Und manchmal riskiert er auch was …

Einer der Besuche im Sonnendeck brachte mir auch den erheiternden Artikel über „Das Arbeitstier“ Tom Cruise:

Es wird wohl wieder nichts werden. Wenn Ende Februar die Preise verteilt werden, wird er auf die Bühne starren, den Worten lauschen „…and the Oscar goes to…“, und sein Name wird wieder nicht fallen. Dabei gibt es kaum etwas, was er sich mehr wünscht als diese größte aller Auszeichnungen, als diesen Liebesbeweis seiner Kollegen.

Er ist der erfolgreichste Schauspieler der Welt, keiner verdient mehr Geld, kaum einer hat mehr Macht im Filmgeschäft. Und doch… geliebt wird er nicht. Tom Cruise wird respektiert – die Achtung vor der Leistung eines Strebers, der um Anerkennung ringt. Der will, will, will.

Willen alleine genügt nicht, um den Herren (sind da eigentlich auch Damen dabei?) von der Academy zu gefallen.

Der Trailer war schon schlecht (mag an der grottigen Synchro liegen) und Tom Cruise mit Bart und mit einer Frau, die im Film kleiner ist als er .. wenigstens da kann er sich seine Träume erfüllen. Und an der Perfektionierung arbeiten.

Tom Cruise macht halt das, was er am besten kann: Er verlässt sich auf seinen Körper, die lauten Töne. Leise kann er nicht, da neigt er zum Übertreiben. Aber er ist jetzt 41 Jahre alt, und den verdammten Oscar, das weiß er genau, bekommt er nicht fürs Tausendwattlächeln und nicht für Dinge, die kleinen Jungs gefallen.

Deshalb riskiert er manchmal was. Spielte einen verkrüppelten Vietnam-Veteranen, einen selbstgefälligen Sex-Therapeuten, einen untreuen Ehemann. Zeigt Brüche und Schwächen auf der Leinwand; so spontan und von Herzen kommend, als wär’s nur tausendmal geübt.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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