Wildfremde Menschen fallen virtuell knutschend übereinander her

Es gehört sich ja, zum Neujahr zu gratulieren. Die besten Wünsche, bussibussi, hach wie schön – stop. Warum soll ich virtuell mehr oder minder wildfremden Menschen stürmisch umarmend ein wunderbares tolles supi neues Jahr wünschen, hm?
Etwas zu machen, weil es sich so gehört und man es tut (egal ob man es meint oder nicht) – das hat bei mir schon immer innerliches Grausen produziert. Für Leute, die man kennt, fällt einem ein Reigen von persönlichen ernst gemeinten Wünschen ein, aber für den Rest?

Also, was wünsche ich, ohne daß ich vor dem Schirm rot werde vor lügen? Wahrscheinliche Ausgangssituation: Alle Menschen, die dieses hier lesen können, befinden sich nicht knapp vor dem Hungertod, haben ein Dach über dem Kopf und sitzen an einem Rechner – wir befinden uns alle auf dem Schritt zur Selbstverwirklichung.

Daher steht an erster Stelle: ausreichend Gesundheit. Krank zu sein, wünscht man seinem ärgsten Feind nicht.

Daß Ihr Euren Kalender nehmt und an einem beliebigen Tag ein Kreuz macht. Und dann an diesem Tag eine besinnliche Stunde einlegt und Eurer Umgebung gedenkt – und nicht immer nur zu den Festtagen.

Und sonst? Schenkt der Welt ein Lächeln, wenn sie es nicht erwartet. Und dann tut die Dinge, auf die Ihr stolz sein könnt. Für Euch alleine, nicht für andere. Jeder jeden Tag ein wenig mehr an seinem Ideal gefeilt, und wir alle haben etwas davon.

I look into the window of my mind
Reflections of the fears I know I’ve left behind
I step out of the ordinary
I can feel my soul ascending
I’m on my way
Can’t stop me now
And you can do the same

What have you done today to make you feel proud?
It’s never too late to try

Proud by Heather Small

Also? What have you done today to make you feel proud?

(Dieser Text wurde aus einem alten Blogsystem importiert und kann Fehler ausweisen, sorry).

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