Und Actionfilme bringen Leute auf den Geschmack zu töten?

Könnte die passende Ergänzung sein zu Udos Artikel „Einstiegsdroge Pronograpie„:

Der Justizminister von Sachsen-Anhalt Curt Becker betrachtet Kinderpornografie als „Einstiegsdroge für sexuelle Straftaten. In einem Interview mit der Welt sagt er:

Irgendwann wollen viele das, was sie sehen, selbst betreiben. Kinderpornographie ist für diese Personen der erste Schritt auf dem Weg zum sexuellen Mißbrauch von Kindern. Dem muß zeitig ein Riegel vorgeschoben werden. Bei vielen Sexualstraftätern wurden auch kinderpornographische Bilder gefunden.

[..]
Jedenfalls ist der Rückschluss des Ministers, dass ein Pornografiekonsument nicht zum Sexualstraftäter geworden wäre, wenn er keinen Zugang zu pornografischem Material gehabt hätte, abenteuerlich.

Man könnte auch sagen: demagogisch.

Ich würde mal ganz laienhaft sagen: Wer sich Kinderpornographie besorgt tut dieses, weil er sowas haben will. Nicht zufällig und wird dann auf den Geschmack gebracht.

Aber führen wir das doch mal fort. Kinderpornographie ist ’selten‘ verfügbar (immer noch zuviel, aber im Verhältnis zu anderen Dingen ist es selten). Wenn „Irgendwann wollen viele das, was sie sehen, selbst betreiben.“ gilt, dann bitte sofort alle Actionfilme einstellen, in denen Menschen abgeknallt werden und Dinge wahllos zerstört werden.

Und auch gleich alle Bücher verbieten, die auch nur annähernd etwas triggern könnten, was nicht sein darf.

„Kanibalen – Einstiegsdroge Reiseberichte aus der Kolonialzeit“

*arg*

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Schon das Wort „Einstiegs-Droge“ verbietet sich in diesem Zusammenhang.

  2. Wieso Actionfilme verbieten? So ziemlich alle vorstellbaren Grausamkeiten finden sich in der Bibel.