And Google said, Let there be search: and there was search.
Geschrieben von Nicole Simon · 16.10.2004 · echo trackbackCount(715); ?> · Kommentare (3)Philipp Lenssen made some changes ten words in the King James Bible:
God with Google, Light with Search, Earth with Web, Heaven with Googleplex, Adam with Googlebot, Egypt with Microsoft, LORD with ENGINE, Israel with California, Noah with Silicon Valley, and Man with Algorithm.
Here's the result: The Google Bible
Dieser Artikel wurde geschrieben: 16.10.2004 - 02:40.
- Und wir (nein ihr, ich nicht) Gläubigen stammeln auch alles leuchtenden Auges nach, was uns der große Gugel vorbetet. Dieser Gemischtwarenladen, der sich mit seinen ganzen neuen 'Produkten' letzten Endes doch nur fein rausputzt zum Verkauf. Die solcherart Angebeteten machen doch auch nur gerade so viel Kohle, wie sie mit aller Gewalt können - und verwässern dabei das, was sie mal waren: eine gute Suchmaschine. Ich warte schon auf den Scherbenhaufen und das Gejammere und Gemosere danach...
Boris 16.10.2004 - 07:38 - Wieso glaubst Du, die Gläubigen wären blind?
Ich sehe das sehr schlicht. Es gab ein Leben vor Google, es gibt ein Leben danach. Und der Markt straft ab, sehr schnell, sehr deutlich.
Solange Google sich an seine eigenen Ideen und Prinzipien hält, und dabei ein folgsames Publikum behält, ist es doch okay? Google ist meiner Ansicht nach im Evangelismus ähnlich aufgestellt wie Apple, das empfinde ich von keiner anderen Gruppe sonst so. Na gut, Amazon vielleicht noch. Yahoo-Jünger kenne ich nicht, btw.
Und das ist der Unterschied. Die 'Jünger' mögen das, was sie bekommen. Beschweren sich die Apple-Jünger über die beschränkten Möglichkeiten, die sie in der Hardwareauswahl haben? Nein. Weil sie es nicht benötigen und somit glücklich sind.
Ich bin keine Apple-Jüngerin und werde es freiwillig auch nie werden - aber es stört mich auch nicht. Die Teile, die mir gefallen nutze ich mit, und den Rest hole ich mir woanders.
Und das ist auch der Punkt: über 90% der Suchanfragen auf meine Seite kommen von Google. Über 90% der Anfragen auf meine Soundseiten kommen von - Altavista. Sollte Google mir nicht mehr zufriedenstellende Ergebnisse bringen und es poppt eine neue Plattform auf - dann gehe ich dort hin.
Und die Wechselbereitschaft ist heute höher als jemals zuvor. Nimm als Beispiel openbc: Momentan ist es gut genug. Gib mir etwas besseres - und ich bin sofort übergelaufen mit fliegenden Fahnen. Ist schon passiert: denn meinen Orkut-Account mache ich heute nur noch auf, um jemandem eine Einladung zu geben.
Nicole 16.10.2004 - 17:11 - Ich glaube ja nicht, dass sie blind sind, die "Gläubigen". Mir ist nur suspekt, wenn erfolgreiche Unternehmen, die eigentlich mit einer Klasse-Idee und einer ebensolchen Dienstleistung am Markt stehen/standen, plötzlich anfangen, ein neues Feature nach dem anderen rauszublasen... Ad-Sense, Ad-Nonse, Ad-Words, Gmail, Desktop Search, Bildersuche und was nicht alles.
Das hat immer sowas von: Wir müssen das machen, um unsere Kunden zu binden. Wir müssen die Nischen besetzen...
Was einfach nicht stimmt. Meist verzettelt sich das alles irgendwann in der Beliebigkeit, und das Unternehmen hat sich dabei selbst so weit aufgeplustert, dass es schließlich abstürzt - oder rechtzeitig wie beschrieben so geputzt ist, dass es gerne gekauft wird. Und dann geht im Endeffekt fast immer genau das verloren, was einstmals die Klasse ausgemacht hat.
Eine mächtige und vielseitige Desktop-Suchmaschine ist übrigens ein alter Hut, das hatte Altavista vor vielen Jahren schon (tia, als sie - eben - noch groß waren), die war auch kostenlos und sehr gut zu nutzen.
Boris 16.10.2004 - 20:38
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