Kein Amazon, kein Kauf.

Nico hat das Buch „Die neuen Meinungsmacher“ als Resenzionsexemplar erhalten – ich jedoch werde daß Buch wohl in nächster Zeit nicht lesen. Denn besagtes Buch kann man nämlich nur auf folgende Arten kaufen:

– über jede stationäre Buchhandlung (jedoch nicht in Online-Shops)
– online direkt beim Verlag Nausner & Nausner
– per Faxantwort auf der Buchinfo (PDF) direkt beim Verlag

Bei Direktbestellung berechnet der Verlag Versandkosten in folgender Höhe: ca. 2 EUR (A), 3 EUR (D) bzw. 5 EUR (CH)

Ich sehe Buchhandlungen einmal im Jahr von innen, und ich möchte nicht beim Verlag für Extrageld kaufen. Ich möchte beim Buchhändler meines Vertrauens kaufen, und der lautet Amazon. Ich bin aber wohl nicht die Zielgruppe, genausowenig wie Nico feststellt:

Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt ist das alles nichts Neues, aber ich bin ja auch nicht die Zielgruppe. Das Buch ist ein guter Leitpfaden für den Einstieg in die Blogosphäre und sollte eigentlich als PDF einem interessierten Fachpublikum zur Verfügung gestellt werden.

Nein, das interessierte Fachpublikum ist sicherlich einem Buch mehr zugeneigt als einem PDF.

Aber auch das Zielpublikum recherchiert bei Amazon und möchte nicht erst bei einem Verlag bestellen. Oder in den nächsten Buchladen wandern. Behaupte ich mal so.

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Wie bloggst Du?

Nico möchte, daß wir alle daran teilnehmen:

Wie ich blogge?!

Was ich an solchen Fragebögen immer hasse: Gibt es den wirklich niemand anderes, der sich einmal vorher Gedanken macht, wie man Umfragen (wahlweise Präsentationen) sinnvoll durchgehen strukturiert? Nur ein Beispiel: Am Anfang wird noch schlau gefragt, ob man eines oder mehrere einsetzt. Danach kommt dann „Welche Weblog-Software verwenden Sie?“

Ich führe mein Weblog bei einem „Weblog Provider“ (z.B. twoday.net, blogg.de, 20six.de, antville.org….).
Ich führe mein Weblog mit „Stand alone“-Software (z.B. WordPress, MovableType, Serendipity, …).
Weiß nicht

Warum ist das eine Radiobutton-Abfrage?
Ich blogge sowohl als auch. Ich kann eine „Mehrheitsaussage“ treffen, aber das ist eine ganz andere Aussage als beides angekreuzt.

Aber ich gehe mal davon aus, daß der ’normale‘ Blogger nur ein einziges Blog hat. Also spielen wir mit. Und tun so, als wenn wir nur ein Blog haben. Worüber bloggen wir denn so?

Welche Art von Beiträgen veröffentlichen Sie in Ihrem Weblog?

  • Berichte, Episoden, Anekdoten aus meinem Privatleben
  • Berichte, Episoden, Anekdoten aus meinem Arbeitsleben, Studium oder Schule
  • Gedichte, Liedtexte, Kurzgeschichten
  • Eigene Bilder oder Fotos
  • Podcasts
  • Links zu „Fundstücken“ im Netz mit eigenem Kommentar
  • Kommentare zu aktuellen politischen Themen
  • Kommentare zu beruflichen, schulischen oder studienbezogenen Themen
  • Eigene Filmdateien oder Videoclips
  • Andere Inhalte, und zwar:

Suba. Ich sehe schon die Ergebnisse vor mir, und dann haben wir die „erste echte tolle Blogstudie“. Denn wie Jan Schmidt auf seiner Webseite dazu schreibt:

Was geschieht mit den Ergebnissen?

Die Umfrage dient wissenschaftlichen Zwecken und hat keinen kommerziellen Hintergrund. Ich plane, die Ergebnisse auf Konferenzen zu präsentieren und in Aufsätzen zu veröffentlichen, um einen Beitrag zu leisten, unser Verständnis von dieser neuen Kommunikationsform zu erweitern. Vorträge und Aufsätze werde ich unter die „Creative Commons“-Lizenz stellen, das heißt sie werden allen Interessierten zur Verfügung stehen.

Ich sollte vielleicht auch eine Studie betreiben:

[ ] Mögen Sie Katzen und bloggen Sie darüber?
[ ] Ich interessiere mich für keine Tiere.

Und als Ergebnis stelle ich dann vor „X% wollen über Katzen bloggen und der Rest interessiert sich für gar keine Tiere“ oder „Katzen sind das heiße Thema bei Bloggern.

Geht teilnehmen , damit angesichts der einfallenden Massen durch die Blogdienste wenigstens ein kleiner gallischer Kern auftaucht.

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14 Jahre Geo abzugeben (HH Barmbek)

Mein Bruderherz zieht um und hat noch eine Sammlung von 1990-2004 (den letzten Jahrgang möchte ich gerne haben).

Weiß jemand vielleicht eine Schule oder eine andere Einrichtung die so etwas haben möchte bzw. jemand privat?

Mail an mich bitte.

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Kauft Popcorn

Rick Segal empfiehlt den Kauf von Popcorn-Aktien.

Gibt es in Deutschland eigentlich produzierende Unternehmen von Popcorn die aktiennotiert sind?

Ich befinde mich gerade in diversen Bereichen meines Lebens, wo Ideen / Vorhaben / Organisationsstrukturen wieder aufkommen. Oder eher zurückkommen. Ich weiß nicht, ob ich mich alt oder erfahren oder einfach Senior nennen soll?

Been there, done that, know how to get to the next bubble? 🙂

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Freitag Abend, Premiere Sportsbar

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„Aachen 0:1 Greuther Fürth“ steht auf der Projektionswand, denn ich bin in der Texmex Cantina Shorty’s, Lübeck. Shorty’s hat eine längere Geschichte, aber die soll ein anderes Mal erzählt werden.

Heute amüsiere ich mich über die „Premiere Sportsbar“.

Um Sie rundum glücklich zu machen, bieten wir Ihnen die Spitzenereignisse des Sports auf unserer Großleinwand. Wir sind Premiere SportsBar Partner.

„Zusammengucken“ ist voll im Trend. Anstatt allein zuhause fernzusehen, trifft man sich mit Gleichgesinnten in einer geselligen Runde und kann sich direkt mit anderen Menschen austauschen. So erhält das Sportgucken wieder eine soziale Komponente.

Zwei Fernseher, eine kleiner 37 cm über der Bar, und einmal eine große Leinwand in einer alten Telekom-Kantine lassen bei mir die Frage aufkommen – gibt es zu erfüllende Standards, damit man die Leuchtreklame draussen tragen kann?

Mindestens zwei Fernseher, einer davon mindestens x Meter breit oder so? 57te Minute, immer noch Führung für die Manschaft mit dem unaussprechlichen Namen. Im Hintergrund läuft wieder Ende 80er Anfang 90er Jahre Musik, diesmal Prince mit einem Song, den ich glaube ich noch nicht kenne – aber bei Prince ist das egal.
Ich sitze direkt vor der Leinwand an einem großen Stammtisch mit 8 Plätzen, denn hier habe ich genug Platz, um mich mit meinen Zetteln auszubreiten; und jetzt mit Blick auf die Leinwand Fußball zu gucken. In soviel größer als mein normaler Fernseher stelle ich ein paar Dinge fest:

Die Auflösung könnte besser sein, aber das Signal ist wahrscheinlich nicht crisp genug dafür. HDTV wird für solche Orte eine eindeutige Verbesserung bringen. Zweitens sehen Schwalben in 2,5×1,5 Meter viel amüsanter aus (leider noch kein Elfmeter, mein Favorit). Drittens lohnt es sich blind tippen zu können (und das kann ich selbst auf meinem kleinen Tablet inzwischen ausriechend gut) – ich kann nämlich schauen und gleichzeitig meine Gedanken schweigen lassen = tippen. Die Handvoll Fehler kann ich später bereinigen.

Ich kann zwar immer noch nicht verstehen, wie man komplizierte Strickmuster stricken kann und dabei fernsehen, aber die Hände auf die Tastatur und blind schreiben – paßt schon. Nur die Umlaute auf dem Tablet sind zu klein *grr*. Zurück zur Bar.

Ich trinke, wie üblich, mein Wasser und stelle fest – der Rest der Welt trinkt Bier. „Hei Daniel, Mensch Alter!!“. Ich habe lange genug in der Kneipe meiner Mutter gearbeitet um diese Art der Konversation auswendig zu kennen. Bar Talk. „Frauen haben Angst vor der Angst. Meine Freundin will kein Motorad mit mir fahren, dabei beeinfluße ich sie doch gar nicht. Und meine Hilfe nimmt sie auch nie an. Eigentlich ist es besser, daß sie nicht mit fährt. … und dann hab ich ihr gesagt … und sie hat nicht drauf gehört … und sie muß doch nur …“. Ein paar Bier weiter, und er lallt bald über die Welt und dumme Frauen im Allgemeinen. 63te minute, noch mehr gelbe Karten.

Der etwas jung wirkende Schiri verteilt die mit Begeisterung, ich glaube seitdem ich dabei sitze hat er schon vier verteilt. Und wo wir gerade davon sprechen – die erste rote. Raus geht Danny Fuchs – nicht ganz so der Fuchs. Replay – ich würde sagen, daß war kein wirkliches Faul, aber der Typ bleibt leidend am Boden liegen – wenn es rot gibt, braucht man das wohl. Nagut, gerade helfen sie ihm vom Feld, nach ein wenig Eis-Spray wird der schon wieder fröhlich auflaufen.

Ich habe sowieso nie verstanden, warum Männer mit Begeisterung alle dem Ball hinterherrennen.

Was ich aber eigentlich damit ausdrücken wollte: Ich mag das. Hier so sitzen, leichtes Geplapper im Hintergrund, etwas ausreichend leckeres gegessen und jetzt ein wenig bloggen. Das Blogpost danach sozusagen.

Ich habe zwar kein Wlan – nur die typischen überteuerten Telekom-Hotspots, aber ich teste mal Blogdesk. Das funktioniert zwar nicht mit meinem Pivot zusammen, aber macht so einen ganz netten Eindruck. Gewisse Tastaturbedienungen gehen noch nicht, wie sie sollen, aber man kann ja Feedback senden.

Was fehlt mir noch zu meinem Glück. Ein leckerer Milchkaffee. Shorty’s (Lübeck hat zwei davon) haben eigentlich meiner Erfahrung nach keinen davon. Außerdem habe ich noch eine halbe Flasche vor mir. „Good Sensation“ oder „Love Sensation“ läuft im Hintergrund, aber ein wenig von der Stadionsatmosphäre wäre auch nicht verkehrt.

Warum kann ich jetzt nicht meinen mp3-Player rausholen, das Radio einstellen und auf einer Frequenz das Signal von Premiere haben? Ich hätte meine Kopfhörer und der Rest seine Ruhe.

Nachher muß ich nur noch fragen, nach welchem Fahrplan hier gesendet wird. So Tennis oder sowas in der Art. Dann kann ich nämlich meinen Fernseher wirklich bald rausschmeißen. 🙂

Nachtrag: 2 Stunden später und drei lange Artikel sind geschrieben. Kneipenbloggen bekommt mir. 🙂

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Neues aus dem Podcastland

Ab 8. Oktober bieten Frank Tentler und Thomas Wanhoff die Podcastschau, und bis dahin kann man sich auch mit den RTLs FreitagNachtNews vergnügen (via Jan).

Interessant an den beiden: Beide ein Zeichen für die sich wandelnde Zeit des Podcastings. Für Firmen werden Podcast und Blogs zum normalen Bestandteil des Marketingmixes, und es ist nur eine Frage der Zeit und der DSL-Anschlüsse, bis Video gleichberechtigt folgt. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung.

Die Menge der Podcast wird unübersichtlich – ist es international schon lange, aber so langsam haben wir auch in Deutschland die Grenze erreicht, wo ‚man sich kennt‘.

Während ich mich einerseits darüber freue (ich mag Blogs und Podcast, und je mehr es gibt, desto mehr Spaß habe ich damit) und mich auch die diversen Richtungen nicht stören (Business bis Education und non profit bis profit Organistaionen), beschleicht mich andererseits doch ein Gefühl der Melancholie.

Als ich mit Usenet und Blogs begann, gab es schon sehr viele davon. Klar, 2003 für Blogs war immer noch sehr sehr früh, aber die richtige ‚Kuschelphase‘ war schon vorbei, und Usenet gab es 1995 auch schon seit Ewigkeiten (damals, als all.all noch auf eine Diskette paßte).

Podcasting habe ich ziemlich von Anfang an mitbekommen; wenn man ~ Juni / August letzten Jahres als das Startdatum annimmt. Ja, es gab schon vorher Enclosures, ja es gab schon vorher Dateien usw. Aber Podcasting wie wir es jetzt kennen, gibt es seit gut über einem Jahr.

beissholz.de feiert diese Tage den zweiten Geburtstag, wenn ich die Tests im Frühjahr mal außer acht lasse. Mein englischer Podcast Useful Sounds wird eins Anfang November. Beides kommt mir viel, viel älter vor, als wenn es schon ewig (Blogs) und verdammt lange (Podcast) vorkommt.

Aber bei Podcast war ich eben Teil der frühen Phase, wo man per Mailingliste, Chat usw noch direkten Kontakt zu einem größeren Teil der Szene hatte. Diese Phase ist vorbei, es existieren ganze Bereiche und Netzwerke, in die man hineintappen kann und von denen man vorher nichts gehört hat.

Dieses war auch die Stimmung die ich am vorletzen Wochenende in London auf dem Podcastcon UK wahrgenommen habe. Und da ich jetzt für Corante auf deren Podcasting-Seite schreiben darf, habe ich den Bericht über die Konferenz als meinen ersten Artikel eingestellt.

Die Beschäftigung mit dem Artikel und was man objektiv schreiben kann hat meine Meinung gewandelt – vorher war es ein netter Tag, der mehr hätte werden können, nachher war es die Erkenntnis, daß genau die fehlenden Dinge ein Zeichen für den Erfolg sind.

Mich hat dieses Wochenende sehr beschäftigt (und tut es immer noch), leider hat es in bestimmten Fragen auch nicht wie erhofft die Antworten gebracht, sondern neue aufgeworfen (u.a. der Grund, warum ich noch nicht so viel davon gebloggt habe).

Social software tools mögen noch am Anfang stehen und die meisten Menschen wissen mit diesen neuen Tools nichts / wenig anzufangen. Aber das wird sich ändern. Und ich bin gespannt, was wir in den nächsten Jahren noch erleben werden.

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Darum hat man ein Blog.

Martin-Éric Racine über Finnland und deren DRM-Versuche unter Einbeziehung angeblich zustimmender Künstler:

<Q-FUNK> JohnBolton: about that finnish dmca again:  another creepy thing is that the finnish RIAA published a statement saying that a huge list of finnish artists are in support of the draft.  case in point: several of those whose name was mentioned blogged thta the RIAA used their name without authorization and they they in fact oppose the bill.

<Q-FUNK> people in finland are surprisingly literate. there was overwhelming opposition to the bill, as soon as news of what the implications would be leaked to the press.

<Q-FUNK> finland isa nation of engineers.

<Q-FUNK> and they are more verbose thna the legendary finnish quietness purports.

<Q-FUNK> and starting with blogs, we suddenly have a plethora of finns daring to be heard.

<Q-FUNK> technology is the enabler of democracy here.

<_neezee> and you have long winternights where you can sit before the fire and type. 😉

<Q-FUNK> before that, whatever politicians or papers said was the only visible position over any issue, in this country.

<Q-FUNK> the minute their monopol over communication was shattered by the net and with technologies that make publishing over the net easier (like blogs) appeared, that was the erosion of „official positions“ and „national experts“.

[…]
<Q-FUNK> at this point, the first bit of dissection has been to find that the key writer of the draft also sits on the board of the finnish RIAA
<Q-FUNK> ‚and double-dips by also being a top government official at the ministry of education.

Das schöne an Blogs ist unter anderem die Tatsache, daß jeder ein klein wenig beitragen kann, jeder mit dem, woran er Spaß hat. Und so oft, wie er mag.

Ich interessiere mich für Copyright-Diskussionen und ich liebe es, dann entsetzte Gründer darüber aufzuklären, was Nutzungsrechte in Bezug auf ihre Logos und anderes bedeuten. Ich habe kein gesteigertes Interesse daran, dieses ständig zu tun, oder mich in tiefere politische Gefilde zu begeben.

Aber jedesmal, wenn jemand die andere Seite von Nutzungsrechten kennenlernt, bedeutet das ein informierter Mensch mehr. Jedesmal, wenn man einer Band klarmacht, daß ihr Beitritt zur Gema zuallererst dafür sorgt, daß man sich selber bezahlt, hilft. Zwar nicht sonderlich, weil die meisten verblendet an das Thema herangehen, aber stetiger Tropfen höhlt den Stein.

Urheberrechte sind eine Basis für Verhandlungen. Sie bedeuten nicht das gottgegebene Recht eines Schaffenden, alles zu bekommen und den Nutzer dafür bluten zu lassen. Wer jemals mit einem ‚Schaffenden‘ zu tun gehabt hat, der im Brustton der Überzeugung davon gesprochen hat, daß die andere Zeite dafür zu blechen hat, weil sie ja *gasp* ERFOLGREICH das eigene Schaffenswerk für das Geschäft nutzt, sollte wissen, warum ich von verblendet rede. Weil, es ist ja alleinig die Qualität und der Erfolg des eigenen Werkes die diesen Erfolg beschert.

Die gleichen Künstler sind nämlich ebenso fest nicht der Meinung, man müsse sich an Verlusten beteiligen, denn das war ja schuld des Unternehmers.

Fordere ich die Abschaffung von Nutzungsrechten, in Wildwest-Manier die Freigabe? Nein. Fordere ich neuere Systeme, die den geänderten Bedingungen wie z.B. Internet Rechnung tragen? Absolut. Habe ich einen brauchbaren Vorschlag? Nein.

Trotzdem bringe ich das Theme gerne und immer wieder auf, denn nur so können wir irgendwann zu einem neuen Kompromis kommen, einer neuen Basis für Verhandlungen.

In der Zwischenzeit ermuntere ich jeden, der sich nicht schnell genug entfernt, von vorneherein den Preis für die Nutzung sämtlicher Rechte zu fordern (nein, ich stelle kein Riechsalz bereit), ermuntere dazu entsprechende Werkverträge zu schließen, die den Bereich der Schöpfungshöhe reduzieren und sich mit Auftragnehmern zusammenzutun, die diese neue Welt verstehen.

Der Schaffende von Kunst hat das Recht, Nutzungsrechte zu vergeben und dafür Geld zu verlangen.
Der Käufer hat das Recht, woanders zu kaufen und sich die, die es übertreiben wollen, zu merken.

In diesem Kontext macht es eindeutig Sinn, sich öffentlich von einer Aussage „dieser Künstler unterstützt diesen Entwurf der RIAA“ zu distanzieren.

Siehe auch: Die bösen, bösen Leute, die die Künstler ausnutzen.

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Umzugswagen in Hamburg

Weiß jemand spontan, wo man für dieses Wochenende noch preiswert einen Umzugswagen in Hamburg herkommt?

Mein Bruderherz will umziehen, aber sein geplanter Transportwagen hat sich verdünnisiert. Sprintergröße sollte genügen.
Hinweise gerne per Mail neezee an gmail.com. Danke. 🙂

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Nix „Chuzpe“

Nico nennt es Chuzpe, wie sich Schröder offensichtlich in der Elefantenrunde aufgeführt hat, ich nenne es erbärmlich.

Korrektur: Es überrascht mich nicht wirklich als Auftritt. Denn es paßt sehr gut zu dem Bild, welches Schröder in der Vergangenheit gezeigt hat: Wenig Staatsmann, aber viel Rumgeprotze.

Offensichtlich ist es notwendig, CDU und CSU auseinanderzurechnen, damit das gewünschte Ergebnis „wir haben gewonnen“ herauskommt. Es gehört einiges and Blindheit dazu, bei einem Gleichaufergebnis von „deutlich bestätigt“ und „keiner will schwarz-gelb“ zu reden. Politikergeschwafel in aller Bekanntheit – von jemand der wieder Kanzler werden will erwarte ich ein anderes Verhalten.

Hat schwarz-gelb eine deutliche Mehrheit? Nein, genausowenig wie rot-grün. Und wenn keiner von beiden eine deutliche Mehrheit hat, bedeutet das nicht automatisch, daß der bisherige Kanzler weiterhin Kanzler bleibt.

Für mich ist vor allem sichtbar, daß die üblichen Parolen „die machen, daß es Euch schlechter geht“ und „mit uns geht es allen gut, denn wir sind sozial!“ gewirkt haben – stillschweigend mit einbindend, was mich an der SPD schon immer genervt hat: Allen soll es gut gehen – und vor allem soll es niemandem besser gehen, denn das ist ja unsozial. „Die Reichen da“ müssen was abgeben, denn sie haben ja also können sie noch mehr abgeben.

Das hat gewirkt, und die Steigerung dieser Parolen hat im Osten noch besser gewirkt, siehe das Ergebnis der Linkspartei. Wer machtgeil ist, hat wenig Interesse an den wirklichen Inhalten. Wie ‚gut‘ diese Art von Politik wirkt, haben wir in den letzten 7 Jahren sehen können.

Jemand, der bei einem Prozentsatz für seine Partei gleich der anderen großen Partei von deutlichem Sieg spricht; jemand der selbst mit Partner keine eindeutige Mehrheit hat (aber von eindeutigem Wahlauftrag faselt) soll ich zutrauen, sich den wirklich wichtigen, großen Dingen widmen zu können? Das ist Muckiebudenprotzen. Das ist erbärmlich und nicht Chupze.

In UK schrieben die Zeitungen am Montag übrigens von Wahlchaos, keiner klaren Mehrheit, der irritierenden Ansage beider Kandidaten Kanzler/-in werden zu wollen und sonstigen Auswirkungen. Vor allem davon, daß bei nahezu jeglicher Kombination man Deutschland abschreiben kann als Motor für Europa oder als wirtschaftliche Kraft.

Ich denke, sie haben leider recht.

Update mit Link, richtiger Schreibweise, Anführungszeichen und einem Hinweis statt Kommentar: Die Dreistigkeit etwas herausschlagen zu wollen in dieser Situation wird von Nico als ‚gut‘ bezeichnet, um aus dieser eben nicht gewonnenen Situation mit ‚Chuzpe‘ noch zu gewinnen. Ich mag es selbst im Kontext von Politik nicht als gangbaren Weg sehen. Es spricht evenfalls Bände, dieses als ‚genau richtig‘ für die Situation zu beschreiben.

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Warum Chaträume besser als IM sind

Ich vermisse IRC.

Ich stelle das mal so einfach in den Raum. Skype, ICQ und Konsorten hin und her, ich vermisse IRC. Vermissen im Sinne von: Ich bedauere, daß die meisten meiner jetzigen Kontakte nicht im Irc verfügbar sind und ich mag es nicht, mich auf diversen IRC-Servern einzuloggen.

Damals, 95, als die Welt noch aus einem großen IRC-Netzwerk bestand (oder einem sehr kleinen, wenn die Systeme mal wieder gesplittet waren), hatte man die Wahl: channel oder query. Und in den meisten Fällen gab es beides. Der Channel als die normale Anlaufstelle, ein relativ rudimentäres aber brauchbares Notify, und Query falls man Bedarf auf mehr hat.

Wenn ich auf die heutigen Systeme schaue, dann fällt mir vor allem die fehlende Implementierung der Channel auf – und wenn sie denn mal vorhanden sind, dann sind sie miserabel gemacht. Basisfeature von IRC fehlen den meisten IM-Systemen bin heute.

Warum will ich Channel, und warum reicht mir IM nicht?
Weil es eindringend ist. Ich rede mit einer Person und fordere deren Aufmerksamkeit. Anders ein Channel. Ich betrete ihn, nehme mehr oder minder an den Diskussionen teil und manchmal / meistens / je nachdem folgt ein Query oder nicht.

Aber der Channel als Anlaufpunkt ist da, und er erlaubt mir den Kontaktaufbau bzw. die Vertiefung, ohne in die Privatsphäre einzudringen.

Wie komme ich darauf? Am Wochenende habe ich nicht nur Podcastcon UK besucht, sondern auch – dank Mail von Dave Green – einen herausfordernden Tag mit Menschen verbracht. Ich habe nach einer weniger wertenden Beschreibung gesucht als es mir gerade auf den Finger liegt, geht nicht, also laße ich es. Menschen.

Menschen, die Gedanken haben, Ideen haben, herausfordernde Fragen stellen, ein wenig verrückt sind – und Menschen sind, mit denen ich mehr Kontakt haben möchte und auch werde. Bei einigen ist das schon klar, bei anderne ist das noch ein zartes Pflänzchen. Welches wachsend könnte, denn wenn ich es richtig überblicke, dürften die meisten Ircer sein.

Und Ircer haben Stammchannel auf denen sie sich rumtreiben. Auf die man joinen kann und ausloten kann, ob oder ob nicht man sich versteht, und weiter zusammenarbeiten möchte. Ohne gleich nervende Mails schreiben zu müssen, ohne direkten IM Kontakt einforderun zu müssen.

Es kann sich entwickeln. Und nach mehreren Jahren des nicht so sehr ircens werde ich wieder einsteigen, denn all die Jahre haben gezeigt: Andere Systeme sind nett, aber sie fördern keine Gemeinschaften. Sondern nur 1:1 Kommunikationen.

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