Samstag nachmittag, Copenhagen

Dank Rückenschmerzen konnte ich die letzten Tage nicht so wirklich geniessen, aber seit heute nach haben die Medikamente aus der überraschend preiswerten Apotheke angefangen zu wirken, und jetzt ärgere ich mich fast, daß ich doch mein Hotel verkürzt habe und in 3 Stunden nach Hause fahre – vor allem weil es heute abend bei Mr. Reboot noch ein get together gibt.

Auf der anderen Seite ist es okay, bin ich doch ziemlich geschlaucht nach den letzten Tagen und: Nicht zur Strafe, nur zur Übung. Besser planen nächstes Mal.

Leider hat es nicht wie das letzte Mal funktioniert, daß wir in großer Runde nett frühstücken waren, so daß alle davon wußten, aber per Zufall war Andre genau um die Ecke und ich konnte endlich die Gelegenheit nutzen, mich mit ihm noch etwas länger unterhalten.

Und dänischen Karneval geniessen (Videos folgen später). Und shoppen gehen. Die Dänen haben nette Läden. Mit schönen Sachen. Fotos später (so gut ist die Verbindung hier leider doch nicht, nur 20% Empfang). Erwähnte ich schon die netten Läden, die alle leider Kreditkarte nehmen und leider schöne Sachen haben? 😉

Das Internet hier habe ich eher durch Zufall gefunden – eigentlich wollte ich nur meine volle SD-Karte leeren und dachte „ach probier doch mal“ und siehe da – Wifi. 🙂

Ich werde mich jetzt ein wenig in Ruhe entspannen hier und versuchen, ein wenig auf den Ergebnissen der Konferenz zu reflektieren. Was gut war, was schlecht, was wir gelernt haben oder auch nicht …

Eine der Erkenntnisse für mich bereits jetzt: Anders als im letzten Jahr gab es nicht soviel Beteiligung von allen. Das „wow“-Erlebnis war nicht soo da, trotzdem waren die zwei Tage in CPH besser als alle anderen Konferenzen auf denen ich sonst im letzten Jahr war. „Wir“ haben nicht genug getan, jeder einzelne, um diese Reboot wieder genauso oder noch mehr „wow“ zu machen.

Interessanterweise eines der Hauptprobleme – ~500 Leute waren zuviel. 400, eher 300 wäre besser. Auf der anderen Seite: Wer will es mehr und mehr Menschen verdenken, daß sie kommen wollen? Und die Überraschung: Da waren 500 Leute aus Europe, die – zumindest zum großen Teil – Dinge verändern wollen, Inhalte schaffen wollen und zwar auf und aus Europa.

Es klingt bösartig, aber wenn Reboot Reboot bleiben will, werden wir alle daran arbeiten müssen, daß der Mainstream draussen bleibt. Frage ist nur: Was ist Mainstream und wie identifiziert man es? Wie schafft man eine natürliche Bedingung, daß Mainstream freiwillig draussen bleibt? Viele Fragen, viele unerfüllte Wünsche, viele neue Gesichter, diverse Menschen die ich treffen wollte, es aber aus verschiedenen Gründen nicht geschafft habe.

Reboot ist der Start. Nun gilt es loszulegen. Für die Insider: Sagt ja!

Ich fange als erstes damit an, mir in Ruhe meine Einkäufe anzusehen. 😉

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wie goldig: Den mainstream draussen halten. Und das alles noch dazu in Sachen „Internet“. Was ist das denn für ein verqueres, elitäres Denken?
    Das ist reaktionäres Zunftdenken und ziemlich unangemessen.

  2. Positiospapiere verlangen? Nur wer vorher mindestens eine Seite sinnvoll aufschreibt, was er zum Konferenzthema zu sagen hat, kommt auch herein?