Werbung an / um / in Blogs …

Interessanter Artikel: Adical, AAL, Datenschutz und andere Luftschlösser

Besonders zu dem Punkt, daß für die Teilnahme an adical eine Teilnahme and Blogscout Voraussetzung sein soll.

Meine persönliche Erfahrung dazu aus meinem Blogs:
Jedesmal, wenn ich denke „das bringt Suchmaschinen-Besucher!“ kommt keiner. Andere Dinge hingegen gehen ab wie Schmitz-Katze. Also lasse ich die Versuche.

Mein Google-Ranking ist nicht schlecht, und mindestens die Grabstein-Industrie haßt mich offensichtlich dafür. Gewisse Themen wie Halloween etc lagere ich in andere Webseiten aus, aber im großen und ganzen schreibe ich an den ‚ordentlichen Plätzen‘ = meine Blogs, und zwar was mir in den Sinn kommt.

Erfahrungsgemäß sind dabei die Klickraten der aktuellen Leser miserabel, die der Feedleser bei Null – ich habe keine Werbung in meinem Full-Feed, und ich gedenke es dabei zu belassen: Full-Feed und keine Werbung. Suchmaschinen-Besucher hingegen nehmen Werbung an. Adsense-Alternativen wie Double-Click etc. haben bei mir eindeutig geringere Ergebnis-Raten.

Auf Beissholz wird Werbung im Artikel erst 2 Tage nach Erscheinen des Postings eingeblendet und der einzige Grund, warum ich das noch nicht nicht auf 7 oder 14 Tage hochgeschraubt habe, liegt schlicht daran, daß ich gerade keine Lust habe meine Adsense-Channel und Plugins zu verändern.

Im Idealfall bekommen meine Leser also gar keine Werbung, außer im Menü an der Seite einen Block mit vier Links. (Grund? Plugin-Adaptionen.)

Leser sind für mich Menschen, die entweder den Feed abonnieren oder aber ‚rechtzeitig‘ auf der Seite lesen.

Artikel ‚für Adsense‘ schreibe ich nicht hier, sondern werte später meine Zugriffszahlen aus und schaue mir dann noch einmal Themen an. In Einzelfällen habe ich Veränderungen an Texten vorgenommen, um eine gewisse größere Wortbreite abzudecken – was ich zu vermeiden suche, wenn ich aktuelle Artikel schreibe. Ich müßte wirklich lügen für die genaue Zahl, aber wenn es 15 Artikel auf die bisherigen knapp 1.500 sind, müßte das hinkommen.

Es amüsiert mich, wenn ich Angebote erhalte für einen Linktausch von „PR 4 Seiten!“ oder Angeboten wie „auf allen Seiten und wir zahlen 20 Euro pro Link!“, doch werde ich mir für spezielle, einzelne meiner Seiten Textlinks und co noch einmal anschauen.

Und wenn andere Werbung schalten?
Ein Start eines solchen Netzwerkes wie Adical ist dabei okay für mich – solange dabei nicht sowas herauskommt wie Eliminierung von Full-Feeds. Ich lese Gerrit sehr gerne, sollte er aber auf die Idee kommen Full-Feeds einzustellen, dann werde ich unsubscriben. Vielleicht noch eine Weile gnakig weiterlesen – Werbung klicken aber garantiert nicht. Sondern im Gegenteil Werbende in diesem Kontext sehr bewußt NEGATIV wahrnehmen.

Mein Fazit?
Meine echten Besucher, die Leser der Blogs, sind keine Massen. Ich schätze, daß ein Großteil sowieso Feed-Leser sind. Das Potential, daraus Geld zu machen, ist vorhanden – aber ich leiste mir den „Luxus“, dieses nicht abzugreifen, weil das ernsthaft Peanuts sind. Im Gegenzug habe ich das gute Gefühl, „meine“ Leser zu bevorzugen. Im letzten Jahr habe ich über diese Art von Werbung in meinen primär privaten Blogs genug Geld für meine Warmmiete eingenommen – nach Steuern selbstverständlich. Das ist ausbaufähig – aber nicht auf meinem Blog. Auf dem Komplex einer Blogseite mit alten Artikeln vielleicht – aber nicht im aktuellen Zugriff.

Ich beteilige mich nicht an Schwanzvergleich-Diensten, u.a. aus dem Grund das ich keine Lust habe jemandem meine Statistik-Daten in die Hand zu geben, und vor allem nicht Dinge wie meine Clickraten auf Adsense-Anzeigen.

Das sind meine Daten, und mit denen will ich spielen.

Schleichwerbung, versteckte Werbung, bezahlte Postings?
„Machst Du doch auch!“ Nein. Ein Projekt, wie das just abgelaufene Cebit-Blog für o2, ist eine klare Veranstaltung gewesen, und klar als solches kommuniziert. Zusätzliche Kommentare auf diesem Blog zum Beispiel sind weder in Auftrag gegeben, noch angefordert gewesen, noch vom Auftraggeberseite angedeutet gewesen.

Ich habe auch schon Mails erhalten „schreib doch mal über“, die ich links liegen gelassen habe. Und genommen und verwertet habe mit zusätzlicher Information, wenn ich sie interessant fand.

Das ist noch einigermaßen klar. Aber was ist mit diesem Fall?
Ich wollte eh zur Cebit um mir den xda Orbit als möglichen PDA-Ersatz genauer anzusehen. Ich habe diesen im Test gehabt während der Cebit (inklusive einer gestellten Sim-Karte) und habe den weiterhin hier zum Testen. Ich gedenke ihn auszuprobieren und dann weiter drüber zu schreiben. Genauso wie ich es auch ohne getan hätte. Die Entscheidung wurde mir jetzt einfacher gemacht, aber im Endeffekt beeinflußt es nichts, was ich nicht schon vorher geplant hatte.

Ganz einfach, da setzt man doch einen Disclosure / Disclaimer, oder? Aber mit welchem Inhalt? „Päpstlicher sein als der Papst“ kommt mir dazu in den Sinn. Ich habe auf der Cebit mehr als genug „seriöse Journalisten“ erlebt, die ganz andere Dinge angenommen haben und wo ich in deren Berichterstattung keineswegs etwas darüber lese.

Also werde ich das tun, was ich in solchen Fällen immer bisher getan habe:
Einen Weg finden, mit dem ich leben kann. Und davon ausgehen (ja es sogar erwarten), daß meine Leser schlau genug sind, 1+1 zusammenzuzählen und mehr als eine Hirnzelle haben. Und sich beschweren, wenn ihnen etwas nicht paßt. Nicht, daß ich mich sklavisch danach richten würde. Aber anhören und drüber nachdenken? Absolut.

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(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Keine Panik, mein Feed bleibt so wie er ist. Ich habe nicht vor, künstlich PIs zu pushen, weil ich das selber hasse wie die Pest. Es könnte aber passieren, dass ich motiviert werden, öfter mal was zu posten, was ich sonst aus Faulheit nicht getan hätte – und das kommt ja nun positiv an bei meinen Lesern, nehme ich stark an.

  2. Absolut. Und bei Dir sind Themen ja auch klarer umrissen als z.B. bei mir.
    Mit der Kombination habe ich keinerlei Probleme, sondern sehe wie Du ein sinnvolles Miteinander.