Powerpoint war verpönt, aber keiner hielt sich dran.

In Kongressvorbereitungen. Learnings vorab schreibt Mark Pohlmann u.a. –

Keine PowerPoints als „verpönt“ brandmarken, wenn doch alle Referenten PPs benutzen wollen.

Zum xten Male: Es sind niemals Powerpoint-Folien verpönt, sondern immer miserable Präsentationen. Und es gibt auch miserable Keynote-Präsentationen, nur um das gleich klarzustellen. Powerpoint ist nicht ‚evil‘. Oder verbietet jemand Schreibmaschinen nur weil Menschen Schrott darauf produzieren?

Wer „Powerpoint“ nicht dabei haben möchte, stellt einfach keine Möglichkeiten zum Anschluß bereit, dann gibt es auch keine solchen Folien. 🙂

Kommentare wie „Powerpoint ist verpönt“ lassen mich ernsthaft überlegen, ob ich nicht doch offiziell meine Dienste als Feedbackgeberin und Konzept-/Präsentationskritikerin anbieten sollte.

[rant]Ich weiß, daß gewisse Herrschaften meine Feedbackinfos wenig schätzen oder als „beschränkte Sichtweise“ abtun – für mich heißt das eigentlich nur, daß nicht jeder Kunde mit meiner Art von Feedback zurechtkommt und ich diesem bei der Auswahl meiner Kunden Rechnung tragen muß.

Ja, ich bin „cruel“ bei sowas, doch mit dem Ziel „to be kind“ genauer hilfreich. Übrigens, ich bin meistens schon damit zufrieden wenn die Gegenseite versteht warum ich dieses oder jenes Argument bringe. Ich mache das nicht, um recht zu haben. Menschen haben unterschiedliche Ansichten und das ist auch gut so. Genauso habe ich auch Recht auf meine Meinung. [/rant]

In besagtem obigen Artikel gab es noch eine weitere Ankündigung zukünftig notwendiger Skillsets für Speaker – umgehen können mit Wikis 🙂

– immer zwei Mitarbeiter als Call Center-Agenten einplanen. Auch wenn nur rund 5 Prozent aller Teilnehmer sich melden – diese können einen den ganzen Tag beschäftigen.
– Noch besser: „Ich komme doch / Ich komme später / ich komme gar nicht / statt mir kommt Herr Mayer / kann ich noch…“ über ein Wiki händeln. Die Reboot zeigt, wie es geht.

Notwendigerweise sollten das eher Mikis werden 😉

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(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Der Vergleich mit der Schreibmaschine ist schon ganz hervorragend. Natürlich kann man die Schreibmaschine (Powerpoint) benutzen, aber es gibt was besseres: den PC mit Textverarbeitung (Freie Rede, interessante Sachen zeigen, am Flipchart malen).
    Unabhängig von der Art und Qualität der Powerpoint-Präsentation, lenkt diese den Redner fast immer ab, weil er sich mit ihr beschäftigen muss, anstatt mit seinem Thema und dem Publikum.

  2. Er muß sich nur dann damit beschäftigen, wenn er seine Hausaufgaben nicht gemacht hat und die Technik nicht beherrscht. 🙂
    Das fängt damit an, daß die meisten nicht wissen, wie sie einfach mit den Tasten die Folien bedienen, oder noch besser, ein spezielles Gerät haben, um frei redend weiter weg (inkl Laserpointer) die Folien laufen zu lassen.
    Folien mit Text werden abgelesen anstatt mit in Betracht zu ziehen, daß jeder sofort von einer vollen Folie angezogen wird diese durchzulesen. Ist das dann noch inkonsistent mit dem was erzählt wird, kommt Verwirrung auf. Usw.
    Die Tools sind vorhanden, aber man muß auch wissen, wie sie zu bedienen sind. Sonst wird die Textverarbeitung dazu verwendet, mit Leerzeichen Einrückungen zu erstellen und händische Nummerierungen durchzuführen. Um sich natürlich hinterher darüber zu beschweren, daß dieses kaum Arbeit spart. 😉