Remembering: Perry Rhodan

Walter Ernstling, Erfinder meiner Lieblingsfigur in Perry Rhodan und der Serie selbst, ist nach Krankheit verstorben – wie der interessierte Leser bestimmt schon mitbekommen hat. Ich wollte nicht auf den Spiegel-Artikel verlinken, aber Andreas Geschichte „Der Mann, der meine Englisch-Matura gerettet hat, ist nicht mehr“ ist eine wunderbare Erinnerung.

Ich habe in meiner Kindheit (in Unkenntnis der Zyklen) immer versucht, die Gucky-Geschichten rauszusuchen und habe die USO-Geschichten geliebt; später bin ich wieder eingestiegen als ich in meiner Ausbildung mit dem Zug nach Hause gefahren bin – der Schwarmzyklus, fünfte Auflage.

Die ersten 25 Silberbände stehen hier – und mehr sind es nicht geworden, weil ich lieber die Einzelhefte mag – und 100-149 und 450-499 habe ich mir letztes Jahr auf Ebay ersteigert und gelesen. Ich versuche mich von den gesamten Heftreihe fernzuhalten, weil das sind einfach zuviele Hefte, selbst wenn man nur die interessanten ersten 1200 liest.

Auch wenn alle Welt sie gerne als Heftromane abtun mag: die Zahlen sind beeindruckend und es gibt schlimmeres auf dem Markt – und vieles davon weitaus schlechter geschrieben.

Bin ich die einzige, die bei den Bildern vom Titan und dem Methansee an Perry Rhodan denken mußte? Wahrscheinlich. Doesn’t matter.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

8 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. ich muss gestehen, seit schon über einem jahr kommt zwar woche für woche weiterhin das heft der erstauflage, aber die wandern ungelesen in einen schrank.
    perry rhodan war cool, unvergessen wird mir immer der MdI-zyklus sein oder auch Old Man, aber entweder sind die hefte wirklich immer schlechter geworden oder ich bin mittlerweile einfach zu alt. irgendwie reisst es mich nicht mehr so vom hocker.
    vor allem das recht starre konzept: alle vier hefte wechselt der handlungsort, nach 50 zyklen muss die bedrohung beseitigt werden und immer ist der gegner am anfang unschlagbar stark, kann danach aber recht easy besiegt werden… es wird irgendwie, hmm, langweilig.
    was mich allerdings alles nicht daran erinnert, das ich mir bisher alle folgen der hörbuchreihe angehört habe. teilweise ist das alles herrlich naiv und schwarz-weiss gezeichnet.
    bei den bildern vom titan hab ich dauernd auf einen kugelraumer gewartet, nur leider haben die den jedesmal rausgeschnitten 😉

  2. nö, du bist nicht die einzige, die bei den bildern an diese, elend reaktionäres gedankengut verbreitende, mich bis heute trotzdem unendlich faszinierende serie denkt. die meldung von clark darltons tod hat auch bei mir wieder „erinnerungen“ und wehmut geweckt – natürlich vor allem an gucky und an einen der besten autoren der serie (den „erfinder“ wird er sich aber sicherlich mit k.h. scheer teilen müssen …) die kollegen h.g. ewers und scheer (wenn man die gesinnung außen vor läßt) waren aber handwerklich auch nicht schlecht.
    irgendwo auf dem dachboden meiner eltern gammeln noch die ersten 1.200 hefte (erst- und zweitauflage, bisschen dritte; die mit den blauen aufklebern) herum. heute lesen mag ich sie nicht mehr. habe mir über die jahre mal zwei der silbernen extrakte gekauft und gemerkt, dass sich mein literaturgeschmack doch gewandelt hat.
    in meiner erinnerung sind die geschichten – vor allem die ersten 50 hefte, und dann 200 – 500 – immer noch wunderbar und manchmal gehen mir die stories durch den kopf, ohne, dass ich weiß warum. sie wirklich nochmal zu lesen, zerstört diese wunderbare erinnerung aber – bei mir – leider.

  3. Bilder wie von der jetzigen Mission, wo es als Erfolg gewertet wird (und zu recht) kollidieren so massiv mit dem Bild, was jeder irgendwie im Kopf hat durch SF – wie einfach Raumfahren eigentlich ist und wieviele Welten es da draussen zu erkunden gibt.
    Das ist es, was mich an dieser Art von Geschichte immer wieder fasziniert – und ich habe schon immer eine Schwäche für das Konzept von Telepathie und Empathie gehabt, siehe auch meine Vorliebe für Darkover.
    All das wirkt so real möglich, daß Bilder einer 7 Jahren alte Sonde mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. ;o)

  4. sag nur, du wartest auch noch auf bilder vom mars – oder war es die venus? -, auf denen man eine dschungelwelt sieht? 😉

  5. Als Leser der ersten Stunde habe ich die Bd 1-1.500 gelesen und alle Hefte bis auf 1 + 1.000 verschenkt( an einen Kotzbrocken, wie sich hinterher rausstellte. Jetzt fällt mir der Name eines Typen, der in den ersten Zyklen auftrat nicht mehr ein. Wer kann mir auf die Sprünge helfen? Er war kein Terraner,erschien nur sporadisch ,war technologisch super drauf, ich glaube unsterblich, kann sein , grünliche Haut und half den Terranern aus der Patsche. Herzlichen Dank vorab, Faktor 1/2