Warum muß ich mich eigentlich für Medienjournalismus interessieren?

Ja, ich finde, solche Themen müssen ’sexy‘ aufbereitet werden. Genauso wie Politik, Medienkompetenz was auch immer.

Ein trockenes Thema was die Masse der Menschen nicht interessiert – natürlich kann man fordern ‚man‘ müsse sich damit beschäftigen, aber das ist die gleiche Argumentation wie „Kind muß Gemüse essen“ und „man soll nicht rauchen“. Hehres Ziel, funktioniert aber offensichtlich nicht.

Also, was tun? Weiterhin fordern, ‚man‘ müsse sich eben daran gewöhnen wie einem die Medizin verabreicht wird? Könnt ‚ihr‘ gerne versuchen, klappt nur nicht. Jeder war Kind und sollte wissen, daß der Zucker dafür gesorgt hat, daß man den Hustensaft einnahm.

Ein Bildblog hat mehr als dreißigtausend Besucher pro Tag die ein Interesse an diesem Thema haben, und ich wette, es sind nicht jeden Tag die gleichen. In diesem Sinne hat das Bildblog wahrscheinlich mehr Bürger ‚medienjournalistisch‘ informiert als viele anderen Publikationen zusammen.

Ach ja, und warum herrscht eigentlich immer noch die Meinung vor, ’nur‘ die Wissenschaft könne Fortschritt bringen? Fr. Milz forderte zu Recht, man möge sich auch mal mit Bezug auf die Umsetzung mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

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(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Eben. Kinder müssen Gemüse essen. Es gibt gute Gründe, warum das so ist und warum man sich auch dann damit beschäftigen sollte wenn es knochentrocken ist.

  2. Wenn es so gute Gründe dafür gibt, warum ‚muß‘ Kind es dann essen und warum ist es dann nicht möglich, es dem Kind verständlich zu machen?
    Es ist diese „Ich weiß, was gut für Dich ist, halt die Klappe und tu was ich sage“-Mentalität, der ich nichts abgewinnen kann.

  3. Es gibt so etwas wie vertrauen. Es mag nicht immer angebracht sein und Medienjournalismus zählt nach meiner Erfahrung nicht dazu, aber eine Eltern-Kind-Beziehung und in dieser Beziehung gibt es viele Dinge, die einfach so im Befehlston, wenn auch nicht mit dem militärischen Drill, weiter gereicht werden. Nicht selten muss man es nicht befehlen. Es ergibt sich ganz natürlich. Und wenn ich an die Kinder meiner Schwester denke, dann war es der Betrug, der sie mit dem Gemüse vertraut machte. Das Gemüse bekam Spitznamen, die es in die Kategorie „Papa ißt das auch“ einordneten. Also Thema: da ist keine Barriere außer im Kopf. Trotz aus Prinzip? Sicherlich nicht besser als der reine Befehlston.