Warum ich niemals Payback-Kunde werde

Natürlich. Macht man aus Prinzip nicht. Habe ich ja auch schon mal drüber nachgedacht.

Der Spiegel erinnert mich mit dem Artikel Geiz ist geil (für Marktforscher), daran, daß es neben den dort genannten noch mehr Gründe gibt, auf Payback zu verzichten.

Generell rät Weichert Internetnutzern, sich möglichst anonym oder mit Pseudonym durchs Web zu bewegen. Am besten sei es, in jeder Situation den Grundsatz der „Datensparsamkeit“ zu beachten, sagt der Datenschützer. Im Falle der Rabattsysteme müsse jeder selbst überlegen, für welchen Preis er bereit ist, Daten preiszugeben.

In der Tat. Doch speziell bei Payback gibt es einen viel schwerwiegenderen Grund.
Bei meinem Besuch in Bonn war ich drei Tage hintereinander längere Zeit im Kaufhof und habe mit meiner Tante diverse Einkäufe erledigt. Bei jeder Kasse wurde jeder Kunde gefragt „Haben Sie eine Payback-Karte“ oder auch nur in schrillem rheinischen Organ „Päi-bäck?“[1].

Da es voll war, habe ich dieses Fragment mindestens ein dutzend Mal gehört und zwar auch wenn ich laut und deutlich beim Überreichen der Ware sagte „keine Paybackkarte“ (es wurde dann eingescannt, Rabatt genannt und dann noch mal gefragt …)

Ich denke, ich werde dem Haus noch mal eine E-Mail schreiben mit dem Tenor „Bitte geben Sie mir Bescheid, wenn Ihre Verkäuferinnen dieses absolut nervige Payback-Gefrage eingestellt haben. Dann überlege ich mir, eventuell Ihr Etablissement wieder zu besuchen.“

Wie ein Freund mal sagte: Wenn man eine solche Erfahrung gemacht hat, nimmt man es in Zukunft Umwege und Umstände in Kauf um dieses Geschäft zu meiden.

Witz am Rande: Meine Tante wollte mit mir Laptops ansehen und ich suchte auf einem der Laptops nach etwas filmartigem, um die Möglichkeiten zu demonstrieren. Dummerweise waren nur schlechte Rips aus dem Netz in Massen auf diesem Laptop anstatt daß sie auf so einen Laptop eine vernünftige DVD gepackt hätten … Ich nehme an, das Haus hat eine gute Standleitung.

[1] erinnert sich noch jemand an den Sketch mit Hella von Sinnen als Brötchenverkäuferin die einem armen Katergeplagten Menschen vorrechnet, was die Brötchen kosten? Den gibt es nicht zufällig irgendwo zu kaufen?

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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  1. Ich bin auch kein Payback-Kunde und mich nervt es auch gewaltig, jedesmal an der Kasse danach gefragt zu werden. Noch schlimmer, wenn dann auf die Antwort „Nein, hab keine Payback-Karte“ massive Versuche gestartet werden, einen doch dazu zu überreden und selbst mehrmaliges „Nein“, „Nein, danke!“; „NEIN; ICH WILL KEINE PAYBACK-KARTE“ die entsprechende Kassiererin nicht stoppen kann. Komischerweise sind es – bei mir zumindest – bisher immer nur Kassierinnen gewesen, die sich so verhalten haben. Kassierer sind da irgendwie zurückhaltender.