Lesen!

Geschrieben von Nicole Simon · 24.08.2006 · · Kommentare (12)

Bevor ich den Link wieder vergesse, Heikos

"Weniger Überwachung, mehr Intelligenz!.

Und auch wenn es wichtig und wahr ist was er schreibt, das mit der Intelligenz ... nun ja. Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.



Dieser Artikel wurde geschrieben: 24.08.2006 - 20:54.



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    1. Es ist ein verlorener Kampf. Die Menschen haben beschlossen auf Datenschutz zu verzichten und halten Videoüberwachung für sicher. Die wenigsten denken darüber nach, was das für sie bedeutet.

      Clau 25.08.2006 - 06:42

    2. Sie schwärmen doch gerne mal von den USA? Die machen es vor. Warum sollen wir nur den web2.0-Hype von dort übernehmen.

      Tim 25.08.2006 - 08:22

    3. Wenn man aufgibt, gewinnen die anderen noch schneller. Mein Lieblingsbeispiel in Schulungen ist immer "warum schreiben Sie eigentlich Briefe statt Postkarten und wieso haben Sie Vorhänge im Haus - was verbergen Sie?".

      Die Reaktionen der vorher meist lautstark alles mögliche Fordernde sind dann immer sehr interessant. Nicht das es für lange anhalten würde, ich gebe mich der Illusion nicht hin.

      USA: Auf der Etech gab es eine Minivorstellung der Where 2.0 - und beim Thema Geotagging bin ich sehr gespalten. Einerseits sind die Chancen fantastisch, andererseits die Probleme riesig. Eine andere Person meinte nur "die Europäer sind bei sowas ja sowieso viel zu paranoid" worauf ich nur entgegnete "nein, es ist nur so daß wir tatsächlich noch Datenschutz haben."

      Man könnte so viele tolle Dinge mit Technology anstellen - und wir können / wagen es nicht weil wir wissen, wohin es führen kann. Ätzend.

      Nicole 25.08.2006 - 11:30

    4. Man könnte so viele tolle Dinge mit Technology anstellen - und wir können / wagen es nicht weil wir wissen, wohin es führen kann. Ätzend.
      Wollen Sie das etwas detailierter erläutern? Sollen wir, obwohl das Risiko gross ist, dass es zu Einschränkungen in der persönlichen Informationsfreiheit führt, die nicht so einfach reversibel sind?

      Tim 25.08.2006 - 19:25

    5. ---Man könnte so viele tolle Dinge mit Technology anstellen - und wir können / wagen es nicht weil wir wissen, wohin es führen kann. Ätzend.---
      Ich nenne das nicht ätzend, sondern Verantwortung. Oder war das Ätzend mehr als Ausdrucks des Frusts zu sehen, dass man aufgrund seiner Verantwortung auch leider nicht die tollen Dinge realisieren kann ? Dann stimme ich dem voll zu !

      Joachim 25.08.2006 - 21:15

    6. Das Beispiel Geotagging / location based services macht es doch vor. Damit könnte man sooooo viele tolle Dinge bauen - wenn man davon ausgehen könnte, daß alle Menschen lieb zueinander sind und nur Gutes im Sinn haben.

      Das weiß man nur leider das das nicht wahr ist. Also muß man - anstatt die Möglichkeiten nutzen zu können - als erstes mit allen möglichen Mißbrauchsmöglichkeiten auseinandersetzen.

      Das ist zum einen Verantwortung ja, aber auf der anderen Seite auch ätzend. Nicht nur kann man eine ganze Menge gar nicht erst verwirklichen, man muß auch aufpassen, daß andere nicht auf die gleichen Ideen kommen.

      Informationen per Bluetooth - klasse Idee! Leider unbrauchbar, weil die Spacken von Werbern einen damit vollballern. Mein Handy könnte immer angeben wo ich bin - wenn das eingebaute System dazu nicht auch gleichzeitig in den falschen Händen die falschen Informationen liefern könnte.

      Eine Box mit vernünftiger Applikation damit Firmenmitarbeiter sich das bekloppte Fahrtenbuch sparen könnten - schon länger angedacht und sofort mit Überwachungsfeaturen gekoppelt (bis hin zur Versicherung).

      Ich lernte beim ersten Besuch in den USA das es dort einen Service gibt, der einem für 150 Dollar alle Nummern auflistet, die von einem Handy angerufen wurden bzw wer das Händy angerufen hat. Wohlgemerkt irgendein Handy.

      Die Kongreßabgeordneten haben wohl erst erschreckt mit ihrer Arbeit angefangen, als begonnen wurde die Damen und Herren auf Lobbyanrufe zu überprüfen - vorher wurde es als unwichtig abgetan.

      Die Menschen sind halt nicht gut und wohlwollend. Und damit wird Technik sofort immer eine Herausforderung im Sinne von "was können die Bösen damit tun". Und dabei bin ich noch nicht mal halb so paranoid wie gewisse andere Herrschaften die ich kenne. *g*

      Nicole 25.08.2006 - 21:36

    7. ok, ok ok, das erklärt das -Ätzend- ausführlich.
      Ne andere Betrachtungsweise hätte mich auch echt verwundert.

      Joachim 25.08.2006 - 21:46

    8. Willkommen in der real world.

      Das ätzend zu finden ist keine Lösung. Man muss damit Leben. Das ist auch eine Seite der freien pluralistischen Gesellschaft. In Nord-Korea könnte man das leicher lösen.

      Tim 26.08.2006 - 09:11

    9. Im übrigen ist das eine Geschäftsgrundlage, auch für Sie Frau Simon. Wir verdienen unser Geld damit, dass wir ausländischen Unternehmen erklären, was in Deutschland geht und was nicht, wie man es anpackt, welche Personen wichtig sind, usw.

      Tim 26.08.2006 - 11:03

    10. Wieso sollte ich das nicht ätzend finden können? Seit wann muß ein Gefühl als Lösung daherkommen?

      Persönliche Integrität ist auch keine 'Lösung'. Sondern eine Haltung. Daraus entwickelt man Lösungen aber nicht umgekehrt.

      Und ich gehe auch davon aus, daß Menschen intelligente Wesen sind und sinnvolle Dinge tun. Das ist eine naive Haltung. Diese hält mich jedoch auch nicht davon ab, mich realistisch auf die reale Welt vorzubereiten. Weil die Realität anders aussieht.

      Soll ich jetzt meine Haltung ändern, nur weil mir die Realität jeden Tag etwas anderes beweist oder soll ich diese Haltung bewahren und sie (wie man so schön 'in esoterisch' sagt) für die Arbeit an einer besseren Welt nutzen?

      Im übrigen braucht man da gar nicht so weit ins Ausland gehen. Da reicht es schon, daß man deutschen Unternehmen erklären muß was oder was nicht geht. In dieser freien pluralistischen Gesellschaft.

      Nicole 26.08.2006 - 13:39

    11. Man könnte auch sein Auto für alle offen stehen lassen, wernn die Menschheit so lieb wäre und es nicht klauen würde, sondern nur mal leihen. Man könnte auch sein Haus öffnen und auf reisen in anderen geöffneten Häusern absteigen, wenn, ja wenn die Welt nicht so böse und schlecht wäre. Man könnte auch Kommunismus leben, wenn, ja wenn diese bekloppte Menschheit nicht so schlecht wäre.

      Ist das eine neue Erkenntnis für dich? Hmm...

      Renate 27.08.2006 - 16:27

    12. Ja könnte man. Nein natürlich nicht. Ist das ein Grund aufzuhören sich eine andere Realität vorzustellen und zu versuchen daran zu arbeiten?

      Nein, ich erwarte nicht, daß ich solche Änderungen in meiner Lebenszeit erlebe. Und beim Auto wenn ich ab und zu mal vergesse es abzuschließen (so einmal im Jahr) vertraue ich darauf, daß ein Twingo nicht das Interessensobjekt der normalen Klauer ist. ;)

      Nicole 27.08.2006 - 16:36



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