Thank you for the weekend

Langsam aklimatisiere ich mich wieder @home, denn ich war mal wieder in Berlin. Für die wichtigen Dinge im Leben – Freunde besuchen und Ikea. :o)

Me: ooh, ich fahre am Wochenende nach Berlin *strahl*
Er: Und, schon was vor?
Me: Jaaaha! *STRAHL*
Er: Was denn?
Me: IKEA BESUCHEN!
Er: Und dafür fährt man nach Berlin?!

Ja, fährt man. Tempelhof ist nämlich ein schönerer Ikea als Moorfleet. Und auch wenn diesmal der Hot-Dog das teuerste erworbene Teil war (die Mitbringsel für meine Lieblings-Engländerin und den Lieblings-Javaprogrammierer zählen nicht), war es ein entspannter angenehmer Besuch.

Trotzdem, eigentlicher Anlaß war die Channel-Party von #berlin – der Channel, den ich jetzt fast neun Jahre besuche. Auch wenn er sich gewandelt hat, viele sind immer noch da oder fügen sich als neue gut ein. Und so konnte ich am Samstag ebenfalls auf Menschen blicken, die ich seit mehreren Jahren intensiv kennengelernt habe – und trotzdem vielleicht Samstag zum dritten oder vierten Mal in „RL gesehen habe“. Oder seit Jahren ignoriere. Oder kurz und heftig kennengelernt habe. Und die „trotzdem“ enge Freunde sind. Oder gute Bekannte. Oder nur normale Leute.
Egal wie – wenn man erst mal Nick mit Person zusammengebracht hat, kann man von Person zu Person gehen und hat sofort ein Gesprächthema. Eine Frage genügt, ein kurzer Spruch, ein Hinweis – eine Bemerkung genügt, und alle lachen mit einem, stöhnen auf, geben Widerspruch – weil auch sie den Kontext kennen. Es ist eine fröhliche Stimmung, gemischt mit ernsten und lästerlichen Tönen. Egal, was immer wieder über „flaches Gelaber im Chat“ behauptet wird – hinter den Kulissen finden neben dem üblichen auch tiefe, ernsthafte Gespräche statt. Im Channel Flachsereien und im Query tiefe Verzweiflung, weil jemand einen Zusammenbruch hatte und im Krankenhaus liegt – das ist kein Widerspruch.

„Dafür hat man echte Freunde!“ Ja, das kann man auch alles ohne Netz. Es gibt so viele Dinge, ohne die wir leben können. Wer auf sowas steht, kann es gerne durchziehen.

Ich jedoch betrachte die Buchstaben auf meinem Schirm und lächele. Denn ich weiß, ich kommuniziere hier mit niemandem – und doch mit ganz vielen. Und ein paar davon werden zurücklächeln. Und es ist ebenfalls „nur der Monitor“, den sie anlächeln.

Treffen, wie das gestrige (egal ob für Blogger oder Chatter oder oder) dienen vor allem dafür, das Lächeln auf dem Gesicht des anderen mit einem Bild vor Augen zu verbinden. „Das ist nicht echt“ sagen die meisten Menschen. Wenn ihr meint.

This corner of the earth smiles at you.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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