Umlautdomains oder die verpatzte Chance der IE-Gegner

Leute, so wird das nix mit der Weltherrschaft. Um den Ferengi Quark zu zitieren: Nie wäre der Frieden so billig gewesen. Seit Jahren jammert alle Welt, daß der normale User nicht vom Internet Explorer abzubringen ist – allen Würmern, Viren und sonstigem Zeugs zum Trotz. Dabei ist es für Webdesigner so aufwendig, die Bugs des IE für CSS auszubügeln, und die Welt wäre so gut, wenn der User endlich einen anderen, einen besseren Browser installieren würde.

Tut er aber nicht. Es fehlt nämlich der Kundennutzen. Probleme des Webdesigners sind dessen Probleme, nicht die des Nutzers.

Und jetzt gibt es endlich einen Grund, den Supergrund, warum ein User umstellen will bzw. dazu bereit ist, etwas an seiner Konfiguration zu ändern. Denn sein IE kann keine Umlautdomäins.
Spätestens wenn die üblichen Magazine Umlautdomains für Hinz und Kunz anpreisen und alle Lieschen Müllers und Cö sich auf ‚ihre‘ Umalutdomain stürzen, wird das Begehr groß sein, daß diese Dömains auch funktionieren. Die bisherigen Anmeldungen dürften primär wirtschaftlich begründet sein – sowie von merkwürdigen Leuten [Ich sage nur =F6 ;)].

Alle bisher Leidenden werden Freunde und Verwandte und alle, die nicht schnell genug Delete im Mailer drücken damit pestern, sich ihre Umlaut-Domain anzusehen. Wie? Das geht nicht? „Doch doch, es muß; was hast Du denn für einen Browser? Den Internet Explorer? Oh. Der kann das so nicht. Moment. Da muß man was installieren. Mach ich Dir. Ich komm‘ sogar vorbei. Das mußt Du gesehen haben.“

Und was macht die Blogwelt?

Nutzt ihren Vorsprung aus und macht deutlich, wie toll und einfach alles sofort mit einer kleinen Installation eines Browsers ist? Der ein viel viel niedlicheres Icon als der IE hat? Und noch viele andere Dinge und auch noch sicherer gegen Viren etc. ist?

Nein. Sie sagt ‚installiert ein Plugin‘.

Torfnasen, allesamt.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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