Wider der Zwangsquote – macht einfach bessere Musik

Durch die Gazetten geistert der Aufruf, eine deutschsprachige Quote wie in Frankreich (dort 40%) in den Radiosendern gesetzlich zu verankern – und die Radios wehren sich mit Recht und zum Glück.

Denn wenn unsere deutschen Künstler bessere (oder soll ich sagen ‚auch nur ansatzweise erträgliche‘?) Musik machen würden, würde man sie auch spielen. Eigentlich wollte ich dazu nix schreiben, aber via mixripburn flattert mir gerade der Link auf den „offenen Brief an Antje Vollmer“ hinein – „Von wegen Quote und so.“. Wunderbar geschrieben, wunderbar den Finger auf die Wunde gelegt.

Grade von ihnen jedoch, besonders in ihrer Funktion als kulturpolitische Sprecherin ihrer Koalition hätten wir diesen – und wir haben uns dieses Wort wohl überlegt – Kardinalfehler nicht erwartet. Wir wollen gar nicht erst darauf hinweisen, dass die Unterhaltungsindustrie heutzutage ein mulitnationales Geflecht ist oder etwa, dass eine Chancengleichheit bei einer Verteilung von mindestens 3/4teln des deutschen Musikmarktes auf gerade mal eine Handvoll von Firmen möglicherweise einen ganz anderen Fokus braucht, als den der nationalen Herkunft von Musik (die gleichen Firmen herrschen auch in anderen Ländern über die „Chancen“ der Musikschaffenden, wie sie sie vielleicht nennen würden).

Auch mögliche Feinheiten und Ungereimtheiten bei der Einhaltung der Quote interessieren uns hier nicht, selbst wenn es sicherlich amüsant wäre sich auszumalen, wie so ein Quotenschlüssel sich aus Daten des Einwohnermeldeamts von Produzenten, Autoren, Komponisten, Musikern, Sängern und sonstwie Beteiligten, sowie Verwendung von deutschen, englischen und anders-sprachigen Worten (warum nicht gleich Phonemen) letztendlich denn zusammensetzen würde. […]

Und nein, ich möchte die dort bepriesene CD nicht kaufen ;o)

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich kann dem voll und ganz zustimmen: Wenn unsere deutschen Künstler bessere Musik machen würden, würde man diese auch spielen. Letztlich ist im weiten Überblick die am meisten gespielte Musik die aus den 80ern. Und das wahrscheinlich auch zu Recht. Viel schlimmer finde ich jedoch, dass es viele Sender gibt die jeden Tag die gleiche Musik spielen. Dabei geht es nichtmal um die Musik an sich welche sich wiederholt, sondern auch noch die Tageszeit und Jahreszeit. Ich kenne z.B. einen Sender der im November und Dezember sehr gerne „Like Ice in the Sunshine“ spielt. Irgendwas kann da nicht stimmen.