geschnitten zu einer Zeit in Radio / TV läuft wenn ich nicht da bin oder was die Zeitung, die ich nicht besitze, meint durchzulassen. Nicht die Zusammenfassung, die überall ähnlich mit leichten Nuancen Abweichung in den Online-Magazinen steht.

Sondern direkt, was denen = ihr in den Sinn gekommen ist. Ebenfalls setzt es ein Zeichen. „Sogar die Bundeskanzlerin tut es.“ In Englisch und Deutsch als Text dazu, mit Feeds. Zum Anfang passend zur WM, so daß es Aufmerksamkeit erzeugt, und mehr als nur trockene Politik ist.

Ich war zum ersten Mal auf der Seite der Bundeskanzlerin und muß sagen, ich war angenehm überrascht über das dortige Angebot. Das hätte ich schlimmer erwartet. Wohlgemerkt: Ich rede nicht über die Inhalte. Sondern über den Aufbau und die Module die dort zu sehen sind.

Und ich bin mir sicher, daß ein Videopodcast der Kanzlerin diverse Herrschaften aufgeschreckt hat. Die sich dann damit auseinander setzen müssen, daß die Musik die sie sich vorgestellt haben, für ihren Podcast nicht lizensierbar ist. Das sie nicht Wogen der Begeisterung für alles bekommen, was sie verteilen, wie sie es wahrscheinlich von der Presse gewohnt sind. Weil sie sich auf einmal damit auseinandersetzen müssen, daß das Volk schon lange miteinander redet und nicht brav wie ein Schaf allem folgt was die Politiker von sich geben.

2008 ist Europawahl – und ich bin mir sicher, wir werden einen Haufen Projekte sehen, die die neuen Medien nutzen werden. Oder auch nicht. Ausreden gibt es jedenfalls jetzt keine mehr, es nicht zu wollen, wenn sogar die deutsche Bundeskanzlerin in der Lage ist, sowas zu produzieren …

(btw: Wenn Ihr Eure Seele schon nicht an Angie verkaufen wollt, hätte ich jedoch von einem Geschäftsmann erwartet, daß er die logische Schlußfolgerung zieht und der favorisierten Politik anbietet, bei der neuen Technologie zu helfen. Es ist ja nicht so, daß es dort keinen Bedarf gäbe.)

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Ein Kurztrip nach Berlin.

Da war noch was. Letztes Wochenende war ich doch in Berlin und fahr dieses Wochenende wieder hin! 🙂 Ein paar Kommentare.

Mit der neuen Strecke nach Berlin dauert es nur noch 2,5 Stunden nach Berlin (wenn nicht gerade Schienenersatzverkehr herrscht) von Hamburg – so schnell kann ich mit dem Auto nicht fahren.

Als Lyssa daher sagte, daß an diesem Wochenende eine kleine Party in der Cola-WG stattfinden würde, und ‚die Amsterdamer‘ da sein würden (Bicyclemark, Gabe McIntyre und noch einige andere mehr) war für mich klar, daß ich am Wochenende nach Berlin fahren würde.

Der schon beschriebene Fahrstuhl ist ein wenig eigentümlich, und einige Bewohner des Hauses nehmen das Prinzip ‚der Aufzug ist für alle da‘ nicht besonders ernst: Ich durfte im zweiten erst mal in eine der Wohnungen hineingehen und die Herren fragen, ob sie beim nächsten Mal vielleicht die Tür auch wieder schließen könnten, damit auch andere damit fahren können? Sie guckten wie ein Auto, nur nicht so schnell.

Die Wohnung ist hell, warm – und äußerst merkwürdig aufgeteilt. Die aufgestellten Kühlschränke zur Fütterung der Anwesenden mit Coke-Produkten ändern an der Wärme nur wenig und der ehemals strahlend grüne Rasen ist inzwischen ein Opfer der Hitze der letzten zwei Wochen geworden – mehr visuelle Eindrücke vermittelt das Flickr-Set.

Da ein Haufen Videoblogger eingetroffen ist, gibt es ab sofort eine ganze Menge rumschwirrender Kameras – mit ’nur‘ einer Knipse kommt man sich da ziemlich unmodern vor. W-Lan funktionierte ohne Probleme, der Plazes war schon belegt (*hrmpf*) und der Fernseher nett.

Es ist auch eine ganz eigene Atmosphäre einen Haufen Menschen um sich zu haben, die zwischendurch immer mal wieder kurz an den Rechner gehen, etwas schneiden, Links verteilen, neben dem Fußballschauen kurz Videos + Fotos aus der WG updaten, etc – ich finde das nett.

Ein kurzer Trip zum Levente um die Ecke bietet Platz für alle 16 Teilnehmer und das Essen kommt verhältnismäßig schnell. Der TV ist nicht im Blickfeld, daher müssen die Updates über den Erfolg von Ghana über die Lautstärke erfolgen.

Rechtzeitig zum Spiel Italien : USA sind wir wieder zurück, und wir sind uns nicht nur aus Sympathie für Gabe einig, daß die USA das Spiel gewinnen sollte. Über ein paar andere stattfindende Dinge verbietet es mir meine gute Kinderstube zu berichten – ich möchte nur sagen, daß ich über einige Personen *sehr* erstaunt bin und sich sich mein Bild von ihnen sehr verändert hat.

Mit der langsam wieder gesundenen Lyssa und Bicyclemark bis früh morgens über die Welt und die metaphysische Ebene der Serie Lost diskutiert und dann morgens um halb fünf ins Bett gefallen.

Der komische Biergarten zwei Ecken weiter kurzfristig akzeptierte Frühstücksort – „Brunch für 6,90′ lässt schlimmes vermuten, aber überraschenderweise entpuppt sich das von vorne schäbig aussehende Etablissement ‚hinten‘ als schöner Biergarten (angeblich mit Wifi) und schnuckeligem Brunch-Buffet.

Der Rest des Tages vergeht mit Gesprächen und neuen Videoversuchen und kurz vor Ende des Brasilien-Spieles gegen Australien begebe ich mich dann zögernd Richtung Taxi (die Anbindung der WG Richtung Bahnhof ist etwas suboptimal)

Zu meiner Überraschung hat der Taxifahrer einen kleinen TV im Wagen und ich sitze gerade, da fällt das 2:0. Mist. Ich hätte den Australiern mindestens ein Unentschieden gegönnt.

Immer wieder kurz einnickend freue ich mich darauf, gegen zehn zu Hause zu sein und dann noch den Rest der Halbzeit sehen zu können. Nun ja. Siehe Schienenersatzverkehr.

Mein richtiger WG-Besuch ist der vierte bis siebte Juli, wahrscheinlich werde ich auch auch dort am Wochenende vorher dort sein, denn er kommt in die WG. Das darf man nicht verpassen. Außerdem will ich lieber mit den anderen zusammen die Viertelfinale sehen; für die Halbfinale kann ich mir dann überlegen, die ‚public viewings‘ zu besuchen.

23:45. Der Zug fährt immer noch nicht. *seufz* ich glaube, gehe jetzt Fotos sortieren.

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Schienenersatzverkehr

Noch ein Grund mehr für eine mobile Internetverbindung. Eigentlich sollte ich genau jetzt in Lübeck HBF einfahren und mich nach einem netten Kurztrip in die Hauptstadt jetzt in Richtung Bett bewegen können.

Die Fahrt von vom neuen Berlin Hauptbahnhof nach Hamburg war kurzweilig – 1,5 Stunden ist wirklich keine Entfernung mehr. Die Ansagen der Anschlußverbindungen die üblichen – Bremen, Kiel, auf Wiedersehen und gute Nacht.

Huh? Wo bleibt Lübeck?! „Aufgrund eines Vorfalls besteht zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Ahrensburg ein Schienenersatzverkehr, ab dort wieder normale Anbindung. Bitte bewegen Sie sich Richtung x.“ Supa.

Schlimmes ahnend setze ich mich an die Spitze der aus dem Zug entströmenden und der kleine Gelenkbus ist bereits voll. Ein kurzer Check der Zeiten ergibt daß der Trip nach Ahrensburg 40 Minuten dauern soll und sie nicht wissen, wann der nächste Bus kommen soll.

Nach kurzem Überlegen verwerfe ich daher die Idee, auf den nächsten Bus zu warten und ergattere noch einen unbeachteten Klappsitzplatz.

45 Minuten später befinde ich mich nun an besagtem Bahnhof, auf dem wir noch ca 40 Minuten weiter warten dürfen – schließlich wird der normale Plan zwischen Ahrensburg und Lübeck angehalten.

Mein Laptop ist zum Glück aufgeladen, leider kein Funknetz in der Nähe.

From the department of common sense: Wenn ein Bus voll mit entnervten Reisenden ankommt, die gerade alle Stationen des Regionalexpresses kennengelernt haben (weil, an den Stellen hat der Bus natürlich gehalten), dann beantworte ich nicht einzelne Fragen aller nacheinander eintröpfelnden Reisenden (und werde nicht pissig, wenn innerhalb von 5 Minuten drei mal die gleiche Frage kommt, vor allem nicht, wenn ich offensichtlich das schon ein paar mehr Jahre betreue.).

Und erst recht nicht, wenn alle Schilder auf dem Bahnhof sagen „Gleis 3/4 für Strecken nach Lübeck“, er aber die Leute aufhält, weil die Züge von Gleis eins und zwei fahren.

Wenn ich dann noch – am Dialekt erkennbar – eine Ansammlung von Leuten vor mir habe, die offensichtlich keine Ortskenntnisse haben, aber verstehen das um 22:58 ein Zug nach Bad Oldesloe gehen soll, aber der nach Lübeck erst um zwanzig nach, dann verwirre ich sie nicht, sondern gebe klare Anweisungen in lauter Stimme.

„Lübeck, Gleis eins, Abfahrt ab 23:20, Zug nur bis nach Oldesloe Gleis zwei, wenn Sie die letzten Anschlußzüge nicht mehr erreichen bitte wenden Sie sich an den armen Menschen dort vorne, damit er Ihnen Taxigutscheine organisieren kann. Die Herren Soldaten, die jetzt schon mehrfach bei mir waren und erfahrungsgemäß *immer* mit dem letzten Zug nach X versuchen zu kommen bitte alle dahin, damit wir vielleicht schon mal anfangen können, Gruppen zu bilden aka Sammeltaxis“.

Ich sehe gerade, daß der Zug nach Oldesloe, der um 22:58 fahren sollte, 23:08 immer noch hier steht. Ein Kommentar aus dem Hintergrund lässt mich vermuten, daß auch wir nicht um 23:20 losfahren werden, sondern wahrscheinlich noch auf einen weiteren Bus versuchen zu warten.

Es gibt bestimmt Regulierungen für solche Fälle als auch Beschränkungen, was diese Menschen tun können. Aber die Aussage „wenden Sie sich dann in Lübeck an den Servicepoint“ ist etwas *hust* optimistisch, denn der macht um 20 Uhr zu.

23:11. Der Zug nach Oldesloe fährt ab. Die Bundis um mich herum fangen an, mit ihren Händies zu spielen, sich gegenseitig Klingeltöne vorzuspielen und Fotos zu machen, und sich zu erzählen, wie lange sie noch haben. Ein Furzwettbewerb hat begonnen. Ich wohne zum Glück nur 5 Minuten vom Bahnhof entfernt.

23:25 – ein Herr geht an mir vorbei mit zwei Flaschen Selter, die er wohl aus dem Schweinske nebenan besorgt hat. Ich vermute, die haben heute ein ganz gutes Geschäft mit all den wartenden Teilnehmern. Drüber nachdenkend finde ich es allerdings mutig von ihm, jetzt noch aus dem Zug zu gehen, kann der doch jede Minute losfahren.

23:30: Schreie von hinten, die ich nicht als halt oder nur Wutschreie identifizieren kann. Ein Girlie oder so berichtet panisch den Eltern, sie müsse ja jetzt gleich abgeholt werden.

Frage: Der Bus kam hier um 22:40 an, jetzt ist es 23:30, gilt das langsam als über eine Stunde Verspätung?

Ich habe fast die Vermutung, das wir hier noch länger hängen, denn wenn ich mich richtig erinnere, hatte ich den Zug *vor* dem letzten des Tages genommen, damit ich bei Verspätungen an Hamburg noch eine Chance hätte. Hm. Ich will es nicht beschreien.

23:35 neue Reisende tauchen auf, offensichtlich der dritte Bus der ankommt. *seufz*

23:37 ein Dingdong aus den Zuglautsprechern erzeugt Hoffnung.

23:40 – immer noch nicht gestartet. Zweiter Dingdong. Auf dem anderen Gleis fährt schon wieder ein Zug nach Oldesloe ab. Hä?

23:45. Der Zug fährt immer noch nicht.

23:46 – anderer Dingdong-Ton. Ein paar Sitze weiter glauben zwei Blondinen, daß sie in Lübeck einfach nur zum Servicepoint gehen müssten für die Taxischeine.

23:48 – der Zug fährt los – ENDLICH!

00:15 – Lübeck HBF.

Gilt entgleister Zug als besondere Umstände, oder kann ich die jetzt wegen über einer Stunde Verspätung nerven?

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Wetterumschwung

Von 33 Grad auf 15 runter – warum eigentlich nicht mittlere 23-27 Grad? Und genau gestern und heute hätte ich das gerne wärmer gehabt, zum Trocknen der Wäsche.

Nun gut. Für den Trip nach Berlin morgen brauchte ich noch eine Wetterauskunft und erhalte diese beim netten kick-dich.de-Projekt:

Die Welt zu Gast beim duschen
Schrieb ich von „schütten“? Ist etwas untertrieben, gerade hagelt es noch kräftig dazu, donnert und es wird ständig heftiger. Die letzten zehn Minuten würde ich gerne von der Fanmeile als Webcam-Stream sehen.

ähm ja. Zum Glück ist meine Übernachtung direkt um die Ecke, aber vielleicht sollte ich den Regenschirm doch einpacken …

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Bundeseinheitliche Feiertage

Nette Story beim Spreeblick. Schleswig-Holstein hat selbstverständlich *nicht* frei, happy Kadaver ist mir ein Begriff als „dann wenn die von da unten uns besuchen kommen“.

Erinnert mich immer wieder an die Geschichte mit dem Einsatzplanungtool, was ich jedes Jahr in Excel aktualisiert habe. Einer der Empfänger hat sich mindestens jedes Jahr beschwert das „die Feiertage“ fehlen, worauf die immer gleiche Antwort kam, daß ich selbstverständlich die bundeseinheitlichen Feiertage eingetragen hätte. „oh. so wenige?“ war meine Lieblingsantwort. 🙂

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