Von der angeblichen lukrativen Kinderpornographie-Industrie und was man stattdessen darf …

Die andere Seite bei Udo Vettern in „Die Legende von der Kinderpornoindustrie

Lassen wir aber jene beiseite, die unschuldig verdächtigt werden. Nehmen wir nur die Internetnutzer, bei denen tatsächlich Kinderpornos auf Datenträgern gefunden werden. Keiner, ich wiederhole, keiner der in den letzten anderthalb Jahren dazu gekommenen Mandanten hat auch nur einen Cent für das Material bezahlt.

Alle, ich wiederhole, alle haben die Kinderpornos aus Tauschbörsen, Newsgroups, Chaträumen, Gratisbereichen des Usenet oder aus E-Mail-Verteilern. Manche kriegen es auf DVD, ganz normal mit der Post.

[…]
Vielleicht ist es nur Zufall, dass ich nur Mandanten habe, die nichts für Kinderpornos zahlen und demgemäß auch keine Industrie unterstützen. Ich halte es aber ebenso für möglich, dass Frau von der Leyen einfach falsch informiert ist – zumindest was die angeblichen Millionenumsätze einer angeblichen Kinderpornoindustrie betrifft.

Der Verweis auf die Millionenumsätze ist kein Randaspekt. So wird nämlich der Eindruck erweckt, die Konsumenten von Kinderpornografie pumpten Geld in einen lukrativen Markt mit der Folge, dass sich Kindesmissbrauch finanziell lohnt. Wenn man also den Kinderpornomarkt trockenlege, würden weniger Kinder missbraucht.

Großartig zusammengefaßt von Herrn Lobo in Erlaubtheiten:

Nur noch mal für mich zur Vergewisserung: Ich dürfte also mit 14 Jahren anfangen, großkalibrige Waffen zu benutzen und dann als 21jähriger Sportschütze mit einem Kofferraum voller halbautomatischer Waffen und 0,4 Promille auf der Autobahn mit 320 km/h vom Schützenfest zum CSU-Parteitag fahren – aber Computerspiele sollen verboten werden?

Um es mal am Rande zu bemerken: ich finde „Killerspiele grauenvoll und Eltern, die sowas ihre minderjährigen Kinder spielen lassen, verantwortungslos. Aber ich glaube, dass sie nicht verboten werden sollten.

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Allein, wenn ich das Wort der Kinderpornographie höre, wird mir schon ganz schlecht, ich finde das einfach nur anormal.. unglaublich verrückt das Ganze.

  2. Das traurige ist ja eigentlich, dass es immer noch genug Menschen auf diesem Planeten gibt, die darauf abfahren. Ich finde das ebenfalls ziemlich krank!

  3. @Michael – Traurigkeit ist fehl am Platz. Traurigkeit lähmt. Hier ist sinnvolles, kontinuierliches Handeln gefragt. Internationale Zusammenarbeit der Behörden, statt Hexenjagd. Dann darf man als Vater irgendwann wieder mit seiner Tochter, ohne seltsamen Blicken standhalten zu müssen, in einem Hotel einchecken oder einem Kind zulächeln, einfach weil man Kinder mehr liebt als Hunde. (War ca. 2 Jahre mit meiner Tochter zu Hause.