Das Einsteigerbuch: “Twitter - Mit 140 Zeichen zum Web 2.0”.
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    November 2006
    Oktober 2006

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    Beissholz läuft glücklich mit PHP, Pivot und braucht keine Datenbank.

    beissholz ist das Weblog von Nicole Simon. Auf dieser Seite findet man gesammelt alle Artikel rund um das Thema Second Life, inklusive eigenem Feed

    "In game" findet man mich unter Nixande Teazle.


    John Edwards Unterstützer versucht sich in Second Life / Europäische Userzahlen

    Berichten wie "erster tollster wichtigster!" finde ich ja immer ganz schrecklich und Teil einer Metadiskussion die nicht wirklich zielführend ist. Beim jetzigen Bruhaha rund um einen inoffiziellen Wahlkampf in SL geht es m.E. auch wieder mal nur darum. Packt man die Sachen aber zur Seite und bringt einmal Zahlen und Hype von SL zusammen, ergibt sich ein interessanter Beleg für den eigentlichen Grund SL ernstzunehmen - Multiplikatoren und ihre Wirkung, sowie die Macht des einzelnen "kurz mal" etwas mit Wirkung zu erstellen

    Schauen wir uns mal die Zahlen genauer an, die SL bestimmen: Europe takes lead in Second Life users
    In a related blog post, Linden Lab Chief Financial Officer John Zdanowski aka Zee Linden addressed the much-disputed Second Life usage numbers. He said that unique users — consolidating multiple accounts held by a single user, and eliminating people who have registered but never signed in — totalled 1,974,607 in January, equal to 63 percent of the “total residents” figure that is displayed on secondlife.com.
    Meine drei User können sie nicht in einen Account zusammenführen - denn wer verschiedene Avatare haben will, legt diese unabhängig an. Und ich bin nicht die einzige die das so macht, die eigentliche Zahl dürfte noch mal weit drunter liegen.
    “Approximately 10 percent of unique users have logged in for 40 hours or more. Committed usage at this stage of Second Life’s growth requires a great deal of effort,” he said. “Clearly not everyone is going to find relevance, and be able to build on a technology at this early stage.”
    Was wieder die Gruppe zurückbringt auf die schon mehrfach in den Raum geführten 100-150 K echte User.

    Aber, und das ist das große interessante aber: Besagte User die dabei bleiben nutzen SL in der Regel eben nicht nur für SL sondern auch ganz andere Mittel, sind gut und oft international vernetzt, schreiben Kommentare, haben Podcast usw usw. Das macht die Zahlen interessant - qualitativ und nicht nur quantitativ.

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    Second Life und die ganzen Artikel in Zeitschriften ....

    Wunderschöne, nicht wirklich ironische Zusammenfassung von der Titanic:

    Was ist los in Second Life? Ein Tagebuch aus der "virtuellen Welt"

    Kaum ist mein Avatar, Priscilla Teatime, fertig erstellt und das Tutorial erfolgreich absolviert, tauche ich ein in die spannende Welt von Second Life. Schnell komme ich mit einem Francis Starstrider ins Gespräch, sein Avatar ist braungebrannt und muskelbepackt.

    Auch er ist Journalist: "Focus online hat mich beauftragt, ich soll für Markwort einen Artikel über Riesenbrüste bei Second Life schreiben. Kann ich mal sehen...?" Leider habe ich noch nicht genügend Linden-Dollars, um mir Riesenbrüste zu leisten, und so fliegt der Focus-Mensch traurig davon.
    [...]
    Unbeding alles lesen. Ich kenne mindestens noch zwei weitere Zeitschriften, die hier noch fehlen - aber die wollen tatsächlich nicht über Sex schreiben. Glaube ich jedenfalls nach den bisherigen Gesprächen. ;)

    (via Sebastian)
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    Das virtuelle Leben als Spielart des ersten - oder als komplette Alternative?

    Ich lese gerade Berichte über ein neues Social-Networking-Tool (*schnarch*) welches wohl besondere Aufmerksamkeit erhält, weil der Gründer einen nicht unbekannter ist: Shawn Fanning’s New Social Network Will Comply With WoW.

    Bei genauerem Hinblicken entdeckt man jedoch, daß Rupture vielleicht etwas hinzugelernt haben könnte: Es soll ein World of Warcraft Plugin geben und als Tester sucht man Personen aus Wow.

    Also nicht einfach blindes Rufen "wir haben eine Beta! Kommt her in Scharen und tragt Eure Daten in noch ein System ein!" sondern ein Plugin was vielleicht mal Daten übernehmen könnte (ganz was Neues) und auf ein bestehendes soziales Netzwerk (Gilden in WOW) Software-Unterstützung aufsetzen will.

    Wer sich fragt warum WoW und nicht Second Life - relativ einfach. Zunächst einmal hat WoW ein vielfaches der User von Second Life und zweitens ist die Bindung der User untereinander viel höher.

    Es wird sich noch zeigen wie genau das umgesetzt werden soll, aber nicht uninteressant. Besonders stellt sich dabei für mich die Frage wieviele Teilnehmer an virtuellen Welten wirklich eine ganz neue Identität aufsetzen wollen oder so wie ich meistens diese enger mit der realen Welt verbinden wollen?

    Die Kommentare gehen in beide Richtungen, die einen wollen eine so enge Bindung wie möglich während die anderen ihre Identitäten möglichst unabhängig voneinander gestalten wollen und ja keine sichtbare Verbindung wollen.

    Trennt Ihr das oder versucht Ihr das zu vernetzen / verbinden? Ist es überhaupt möglich und sinnvoll getrennte Identitäten zu erzeugen oder fühlt man sich dann schnell schizophren?

    Mein Leben ist viel zu vernetzt als das ich ungestraft anonym in Foren unterwegs sein könnte und Teile meiner Persönlichkeit abtrennen könnte. Ich finde es auch sehr nervig und zu anstrengend; ich sehe Technologie als Unterstützung für meine alltäglichen Bedürfnisse an.

    In Second Life bin ich des öfteren mit einem anderen unbekannten Avatar unterwegs, das hat aber eher pragmatische Gründe der Anwendung und der Einstellungen, ansonsten sind meine 'Identitäten' in Netz relativ transparent. Ich firmiere in Foren üblicherweise unter nixande oder neezee, letzterer hat sich aus nisi entwickelt damit die Amis das auch aussprechen können was schlicht die Abkürzung von Nicole Simon ist.

    Obwohl ich selbstverständlich gewisse Bereiche meiner Person / Meinungen / Interessen / Tätigkeiten für mich behalte bzw. nur mit Freunden teile und nicht in die Welt hinaus posaune ist eine ganze Menge Informationen verfügbar. Googleability wie das Schlagwort heißt stört mich nicht sonderlich, sondern eröffnet Möglichkeiten.

    Wer will, kann mit mir Kontakt aufnehmen, in vielfältiger Form. Nur weil die Möglichkeiten zur Verfügung stehen bedeutet es noch lange nicht, daß ich auch drauf eingehen werde. Aber die grundsätzliche Möglichkeit ist da. (Ich erwähne das u.a. deswegen weil ich mich gerade wieder einmal darüber ärgere daß ich die meisten der Sprecher für Leweb nicht anschreiben kann weil die Information nicht verfügbar ist.)

    Gegeben ich wollte mich aus welchem Grund auch immer mit Euch in Kontakt setzen, wäre mir das einfach möglich wenn ich Euren Namen google? Finde ich andere Aktivitäten und ganz wichtig: Kann ich herausfinden unter welchen Bedingungen Ihr eine Kontaktaufnahme überhaupt wünscht?

    Zurück zu dem Social-Networking-Versuch: Ich erwarte für Tools in der Zukunft daß sie mir die Einbindung meiner anderen Systeme erlauben da ich nicht vorhabe alles neu zu erfinden. Ich will keine Fotos hochladen, sondern meinen Flickr oder sonstwas Feed einbinden. Ich möchte nicht meine Kontaktdaten angeben müssen, sondern ein zwei Alternativlinks angeben können. Ich will kein neues Tool wie Plazes, sondern meine Nutzung dort mit einbinden können. (Plazes btw erlaubt mir die Verbindung mit Flickr genauso wie upcoming.org Bilder einbindet - noch nicht supereinfach, aber schon mal sehr gut auf dem Weg dahin).

    Mehr Module, mehr Vebindung untereinander. Wer sich das Prinzip einmal verdeutlichen möchte, dem seien Unix-Tools empfohlen. Nicht das Klickibunti-Zeug, sondern die Shell-Tools und wie sie alle verbunden sind über das Pipe-Zeichen.

    Nicht pimp sondern Pipe my Technoloy! ;)

    Wenn, ja wenn die meisten der User eine solche Verbindung wollen. Virtuelle Welten, Verbindungen und Tools als Ergänzung des echten Lebens oder doch lieber 'nur' ein zweites Leben in einer virtuellen Welt?


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    Eine Mail zurück an die Zapp-Redaktion des NDR

    Letzte Woche lief im "Medienmagazin Zapp" ein Beitrag über virtuelle Welten der dem schon fast üblichen Weg folgte die angeblichen Gefahren überproportional in den Vordergrund zu stellen. Dieses war mitnichten wie ich für diesen Beitrag angesprochen wurde, im Gegenteil.

    "Second Life ist ja gerade sehr in und wir möchten einen Beitrag machen in dem wir virtuelle Parallelwelten vorstellen" lautete die Anfrage. Ich wußte, daß anschließend noch ein Feature für das Radio daraus gemacht werden sollte und fand das war eine gute Gelegenheit Second Life und die Möglichkeiten und Chancen die jetzt und später daraus folgen können vorzustellen.

    NDR, speziell auch das Magazin Zapp hatte sich bisher eigentlich bei mir als einigermaßen seriös dargestellt, daher war ich Thema und Sender positiv eingestellt. Wie ich in "Wenn die Interviewer nicht das abliefern, was sie ihren Interviewgästen versprechen" schon beschrieb wurde daraus nichts. (Danke für die zahlreichen Mails und Telefonate die mich hierzu erreicht haben nachdem der Beitrag gesendet wurde bzw. nachdem der Text online gestellt wurde).

    Grund für diesen Blogeintrag? Ich hatte eine entsprechende Mail an die beiden Personen geschrieben, mit denen ích während dieses Beitrages zu tun gehabt habe mit dem Kommentar

    Kommentare meiner Kollegen gingen übrigens bisher in der Richtung das der Suchtfokus stark übertrieben wurde und daher unglaubwürdig rüberkam - nichts gegen die Darstellung der Realität aber der Bezugsrahmen war wohl doch etwas verzerrt.
    Die Antwort darauf war "interessant".
    Und zu dem Feedback: Der Teil über den Internetabhängigen hat überwogen. Das stimmt. Allerdings "übertrieben", würde ich nicht teilen. Schließlich war das Ziel des Beitrages eben auch die Abgründe zu zeigen. (Anlass war eine aktuelle Studie zu dem Thema Onlinespiel-Abhängige). Und um dem Thema "Abhängigkeit" gerecht zu werden (also es nicht einfach oberflächlich und sensationsheischerisch ab zu frühstücken) war es denke ich gut so. Im Übrigen war unser Feedback in der Redaktion genau umgekehrt. Nämlich es wäre zu viel Internetspiel ohne Abhängigkeit gewesen. So sind die Geschmäcker eben unterschiedlich ;)
    Ich verwende ja gerne den Spruch "unterstelle niemals Absicht wenn Dummheit genügt", doch ich bin mir immer noch nicht sicher ob es wirklich gewollt war oder ob die beteiligten Personen nicht daran gewöhnt sind das jemand ihre Aussagen hinterfragt.

    Weswegen ich als Antwort folgendes gemailt habe.

    Zusammenfassend könnte ich jetzt sagen, daß ich menschlich enttäuscht bin, doch die Wahrheit ist: Es ist nicht wirklich überraschend. Irritierend finde ich eher daß mein berechtigter Einwand des "so war das aber nicht besprochen" mit einem "Übertrieben? Finde ich gar nicht! War doch Ziel des Beitrages!" beantwortet wird.

    Ich könnte das jetzt einfach darauf sitzen lassen. Oder Euch die diversen E-Mails zusenden, die ICH erhalten habe ob des "oh mein Gott was haben die da denn verzapft?!" und die Beleidsbekundungen in dem "wohl schlechtesten recherchierten Beitrags zu Second Life überhaupt" Teil gewesen zu sein.

    Und darf ich bitte noch einmal sehr deutlich hervorholen, daß besagter Anlass kein einziges Mal mit gegenüber als Anlass für den Beitrag erwähnt wurde. Vorgestellt wurde mir ein Beitrag über virtuelle Parallelwelten in dem "unter anderem auch" das Thema Suchtgefahr behandelt werden sollte. Soweit das Aussage auf meine Nachfrage hin. "Unter anderem auch" ist noch nicht mal in der Nähe von "Ziel des Beitrages".

    Ein Beitrag über diese Spiele mit einem Abstecher zu Gefahren und Risiken ist völlig legitim und es wäre falsch ein Thema nur jubilierend fröhlich zu präsentieren.

    Einen Beitrag mit dem _Fokus_ Abhängigkeit zu bauen und Interviewpartner stattdessen zu erzählen es ginge um eine Darstellung / Vorstellung dieser Welten ist schlicht unseriös.

    Wie die referenzierten Studien hier zeigen ist das Thema auch kein neues und ich habe mehrfach versucht Euch klarzumachen, daß besagte Sucht nur ein Teilaspekt der Welt ist - wie in der realen Welt auch. Was aber offensichtlich nicht ausreichte um am vorgefertigten? Beitragsbild zu kratzen.

    Das positive Rückmeldungen gekommen sind verwundert mich ebensowenig. Die Bildzeitung verkauft jeden Tag eine Menge Exemplare mit dieser Art von Berichten.

    Die Tatsache, daß es in Deutschland Drogenabhängige gibt und Drogen z.B. in Clubs gehandelt werden bedeutet nicht, daß Gesamt-Deutschland der Gefahr unterliegt drogensüchtig zu werden nur weil man einen Club besucht. Trotzdem würde ein solcher Beitrag immer besagte positive Kommentare nach sich ziehen.

    Unter dieser Prämisse hätte ich niemals einem Interview zugestimmt, vor allem nicht einem ohne Aufwandsentschädigung. Ich habe mehrere Stunden meiner Zeit investiert um die Chancen und Möglichkeiten zu zeigen, die eine solche Auseinandersetzung mit einer virtuellen Welt bieten kann. Nicht um kostenlos als Beispiel für Onlinesucht herhalten zu müssen.

    Besagter Kollege von NDR Info kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen um mich davon überzeugen, daß er gedenkt einen seriösen Beitrag auf die Beine zu stellen, wo Anfrage beim Interviewpartner mit dem Endprodukt übereinstimmt. Ohne entsprechende Rückmeldung untersage ich die weitere Verwendung der Aufnahmen bzw. textlichen Inhalte.

    Diese Mail geht übrigens nicht nur als Mail an Euch sondern auch als eins zu eins Kopie in mein Blog um meine Leser darauf hinzuweisen daß bei Anfragen aus dieser Redaktion es angebracht ist sich die Teilnahme mehr als nur einmal zu überlegen.

    Eine Antwort auf diese Mail ist übrigens nicht notwendig.
    Ich würde es bevorzugen wenn Ihr versuchen würdet aus solchen Rückmeldungen zu lernen.

    Nicole
    [Besagter Kollege vom NDR Info wird diese Mail mit Sicherheit nicht von seinem Kollegen erhalten geschweige denn die Aussage er möge mir zeigen, daß er in der Lage ist einen seriösen Beitrag zu bauen, sondern nur die Information daß er Teile meiner Aufnahme nicht wie geplant verwenden kann. ]

    Ich finde es zufriedenstellend, daß ich es nicht einfach hinnehmen muß wie das gelaufen ist. Fakt ist: Wäre zu irgendeinem Zeitpunkt die deutliche Aussage getroffen worden, daß dieses der Fokus und Anlaß des Beitrages sein soll, hätte ich dankend abgelehnt. Sie wurden immer in Formulierungen gepackt die den 'unter anderem auch ein wenig' Charakter hatten.

    Und wie oben schon erwähnt: Ja, es gibt diese Gefahren eindeutig. Fragt man den "richtigen" Experten, würde man mich jetzt sofort wahrscheinlich auch einweisen lassen - tippe ich doch einen Text in meinen Computer und glaube daran daß "andere Stimmen und Personen die ich nicht weiter benennen kann" mir zuhören. Hm. Bei meiner momentanen Haarfarbe sollte ich wohl außerdem weniger entflammbare Kleidung tragen. ;o)

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    Überblick: Landkauf in Second Life


    Eine der wichtigsten Dinge die man in SL tun kann ist Land besitzen. Dabei gibt es ein paar Dinge zu unterscheiden und zu beachten, daher möchte ich in diesem Text quasi eine kleine Anleitung geben wie man am besten vorgeht als auch ein wenig Hintergrundinformation geben.

    Es gibt zwar offizielle Seiten von Linden zu diesem Thema (deutsch / ausführlicher in englisch), aber das stellt natürlich nur eine Seite dar. Einige Inhalte sind mit Absicht etwas vereinfacht dargestellt; ich bitte um Feedback was unklar ist bzw. was noch an Informationen fehlt. :)

    Übersicht:


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    Das Internet ist vor allem ein Abbild unserer Gesellschaft

    Ich sollte schon auf dem Weg nach Köln zum Barcamp sein und sitze trotzdem hier und beginne einen Artikel von dem ich weiß, daß er mich mindestens eine Stunde kosten wird, wenn nicht mehr.

    Die Kombination der Inhalte mag abstrus erscheinen, und paßt doch zusammen: Ein Beitrag im Medienmagazin Zapp im NDR über Second Life, zuviele Kontakte, ein Abschiedsbrief eines Amokläufers, warum ich der Meinung bin daß ich befähigt bin Menschen und Firmen zu beraten und warum das Internet ein Abbild der realen Welt ist. Und warum es keine einfachen Lösungen gibt.
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    Warum das eigene Stück Land meinen Blickwinkel auf SL veränderte

    Eine virtuelle Welt wie Second Life ist nur dann spannend, wenn man dort etwas zu tun hat. Anders als mit World of Worcraft wo man Aufgaben zu erledigen hat (sogenannte Quests) ist Second Life nicht zielgerichtet - man kann darin machen was man will.

    Das hat Vorteile, aber auch eine ganze Menge Nachteile: Woher soll ich wissen welche Abenteuer ich in SL erleben will und welche Sehenswürdigkeiten ich besuchen will wenn es so viele davon gibt? Was soll ich also da wenn keiner meiner Freunde online ist - und wo finde ich die überhaupt?

    Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Besorg Dir ein eigenes Stück Land und die gesamte Spieldynamik verändert sich. Oder sollte ich sagen die Perspektive auf die sog. virtuelle Welt?

    Landlos langweilig
    Als ich Mitte letzten Jahres SL zum ersten Mal startete erlebte ich das, was viele erleben: Der Rechner flog mir ein paar mal um die Ohren und stürzte ab. Ein paar Versionen später lief es einigermaßen stabil und ich konnte die angebliche so tolle Welt von SL erleben.

    Da mein Rechner nur eine onboard-Grafikkarte hat war das weiterhin kein besonders befriedigendes Unterfangen, mindestens 50 Prozent meiner Umgebung werden in dezentem Grau ausgeliefert ... Ich ging ein und aus in der Welt, flog und teleportierte ein wenig durch die Gegend ... aber das war es dann auch.

    Irgendwann entschied ich mich mal dieses Land-Dings auszuprobieren - schlicht weil man sonst nicht vernünftig bauen ausprobieren kann. Es gibt zwar sogenannte Sandboxes in denen man bauen und ausprobieren kann - aber die werden in der Regel einmal am Tag 'bereinigt' (= sämtliche Objekte werden zurück an den Besitzer gesendet), man hat wenig Platz und mehr und mehr der sog. Griefer tauchen dort auf (z.B. dumme Kinder die unbedingt andere abschießen wollen und noch nicht verstanden haben, daß man in SL nicht stirbt.)

    Ein eigenes Stück Land mußte her und eines Tages ging ich diese Straße hinauf und warf einen Blick auf mein zukünftiges Stück Land. Schnell war es gekauft und ich wartete ungeduldig zwei Tage bis es mir übertragen war, ein Prozeß der heute nicht mehr notwendig ist. Und dann war ich auf dem Plot und es war meins. Ich konnte es als meinen Heimatpunkt markieren und ein wenig vor mich hinbauen.

    Die Bauphase
    Eine der ersten Aktionen war das Begradigen des vorher hügeligen Landes - virtuell hin oder her, ich fand das eher nervig und es machte das Bauen schwieriger. Natürlich ging dabei ein wenig der Spieltrieb durch. Wie wäre es mit einem 20 Meter hohem Hügel in der Mitte? Wie groß war eigentlich mein nicht komplett quadratisches Land? SL macht es einfach das abzuschätzen, weil die kleinste Einheit in dem Landtool 4x4 Meter sind. Einfach die Anzahl der Quadrate gezählt und mal vier - fertig ist die Länge einer Seite.

    Obwohl das Bauerlebnis frustrierend war (wir erinnern uns, in meiner Familie liegt die Begabung für Design bei meinem Bruderherz), konnte ich doch ein paar Dinge aus der Schule hervorkramen. Fluchtpunktlinien, Koordinatensysteme, Formen. Rechnen war einfach, da mein Plot Land in der Ecke des Sims lag und damit ich den Bezugspunkt 0,0 hatte. 5 Meter vom Rand des Landes, ein 50 cm tiefes Quader ergibt den 'Start' des rechtwinklig gesetzten neuen Quaders bei 4,75.

    Nachdem die ersten Bauschritte mit Quadern erledigt waren wollte ich mir runde Ecken bauen - nur um herauszufinden das die just "gelernten" Einstellungen für einen Zylinder ganz andere sind. Vielleicht werde ich mich noch einmal damit beschäftigen und mir die Anleitungen im Ivory Tower zu Gemüte führen in dem alle die verschiedenen Elemente ausführlich erläutert sind.

    Ivory Tower auf Natoma - ein 'Schulungsort' für Bauherren



    Dafür fand ich schnell heraus, daß man sich in SL eine ganze Menge einfach kaufen kann. Ein Haus kam, ein wenig Einrichtung - und auf einmal gab es einen Sinn in diesem Spiel. Haus aussuchen, Einrichtung shoppen gehen, ein paar Pflanzen, eventuell ein paar Skripte, vielleicht ein Zaun?

    Es ist fertig. Und nun?
    Nachdem es einigermaßen fertig war, habe ich nicht wirklich viel Zeit darauf verbracht - manchmal mich mit Freunden dort getroffen, gelernt daß ich keine 'echten' Häuser mit Räumen haben will, sondern lieber etwas offenes wie eine Dachterasse. Ein Stück grünes Land ist nett, auf keinen Fall in der Schneegegend - vielleicht mal ein Strand?

    Aber ich hatte einen Platz zu dem ich immer per Knopfdruck zurückkehren konnte oder als Treffpunkt ansgeben konnte. Wo man schnell mal die Box auspacken konnte, die man gerade eingesammelt hat. "My home is my castle" sozusagen.

    Ohne Land wird man auf einmal ruhelos ...
    Weil ich es nie wirklich benutzte verkaufte ich es nach einer Weile. Und stellte etwas erstaunliches fest: Ich wurde ruhelos und fand mich dabei wieder mehr Zeit in SL zu verbringen als vorher. Weil ich wieder ein Stück Land haben wollte. Huh?

    Webseiten wurden abgesurft, die Map abgescannt nach den gelben Kennzeichen für "Land zu verkaufen". Ich war fast in Versuchung knapp 40 Dollar für ein Stück Land herzugeben, was obwohl ich mein anderes Stück Land mit ein klein wenig Gewinn verkauft hatte doch zuviel war. Das mußte enden.

    [Ich hatte ein Stück Land im Blick - gute Gegend, guter Schnitt des Grundstückes, akzeptabler Preis und okay Tierfees. Aber ich mag Cygnus-Tools absolut nicht und der Name der Gegend war Cygnus. Gewisse Dinge haben auch in SL eine Entsprechung ;o)]


    Der Kompromiss
    Als sog. Premium-User habe ich 512 Quadratmeter 'frei', d.h. ich muß keine zusätzlichen Gebühren pro Woche bezahlen. Ich änderte meine Suche nach einem solch kleinen Stück Land und fand eines für ~12 Dollar direkt an einer zu bauenden Straße gelegen. Linden hat offensichtlich erkant, daß sie für Infrastruktur wie Straßen sorgen müssen - etwas was sie meines Erachtens von Anfang an hätten tun sollen.

    Diese geplante Straße sorgt dafür das eine Seite unverbaubar ist und immer zugänglich sein wird. Mit meinem Limit von 117 möglichen Prim-Objekten konnte ich keine großen Objekte bauen, aber ich habe ein kleines Haus mit einem Zimmer, und einer Art Dachterassse und auf dem zweiten Teil des Landes ein kleines Halloween-Casino um einmal auszuprobieren, ob Leute die vorbeikommen eventuell spielen mögen.

    Es ist zu klein, 100% aller Prims verbaut und ich kann nicht wirklich etwas darauf machen - aber es ist mein 'Heimatpunkt' und mein ruheloses Suchen nach einem besseren Stück Land hat sich drastisch reduziert. Ich schaue immer noch nach einem guten Deal, aber nicht mehr so fanatisch wie vorher. :)

    Meine Haus / Casino Kombination in Cisthene:


    Fazit
    Wer also ein Interesse an Second Life hat aber noch nicht so ganz den Zugang gefunden hat, dem empfehle ich sich einen sog. Premium-User für ein Jahr zu besorgen; mit den wöchentlichen Linden Dollar Lieferungen und der Möglichkeit ein solches kleines Stück Land ohne zusätzliche Tier Fees zu kaufen ist das eine gute Investition.

    Tip zum Suchen des Landes: Einfach auf Suchen gehen, Land Sales, größer als 511 sq eingeben (um nicht all die Mini 16sq Plätze anzuzeigen die für Werbung mißbraucht werden) und als Preis etwas in der Gegend kleiner 5000 Linden Dollar.

    In den Suchergebnissen dann nach Größe des Landes sortieren und sich die Plots auf der Map anschauen (nicht vergessen "show Land Sales" einzuschalten).

    Und morgen unterhalten wir uns dann darüber, wie man preiswerte low prim Möbel findet. ;)

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    Unterseite gebaut für SL Artikel

    Auf besonderen Wunsch eines einzelnen Herrns gibt es jetzt quasi als Unterkategorie Second Life alle die Artikel, die mit Second Life zu tun haben.

    Morgen ist dann ebenfalls Web Montag in Second Life im Corecon Center.



    Der Second-Life-Hype nimmt zu

    Ich bin ja immer noch der Meinung das Second Life nicht das Ende der Fahnenstange ist sondern nur ein Schritt in die richtige Richtung, aber in den letzten Monaten gab es mehr und mehr Menschen, die den ersten Schritt in das System gewagt haben.

    Wie bei jedem Thema bleiben ein paar Menschen hängen und so gibt es heute über eine Million registrierte Benutzer und durchschnittlich 13K online. Nicht weltbewegend - noch nicht.

    Ich sehe den Vorteil von SL ganz klar darin begründet daß es die abstrakte Welt des Netzes besser darstellt als jedes andere Mittel zuvor bzw. die Chancen es zu erweitern um Ton und bewegtes Bild gut sind. Bis dahin hat die Firma noch einiges an Verbesserungen zu leisten, vor allem was das Lastthema betrifft oder die Sicherheit, und auch die Finanzbehörden werden nicht mehr lange darauf verzichten einen Teil des Kuchens haben zu wollen.

    Wenn jemand davon redet "die erste" Person zu sein die etwas tut werde ich immer etwas vorsichtig und finde es generell ein wenig billig.

    So auch mit der "neuen tollsten ersten Firma die in Second Life gestartet ist" - crayon. Sehr pr-Lasting was dort von sich gegeben wird - wenn ich dort nicht ein paar bekannte und vertraute Namen sehen würde, allen voran C.C. Chapman,Neville Hobson und Shel Holtz, würde ich ja wirklich an sog. Vaporware glauben.

    In der Kombination jedoch sehe ich Chancen - auch ohne soviel PR-Blabla drumrum - das die neue Firma die Möglichkeiten von SL mit der realen Welt verbindet und für die Kunden Sl mehr als nur als ein Gimmik nutzt.

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    Die Abkehr von Myspace und Co. bedeutet nicht die "Rückkehr" zu alten Kommunikationsformen.

    Jochen Reinhardt verweist in der Gruppe "Business Weblogs auf openbc einen Artikel von AP "Wired-weary youth seek face time
    Some experts believe social-networking trend has reached saturation point"
    und fragt

    Umkehrtrend bei Neuen Medien in den USA?
    [...]

    "As the novelty of their wired lives wears off, they're also are getting more sophisticated about the way they use such tools as social networking and text and instant messaging — not just constantly using them because they're there.

    'I think we're at the very beginning of them reaching a saturation point,' says [Michael] Bugeja, director of Iowa State's journalism school and author of 'Interpersonal Divide: The Search for Community in a Technological Age.' "

    Wo ist die die Balance zwischen Face2Face und virtueller Interaktion?

    Eine Forum-Antwort und ein Blogposting
    Während des Schreibens einer Antwort wurde mir klar, daß nur ein Teil davon in die openbc-Gruppe als Antwort gehört und der Rest in ein Blogposting. U.a. weil ich die Diskussion nicht nur in der Gruppe führen möchte, sondern auch wie üblich per Kommentar und Mail mit meiner sogenannten "peer group".

    Natürlich könnte ich ein paar anzurufen und über dieses Thema reden, aber daß würde genau dem Gedanken folgen, mit dem ich diesen Text geschrieben habe: Unsere Kommunikationsverhalten haben sich geändert und wir werden nicht mehr zu den 'alten' Formen zurückkehren.

    Ein Teil der Leser meines Blogs sind Freunde, ein Teil sind Bekannte, ein Teil kenne ich gar nicht und die Besucher via Suchmaschine erst recht nicht. Der größte Teil der Leser sind mir unbekannte Menschen, aber dieser Weg der Kommunikation ist der effizienteste um meine Gedanken zu den mir wichtigen Menschen zu bringen. Die anderen sind sozusagen der Bonus.

    Mein letzter Trip in die USA zur Portable Media Expo in Kalifornien war vor allem dazu gedacht "Face time" mit Menschen zu teilen, die ich zum Teil seit zwei Jahren kenne, deren Stimmen ich regelmäßig höre die aber einfach zu weit weg sind, um sich kurz mal zu treffen. Die Begegnung hat zu einer neuen Tiefe in einigen Freundschaften geführt, einige neue erzeugt - all das wäre aber überhaupt niemals entstanden, wenn wir nicht vorher eine virtuelle Verbindung aufgebaut hätten.

    Und einige Teilnehmer mit denen ich mich schon vorher nicht verstanden habe? Die Begegnung hat auch diese Abneigung "vertieft". Der Grund warum ich zu diesem Treffen gefahren bin und nächstes Jahr fest auf meinem Reiseplan steht? Weil es ein Schritt weiter in der jeweiligen Beziehung gewesen ist, aber keinesfalls ein Ersatz und eine Rückkehr zu reiner "face time".


    Zurück zu der Meldung über den angeblichen Umkehrtrend.

    Ich sehe da wenig 'Umkehrtrend' mehr falsche Schlußfolgerungen bzw. Andeutungen. Ich vermisse die klaren Aussagen über die generell geänderten Verhaltensweisen in der Kommunikation für den Leser um ihn daran zu erinnern, daß "ich höre auf myspace zu benutzen" nicht die Rückkehr zu einer non-online vernetzten Welt bedeutet

    "For some, it would be unthinkable — certain social suicide." sagt der Artikel über den Entschluß einen Myspace-Account zu kündigen. Von wegen.
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    Technorati Profile

    Nicole Simon - Lübeck 2003-2010