Von safemode und openbasedir oder rehi.

Als ich am Samstag meinen ersten Artikel vom Podcamp bloggen wollte begrüßte mein Blog mich mit „kann nicht schreiben“. Huh?

Diverse Stunden und durch testen auf der Shell wurde klar – da stimmt was nicht mit dem Blog. Nervig sowas, vor allem wenn genau in dem Moment des Publishens offensichtlich am Server was umgestellt wurde. Das wurde spätestens am frühen Nachmittag klar, als ich „als Blogadmin von Nik“ angesprochen wurde, was die komischen Fehler bedeutetn sollen auf Lost Moon. Nicht das ich wirklich der Admin wäre, es läuft nur auf meinen Servern. 😉

Nach kurzem Blick in eine phpinfo und Gegencheck der Meldungen im Netz und bei der Blogsoftware lerne ich eine neue Servereinstellung kennen: openbasedir, mit der strengenommen Pivot nicht läuft. Lapidare Antwort des Hosters:

Auf dem betroffenen Server musste auf Sicherheitsgründen der „Safe-Mode“ aktiviert werden. Vorher war es Angreifern möglich, durch eine Lücke auf Seiten Zeilen hinzuzufügen. Sie müssten die Skripte anpassen können.

Eben nicht nur Safe Mode, das hätte sich noch umgehen lassen, aber openbasedir …

Was mich besonders ärgert ist daß der Provider es nicht mal für nötig erachtet seinen Kunden Bescheid zu sagen. Erst auf meinen Kommentar das dieses „geschäftsschädigend sei“ wurde es auf einmal wieder umgestellt. *grrrr* Ich bin seit 1998, seitdem ich die erste Domain kaufte bei einem Provider – außer das er vor 2 Jahren oder so verkauft wurde. Und seitdem gibt es immer wieder Ärger.

Meinen SSH-Zugang mußte ich mir auch zurückerkämpfen („Das brauchen Sie nicht, Sie haben doch FTP!“, „Das machen wir nicht mehr, das ist zu gefährlich“) um meine Skripte für Backup und co laufen zu lassen, meinen Mailserver für Gnak kann ich schon Ewigkeiten nicht mehr konfigurieren und über das Antwortverhalten des Supportes brauchen wir gar nicht zu reden.

Nun will ich natürlich nicht verschweigen, daß ich keinen großen Account habe, sondern nur einen kleinen für 18 Euro im Monat. Bei sowas ist kein Händchenhalten mit drin und auch kein besonderer Support wie ihn der Vorbesitzer hingelegt hat. Nur: Will ich mich im Massenmarkt bewegen, dann muß ich auch entsprechende Tools nutzen um wenig Kosten zu haben.

Der amerikanische Dreamhost ist dafür ein wunderbares Beispiel – viel Automatisierung, One-Clickinstall der wichtigsten Software, Mailbenachrichtigung über alle Aktionen und ein Tech-Support dem ich sagen kann, wie kenntnisreich ich bin um nur ein paar Highlights zu nennen.

Der Umzug der Domains wird aufwendig und sich über einen gewissen Zeitraum hinziehen, aber diese war der endgültige Nagel im Sarg.

Dass Sie kündigen möchten, tut uns sehr leid. Wir hätten Sie gerne bei uns behalten und angeboten, auf einen moderneren Server zu Wechseln.

Das ist schön. Aber mich interessiert reine Hardware nicht, sondern ich will sicher sein, daß nicht auf einmal meine Software ohne Vorwarnung nicht mehr läuft.

Kundenkommunikation ist auch im Serverbusiness wichtig …

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Halte mich mal auf dem Laufenden, was Deine Erfahrung mit Dreamhost angeht. Hört sich sehr gut an und ich suche noch einen Hoster in den USA. Und für Kundenwerbung gibt es ja auch was, könnte sich also für Dich lohnen 🙂

  2. Dreamhost ist wirklich schick. Die Pläne, selbst die kleinen, sind sehr gut für das Verwalten, das einzig nerivge ist das die komplett den DNS machen wollen – was aber auf der anderen Seite dazu genutzt wird, Server kurz mal umstellen zu können.
    Zugriffsseiten sind auch sehr gut und – ganz wichitg – SSH-Zugriff und viele Goodies mehr. Wie gesagt, auch mit dem Support / Doku etc bin ich *sehr* zufrieden.
    Und ja, http://www.dreamhost.com/rewards.cgi?neezee wer sich registrieren mag.

  3. ja ja, wenn der Hoster nicht mehr weiter weiß, wird der safe-mode eingeschaltet 😉
    Ich kenne das Problem auch. Meinen Kunden empfehle ich immer, auf einen gescheiten Hoster zu wechseln, da die meisten php-Programme im safe-mode praktisch nicht laufen (insbesondere blog-software). Ein guter (also wirklich guter) Host kann seine Server auch ohne safe-mode gegen Hacker absichern, das erfordert nur eben etwas mehr know-how und Arbeit.
    Gruß Marian

  4. Nicole, heisst ssh-Zugang auch eigene cronjobs? Man wird wohl keine eigne Sachen installieren können, wie svn, oder?

  5. Tja, das ist halt Service am Kunden. Bzw. nicht-vorhandener Service am Kunden. Vielleicht solltest Du ihm Deine Such-Zeit bis Du den Fehler hattest in Rechnung stellen?

  6. Dirk cronjobs bin ich mir gar nicht so sicher – müßtest du bei denen mal auf den Seiten schauen!

  7. Hallo das klingt jetzt blöd aber ich bin mit meinem Hoster df.eu sehr zufrieden. Dort wird immer auf Änderungen hingewiesen, meist schon lange im vorraus im Forum angekündigt.